15 Jahre Liebe enden im Horror: Sweetheart verwandelt eine Trennung in einen Albtraum

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Eine Beziehung wird zum Horrorraum

📰 Was ist los?
Sweetheart wurde für 2027 angekündigt. Das First-Person-Horrorspiel begleitet Gabe beim Ende einer 15 Jahre dauernden toxischen Beziehung, während sich die gemeinsame Hollywood-Villa in ein psychologisches Labyrinth und Skylar in eine spinnenartige Kreatur verwandelt.

🐛 Was denken wir?
Der Spinnenhorror ist auffällig, aber die stärkere Idee steckt im Schauplatz: Ein gemeinsam aufgebautes Traumleben wird Stück für Stück zum Gefängnis. Wenn Genie Boy Games diesen Beziehungshorror wirklich über Räume, Erinnerungen und Spielmechaniken erzählt, könnte das deutlich länger hängen bleiben als ein gewöhnlicher Verfolgungshorror.

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💔 15 Jahre Liebe enden im Horror: Sweetheart verwandelt eine Trennung in einen Albtraum

Es gibt vermutlich angenehmere Orte für ein Trennungsgespräch als eine riesige Villa in den Hollywood Hills. Vor allem dann, wenn sich die ehemalige Jugendliebe anschließend in eine spinnenartige Kreatur verwandelt und das gemeinsame Traumhaus beschließt, sämtliche verdrängten Erinnerungen gleich mit in seine Architektur einzubauen.

Genau dort beginnt Sweetheart. Das neue First-Person-Horrorspiel von Genie Boy Games wurde bei der Future Games Show enthüllt und soll 2027 für PC und aktuelle Konsolen erscheinen. Im Mittelpunkt steht Gabe, der nach 15 Jahren Beziehung versucht, Skylar zu verlassen – eine Jugendliebe, mit der er einmal sämtliche Vorstellungen von Ruhm, Erfolg und ewigem Zusammensein geteilt hat.

Eine dunkle, verzerrte Hollywood-Villa aus Sweetheart wird zum psychologischen Horrorraum, während eine spinnenartige Gestalt Gabe verfolgt.
Das gemeinsame Traumhaus wird zum Gefängnis: Sweetheart macht das Ende einer 15-jährigen Beziehung zu einem surrealen Horrortrip. © Genie Boy Games

Der Titel „Breakup Simulator“ klingt zunächst beinahe nach schwarzer Komödie. Das Spiel meint ihn allerdings ziemlich wörtlich. Sweetheart macht aus einer zerfallenden Beziehung einen physischen Horrorraum, in dem Erinnerungen, Erwartungen und gemeinsame Lebensentwürfe irgendwann genauso instabil werden wie die Wände des Hauses.

🏠 Das Traumhaus wird zum psychologischen Irrgarten

Gabe und Skylar haben scheinbar bekommen, was sie sich als Jugendliche einmal gewünscht haben: Erfolg, eine luxuriöse Villa und ein gemeinsames Leben, das von außen nach perfekter Hollywood-Romantik aussieht. Nach 15 Jahren funktioniert diese Geschichte jedoch nicht mehr. Gabe will gehen. Das Haus bleibt.

Und genau dort beginnt Sweetheart seine Realität auseinanderzunehmen. Räume verändern sich, bekannte Orte führen plötzlich in liminale Bereiche, Erinnerungen mischen sich mit der Gegenwart und aus dem gemeinsamen Zuhause entsteht Stück für Stück ein Labyrinth. Der Spieler soll nicht einfach einen festen Fluchtweg finden, sondern durch die Ruinen einer Beziehung navigieren, die sich buchstäblich um ihn herum neu zusammensetzt.

🎬 Aus dem Traumhaus wird ein Albtraum

Der Reveal-Trailer zu Sweetheart zeigt, wie aus 15 Jahren Beziehung ein surrealer Horrortrip durch Erinnerungen, Hollywood-Glamour und ein zunehmend unmögliches Zuhause wird.

Das ist der wesentlich interessantere Horror als ein gewöhnlicher Verfolgungsabschnitt. Die Villa ist schließlich nicht irgendein Spukhaus. Sie war einmal das materielle Ergebnis eines gemeinsamen Traums. Je weiter dieser Traum zerfällt, desto weniger lässt sich unterscheiden, ob Gabe gerade durch ein Gebäude, eine Erinnerung oder die verzerrte Vorstellung davon läuft, wie dieses Leben eigentlich hätte aussehen sollen.

