Hammer öffnet Susan Hills Geisterarchiv: Neue Filme und Serien möglich

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

👻 Mehr Geister für Hammer

📰 Was ist los?
John Gore Studios, der Eigentümer von Hammer Films, hat die Rechte an Susan Hills Gesamtwerk erworben. Geplant ist, geeignete Stoffe für Film und Fernsehen sowie möglicherweise für die Bühne zu entwickeln. Hill bleibt kreativ beteiligt und soll bei neuen Projekten als Executive Producer mitwirken.

🐛 Was denken wir?
Das passt fast verdächtig gut zusammen. Susan Hills beste Geistergeschichten leben von genau jener Mischung aus Gothic-Atmosphäre, alten Häusern und langsam wachsendem Grauen, mit der Hammer seit Jahrzehnten verbunden wird. Jetzt muss nur noch entschieden werden, welcher Geist zuerst wieder auftaucht.

The Woman in Black war für Hammer Films 2012 ein enormer Erfolg. Jetzt könnte aus dieser Verbindung weit mehr entstehen: John Gore Studios hat die Rechte am gesamten Werk von Dame Susan Hill erworben und damit Zugriff auf einen umfangreichen Katalog aus Gothic Horror, Geistergeschichten, Kriminalliteratur und weiteren Stoffen erhalten.

Nächtliches Gothic-Anwesen im Nebel mit Vollmond, alten Büchern, Kerzenlicht und einer geisterhaften Frau am Fenster.
Susan Hills Werk steckt voller verlassener Häuser, Erscheinungen und langsam wachsendem Grauen – genau jene Gothic-Welt, die nun für neue Hammer-Adaptionen geöffnet wird. © Fantasykosmos / KI-generiert / manuell nachbearbeitet

Noch ist keine konkrete neue Verfilmung angekündigt. Das Studio spricht aber ausdrücklich davon, Hills Werke künftig für Film und Fernsehen zu entwickeln und – soweit bestehende Verträge es erlauben – auch neue Theaterprojekte zu prüfen. Susan Hill bleibt dabei selbst eng eingebunden und soll neue Produktionen als Executive Producer begleiten.

🕯️ The Woman in Black war offenbar erst der Anfang

Die Verbindung zwischen Hammer und Susan Hill existiert längst. 2012 brachte das Studio The Woman in Black mit Daniel Radcliffe ins Kino und landete damit einen seiner größten modernen Erfolge.

Der Film spielte weltweit rund 127,7 Millionen Dollar ein und wurde zu einem der erfolgreichsten britischen Horrorfilme seiner Zeit. Hills Roman von 1983 hatte zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits eine außergewöhnliche Karriere hinter sich: Die Bühnenfassung lief 33 Jahre im Londoner West End.

Der neue Rechtekauf erweitert diese Verbindung nun erheblich. John Gore Studios beschreibt The Woman in Black ausdrücklich nur als Ausgangspunkt für weitere Adaptionen aus Hills Werk.

🎬 The Woman in Black – offizieller Teaser

Die Verbindung zwischen Hammer und Susan Hill begann lange vor dem neuen Rechtepaket: 2012 wurde ihre berühmteste Geistergeschichte zum großen Kinoerfolg.

🖼️ Ein Gemälde, das Menschen verschluckt

Einer der naheliegendsten Kandidaten ist The Man in the Picture. Die Geistergeschichte dreht sich um ein Gemälde mit maskierten Gestalten beim venezianischen Karneval, das weit mehr kann, als nur an einer Wand zu hängen.

Das Bild besitzt die Fähigkeit, Menschen in seine eigene Szenerie hineinzuziehen und zu vernichten. Gerade diese Mischung aus klassischer Gothic-Atmosphäre, Venedig und einem buchstäblich tödlichen Kunstwerk wäre ziemlich genau das Material, aus dem Hammer traditionell viel machen kann.

✋ The Small Hand beginnt mit einer einzigen Berührung

The Small Hand setzt deutlich leiser an. Antiquariatsbuchhändler Adam Snow verirrt sich zu einem verlassenen edwardianischen Haus und spürt dort plötzlich eine kleine kalte Hand in seiner eigenen.

Danach folgen Panikattacken, Albträume und immer bedrohlichere Erscheinungen. Die Geschichte wurde bereits 2019 fürs Fernsehen adaptiert, gehört aber weiterhin zu jenen Hill-Stoffen, die sich problemlos in eine neue Film- oder Serienfassung übersetzen ließen.

🪆 Dolly macht aus einem Kinderwunsch einen Fluch

Auch Dolly passt hervorragend in dieses Portfolio. Edward Cayley verbringt nach dem Tod seiner Eltern einen Sommer bei seiner Tante und seiner verwöhnten Cousine Leonora.

