Die große Erschöpfung der Dauererregung
Zwischen Hype, Rankings und Daueralarm verliert die Fantastik ihre stärkste Währung: Nachhall. Ein Feuilleton-Editorial über Urteilskraft, Stille und den Mut zur Langsamkeit.
Zwischen Hype, Rankings und Daueralarm verliert die Fantastik ihre stärkste Währung: Nachhall. Ein Feuilleton-Editorial über Urteilskraft, Stille und den Mut zur Langsamkeit.
Eine lange Tafel, viele leere Plätze, und das Jahr im Frack: Wir servieren den Jahresabschluss als kultiviertes Ritual. Ein wenig spöttisch vielleicht und mit genau so viel Fantastik, damit das Feuilleton kurz nervös am Weinglas nestelt.
Der Herbst bringt nicht nur Nebel, sondern auch die schlimmsten Comebacks: Raab, Wendler, He-Man, „Fantastic Four“ und müde Metal-Bands. Ein Editorial über Drohnen-Orks, Gräber ohne Ruhe und den Dark Lord President.
Sie kamen aus verschiedenen Zeiten – und teilten doch denselben Blick.
Leer, unbewegt… als hätten sie die Menschheit längst aufgegeben.
Es beginnt. Natürlich chaotisch. Natürlich mit Kaffee auf der Tastatur, kaputten Links und der schicksalhaften Frage: „Wer hat eigentlich den Mooslings-Ordner gelöscht?“