🕷️ Skylar wird zur Kreatur aus der gemeinsamen Vergangenheit

Skylar selbst verändert sich ebenfalls. Im Verlauf des Spiels wird sie zu einer spinnenartigen Gestalt, die Gabe durch die dunklen Räume jagt. Dann geht es tatsächlich um Schleichen, Verstecken und Überleben.

Gerade hier wird Sweetheart allerdings heikel – und hoffentlich interessant. Das Spiel beschäftigt sich ausdrücklich mit einer toxischen Beziehung und psychischer Belastung. Die Verwandlung darf deshalb nicht einfach auf die Gleichung hinauslaufen, psychische Krise gleich Monster. Der bisher beschriebene Ansatz deutet eher darauf hin, dass die Kreatur als groteske Verkörperung der gesamten zerfallenden Beziehung und ihrer gemeinsam aufgebauten Illusionen funktionieren soll.

Das wäre die deutlich stärkere Lesart. Schließlich trägt Gabe diese 15 Jahre ebenfalls mit sich herum. Sweetheart erzählt keine Begegnung mit einem unbekannten Monster, sondern eine Flucht vor etwas, das aus einem gemeinsamen Leben entstanden ist.

📺 Der eigentliche Albtraum begann vielleicht vor dem Ruhm

Hinzu kommt eine zweite Ebene. Skylar ist berühmt, die gemeinsame Villa steht in Hollywood und über allem liegt die Vorstellung einer perfekten Beziehung, wie sie Popkultur seit Jahrzehnten verkauft.

Sweetheart will diesen Glamour offenbar gezielt gegen seine Figuren wenden. Aus dem vermeintlichen Traumleben wird ein greller, künstlicher Horrorraum, in dem sich die Erwartungen der Jugend irgendwann nicht mehr mit den Erwachsenen vertragen, die aus Gabe und Skylar geworden sind.

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Damit zielt das Spiel auf eine Generation, die mit makellos inszenierten Kinderstars, Teenie-Idolen und vermeintlich perfekten Promi-Lebensläufen aufgewachsen ist. Hinter der Horrorhandlung steckt die Frage, was passiert, wenn Menschen ihr eigenes Leben an Geschichten messen, die schon als Fernsehbild kaum real waren.

Das ist ein ziemlich großer Themenblock für ein vergleichsweise kompaktes Horrorspiel. Genau deshalb könnte Sweetheart auffallen, wenn es seine Metaphern nicht zu Tode erklärt.

🎭 Horror, Tragödie und absichtlich ein wenig Absurdität

Der erste Trailer macht außerdem klar, dass das Spiel nicht permanent in Grabesstimmung versinken möchte. Die Idee eines Trennungssimulators besitzt bewusst etwas Absurdes, und zwischen dem Horror sollen immer wieder komische Momente auftauchen.

Das passt zu einem Projekt, das seine eigene Übertreibung kennt. Ein Beziehungsende wird zur Hollywood-Apokalypse, Liebeserinnerungen verwandeln sich in labyrinthische Räume und aus einer längst dysfunktionalen gemeinsamen Zukunft wird schließlich ein Spinnenmonster.

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Gerade der Wechsel könnte wichtig werden. Dauernde emotionale Schwere würde ein solches Konzept schnell erdrücken. Schwarzer Humor kann dagegen genug Abstand schaffen, damit die Geschichte anschließend umso unangenehmer zurückschlagen kann.

🌴 2027 wird aus Hollywood ein Trennungshaus

Ein genauer Termin fehlt noch. Sweetheart soll 2027 erscheinen und ist als erzählerisch konzentrierte Horrorerfahrung angelegt, statt eine endlose Survival-Kampagne daraus zu bauen.

Schon die Ausgangsidee reicht aber für einen bemerkenswert eigenständigen Kandidaten. Genie Boy Games nimmt keinen verlassenen Krankenhausflur, keine okkulte Forschungseinrichtung und keine Waldhütte. Das Monster wartet mitten in jenem Leben, das seine Figuren selbst einmal unbedingt haben wollten.

Manchmal ist das schlimmste Spukhaus eben das gemeinsame Traumhaus, nachdem nur noch einer darin weiterträumen möchte.

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