Als deren Wunsch nach einer bestimmten Puppe nicht erfüllt wird, eskaliert die Situation – und das Ereignis verfolgt Edward noch lange danach. Hill baut den Horror hier aus etwas denkbar Harmlosen auf: einem Kinderwunsch, familiärer Bosheit und einem Gegenstand, der irgendwann nicht mehr bloß ein Spielzeug ist.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🌫️ The Mist in the Mirror führt in ein altes Herrenhaus

In The Mist in the Mirror folgt Sir James Monmouth den Spuren des Forschers Conrad Vane und landet schließlich im abgelegenen Kittiscar Hall. Dort mehren sich Warnungen, Erscheinungen und das Gefühl, ständig beobachtet zu werden.

Besonders auffällig ist ein trauriger kleiner Junge, der immer wieder auftaucht. Je tiefer Monmouth in Vanes Vergangenheit eindringt, desto stärker verknüpft sich seine eigene Geschichte mit dem Geheimnis des Hauses.

⚰️ Printer’s Devil Court spielt mit dem Tod selbst

Printer’s Devil Court dürfte für Hammer ebenfalls reizvoll sein. Vier Medizinstudenten experimentieren in einem Keller und einer abgelegenen Leichenhalle mit Methoden, die eigentlich niemand ausprobieren sollte.

Jahre später holt die Erinnerung an diese Versuche einen der Beteiligten wieder ein. Die kurze Geistergeschichte verbindet viktorianisch anmutende Medizin, verbotene Experimente und die Frage, was passiert, wenn Menschen glauben, den Tod technisch austricksen zu können.

📚 Susan Hill besteht aus weit mehr als Geistergeschichten

Die Übernahme betrifft allerdings nicht nur Hills Horrorwerke. Ihr Gesamtwerk umfasst mehr als sechs Jahrzehnte Literaturgeschichte und reicht von Gothic Fiction über Kriminalromane und literarische Romane bis zu Kinderbüchern, Memoiren und Hörspielen.

Zu ihren bekanntesten Arbeiten außerhalb des Horrors gehört The Bird of Night, das 1972 für den Booker Prize nominiert war. Hinzu kommen Auszeichnungen wie der Somerset Maugham Award und der Whitbread Novel Award.

Damit bekommt John Gore Studios nicht einfach fünf weitere Geistergeschichten. Das Unternehmen sichert sich einen sehr breiten literarischen Katalog, der weit über klassische Hammer-Horrorstoffe hinausgeht.

🎬 Susan Hill bleibt selbst beteiligt

Besonders wichtig ist, dass Hill ihre Werke nach dem Verkauf nicht einfach aus der Hand gibt. Sie soll aktiv an der weiteren Entwicklung des Portfolios beteiligt bleiben und bei neuen Projekten als Executive Producer auftreten.

Die kreative Entwicklung übernimmt bei John Gore Studios Chief Creative Officer Francis Hopkinson, während COO Anouska Spiers die übergreifende Portfolio- und Franchisestrategie verantwortet. Das deutet eher auf einen langfristigen Ausbau als auf einen einzelnen schnellen Film hin.

Fantasy Events Banner: Ein dunkler Krieger erhebt seine Fahne vor einem riesigen lodernden Feuer, während Funken in den Nachthimmel steigen

🦇 Hammer baut seine Zukunft auf Gothic-Stoffen

Der Schritt passt ziemlich genau zur aktuellen Ausrichtung von Hammer. Seit der Übernahme durch John Gore im Jahr 2023 arbeitet das Studio gleichzeitig an Restaurierungen seines klassischen Katalogs und an neuen Produktionen.

Hammer beschreibt sich selbst weiterhin ausdrücklich als Heimat des britischen Gothic Horrors. Mit Susan Hills Werk bekommt das Unternehmen nun einen modernen literarischen Katalog, der erstaunlich gut zu dieser Tradition passt: alte Häuser, Familiengeheimnisse, Erscheinungen, Schuld und das Gefühl, dass ein Raum plötzlich nicht mehr leer ist.

👻 Noch ist kein neuer Film bestätigt

Genau hier sollte man allerdings sauber bleiben. Weder The Man in the Picture noch Dolly, The Mist in the Mirror, The Small Hand oder Printer’s Devil Court sind bislang offiziell als neue Hammer-Produktionen angekündigt.

Diese Titel gehören lediglich zu den naheliegenden Stoffen innerhalb des nun erworbenen Katalogs. Das Studio prüft erst, welche Geschichten tatsächlich für Film, Fernsehen oder Theater entwickelt werden.

Die wichtigste Nachricht ist deshalb größer als eine einzelne Adaption: Hammer und John Gore Studios haben sich die Grundlage für eine ganze Reihe neuer Susan-Hill-Projekte gesichert.

🌑 Eine ziemlich passende Verbindung

Susan Hill schreibt Horror, der selten über Monsterzahlen oder Blutmengen funktioniert. Ihre Geschichten leben von Atmosphäre, alten Gebäuden, Erinnerung, Verlust und jenem langsamen Moment, in dem eine Figur begreift, dass sie tatsächlich nicht allein ist.

Genau darin liegt die offensichtliche Verbindung zu Hammer.

The Woman in Black hat bereits gezeigt, dass diese Kombination funktionieren kann. Jetzt liegt plötzlich ein ganzes Regal daneben.

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