Tabaksteuer-Panne: Regierung setzt versehentlich sieben weitere Gesetze in Kraft
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Ein falsches Datum, ein riesiger Behördenwirbel: Wegen eines Fehlers beim Inkrafttreten der Tabaksteuerreform gibt es in Deutschland plötzlich gesetzlichen Korrekturbedarf. In den Zwischenreichen ist die Lage erheblich ernster. Dort hat ein Verwaltungslehrling versehentlich sieben weitere Gesetze aktiviert. Seitdem müssen Drachen Energieausweise vorlegen, Zwerge ihre Bärte versteuern und selbst der Tod seine Kündigungsfristen einhalten.

🧔 Zwergenbartsteuer: 14.600 Goldstücke für einen Bergarbeiter
Eigentlich sollte die Bartsteuer erst 2043 eingeführt werden. Seit Mittwoch wird jede Gesichtsbehaarung nach Länge, Dichte und möglicher Nutzung als Kleintierunterkunft besteuert.
Ein Bergarbeiter aus Eisenfels erhielt bereits einen Steuerbescheid über 14.600 Goldstücke. Er hatte versehentlich auch seinen Rückenhaarbefall angegeben.
Die Finanzverwaltung empfiehlt betroffenen Zwergen eine freiwillige Selbstrasur. Eine Erstattung bereits gezahlter Bartsteuern ist allerdings ausgeschlossen, da abgeschnittene Bärte nach geltendem Recht als steuerpflichtiger Vermögensabgang gelten.
🐉 Drachen brauchen plötzlich einen Energieausweis
Auch die für 2061 vorgesehene Drachenklimaschutzverordnung ist bereits gültig. Sämtliche Drachen müssen ihren jährlichen Feuerverbrauch dokumentieren und eine amtliche Abgasprüfung absolvieren.
Ein 900 Jahre alter Feuerdrache aus Varanthis erhielt die Energieeffizienzklasse G. Bis zur technischen Nachrüstung darf er nur noch mit geschlossenem Maul fliegen.
Besonders umstritten ist die vorgeschriebene Wärmedämmung für Drachennüstern. Erste Versuche mit Mineralwolle endeten in drei Waldbränden und einem überraschend kurzen Gutachtertermin.
🪄 Hexen sollen Flüche elektronisch genehmigen lassen
Das Magiedigitalisierungsgesetz von 2038 verpflichtet sämtliche Hexen und Zauberer zur digitalen Anmeldung ihrer Verwünschungen. Spontane Verfluchungen sind nur noch bei nachgewiesener Dringlichkeit gestattet.
Das neue Behördenportal ist seit seiner versehentlichen Freischaltung nicht erreichbar. Antragsteller werden deshalb gebeten, ihre Flüche persönlich beim zuständigen Amt einzureichen.
Besonders angespannt ist die Lage vor der Verwaltung in Knattermoor. Dort warten inzwischen 400 Frösche auf die Bearbeitung ihrer Widersprüche. Ein Sachbearbeiter verwies darauf, dass ohne gültigen Amphibienausweis keine Rückverwandlung erfolgen könne.
💀 Untote müssen ihre Sterbeurkunde persönlich vorlegen
Eine neue Meldepflicht verlangt von Verstorbenen, ihren Tod innerhalb von vierzehn Tagen persönlich nachzuweisen. Die Regelung sollte ursprünglich erst nach einer umfassenden Reform des Jenseitsrechts eingeführt werden.
Ein Skelett aus der königlichen Gruft wurde bereits abgewiesen, weil sein Passfoto nicht mehr dem aktuellen Erscheinungsbild entsprach. Ein Vampir erhielt eine Verwarnung wegen unentschuldigten Fernbleibens von seiner eigenen Beerdigung.
Das Innenministerium empfiehlt Betroffenen, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren. Die Wartezeit beträgt derzeit acht bis zwölf Lebensjahre.
🍺 Biersteuer wird ab sofort nach Durst berechnet
Die für 2050 geplante Durstbesteuerung hat besonders unter Zwergen für Unruhe gesorgt. Steuerpflichtig ist bereits der ernsthafte Wunsch nach einem kühlen Bier. Der tatsächliche Konsum spielt keine Rolle.
Innerhalb weniger Stunden meldeten sich 80.000 Zwerge freiwillig als lebenslange Abstinenzler. Die Finanzbeamten wurden misstrauisch, nachdem sämtliche Erklärungen auf Bierdeckeln eingereicht worden waren.
Ein Wirt aus Knattermoor wollte die Abgabe umgehen, indem er seine Gäste ausschließlich mit geschlossenen Augen trinken ließ. Er wurde wegen vorsätzlicher Durstverschleierung festgenommen.
⚔️ Ritter werden gezwungen, ihre Rüstungen zu elektrifizieren
Die versehentlich vorgezogene Verkehrswende verpflichtet den gesamten Ritterstand zur Umrüstung auf elektrische Antriebe. Schwere Plattenrüstungen benötigen künftig eine Ladebuchse, eine Batteriezustandsanzeige und eine gültige Betriebserlaubnis.
Der erste umgerüstete Ritter blieb nach 80 Metern stehen. Die nächste Ladesäule befand sich hinter einer Zugbrücke und akzeptierte ausschließlich kontaktlose Zahlungen.
Besonders problematisch ist das neue Verbot von Verbrennungspferden. Das Verkehrsministerium prüft derzeit, wie ein gewöhnliches Pferd auf Batteriebetrieb umgestellt werden könnte. Ein entsprechender Forschungsauftrag wurde bereits an drei Hofalchemisten vergeben.
⚰️ Der Tod muss drei Monate Kündigungsfrist einhalten
Die schwerwiegendste Panne betrifft das Jenseitsrecht. Eine ursprünglich für das kommende Jahrhundert geplante Reform verpflichtet den Tod, seine Tätigkeit mindestens drei Monate im Voraus schriftlich anzukündigen.
Spontanes Ableben ist damit grundsätzlich unzulässig. Bereits Verstorbene müssen ihre Kündigung nachreichen, sofern sie innerhalb der letzten hundert Jahre gestorben sind.
Auf mehreren Friedhöfen wurden deshalb bereits Gräber geöffnet, um säumige Verstorbene über ihre Meldepflicht zu informieren. Die meisten reagierten bislang überhaupt nicht.
Der Tod selbst legte Beschwerde ein. Sein Antrag wurde jedoch umgehend verworfen, da er ihn außerhalb der regulären Sprechzeiten eingereicht hatte.
👑 Regierung schafft sich bei Fehlerkorrektur versehentlich selbst ab
Die königliche Regierung hat inzwischen angekündigt, sämtliche sieben Gesetze unverzüglich zurückzunehmen. Zu diesem Zweck wurde eine außerordentliche Kabinettssitzung einberufen, bei der ein weiterer Verwaltungsfehler passierte.
Mit der Unterzeichnung des Aufhebungsgesetzes trat versehentlich das für 2087 vorgesehene Gesetz zur vollständigen Abschaffung sämtlicher Ministerien in Kraft.
Der Finanzminister wollte den Vorgang persönlich rückgängig machen, musste allerdings feststellen, dass er seit 11:42 Uhr nicht mehr im Amt ist. Sein letzter Erlass verpflichtete sämtliche Beamten dazu, Gesetze künftig vor ihrer Verkündung wenigstens einmal zu lesen.
Die Einführung dieser Vorschrift wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die zuständige Behörde existiert seit Mittwoch nicht mehr.





