Sechs Jahre für eine verfluchte Stadt: Sunken Realms öffnet heute Aedarias Tore
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Aedaria wartet noch hinter der Tür
📰 Was ist los?
Sunken Realms soll heute auf Steam erscheinen. Der Solo entwickelte Fantasy-Dungeon-Crawler führt in die verfluchte Stadt Aedaria und kombiniert 109 handgebaute Räume mit prozeduralen Läufen, Crafting und Soul Forge.
🐛 Was denken wir?
Sechs Jahre Soloarbeit und 109 Räume sind schon eine Ansage. Im Moment fehlt nur noch die tatsächliche Freischaltung – der Dungeon ist also fertig, aber der Pförtner hat offenbar noch Frühstückspause.
Manche Fantasyspiele entstehen in großen Studios, mit Teams, Producer-Ebenen und einem Organigramm, das vermutlich selbst einen Endgegner abgeben könnte. Sunken Realms hatte stattdessen sechs Jahre lang vor allem einen Namen hinter sich: Brad Warren.

Heute soll der Dungeon Crawler auf Steam erscheinen. Noch ist die Storeseite allerdings nicht freigeschaltet; Steam führt den Release für den 18. September 2026 und zeigt aktuell noch einen Countdown bis zur Öffnung. Wer also gerade schon mit gezücktem Schwert vor dem Download-Knopf steht, muss sich noch ein wenig beherrschen.
Das Spiel führt in die unterirdische Stadt Aedaria, die Jahrzehnte zuvor von den Göttern verflucht und in Dunkelheit gestürzt wurde. Seitdem gilt der Ort als verlassen, gefährlich und ziemlich zuverlässig darin, Besucher nicht wieder herauszugeben.
🏚️ Aedaria wird jedes Mal neu zusammengesetzt
Der zentrale Aufbau verbindet handgebaute Räume mit prozeduraler Anordnung. Insgesamt gibt es 109 Räume, verteilt auf sechs Gebiete. Jeder Durchlauf setzt diese Bausteine neu zusammen und verändert damit Wege, Begegnungen und Erkundung.
Das ist ein cleverer Mittelweg. Die Räume selbst können gezielt gestaltet werden, während ihre Reihenfolge genug Unsicherheit erzeugt, damit der nächste Abstieg nicht wie eine geführte Museumsrunde wirkt.
Dazu passt der Aufbau aus Oberfläche und Unterwelt. Zwischen den Läufen kehrt man ins Lager zurück, verarbeitet Materialien, schmiedet neue Ausrüstung, kocht, braut Tränke und verbessert seine Werte über die Soul Forge. Danach geht es wieder hinunter, idealerweise stärker und mit etwas mehr Wissen darüber, welcher Gang zuletzt einen ausgesprochen schlechten Eindruck hinterlassen hat.
🎬 Hinab nach Aedaria
Der Trailer zu Sunken Realms zeigt die verfluchte Unterwelt von Aedaria, Kämpfe, Erkundung und die düstere Atmosphäre des Solo entwickelten Dungeon Crawlers. Wer wissen will, woran Brad Warren sechs Jahre gearbeitet hat, bekommt hier den besten ersten Eindruck.
🔨 Crafting, Alchemie und Seelenarbeit
Sunken Realms setzt sichtbar auf Vorbereitung. Beute dient nicht nur als Zahlenfutter, sondern fließt in Waffen, Rüstung, Nahrung und Tränke ein. Gerade die Soul Forge wirkt wie das Bindeglied zwischen einzelnen Runs und langfristigem Fortschritt.
Damit bekommt das Spiel einen Rhythmus, der gut zum Dungeon-Crawler-Prinzip passt: runtergehen, überleben, Material retten, aufrüsten, wieder runtergehen. Ein erstaunlich großer Teil klassischer Fantasy lässt sich letztlich auf „diesmal besser vorbereitet ins Loch“ reduzieren.
Als Einflüsse nennt der Entwickler Outward, Hades und The Legend of Zelda. Das ist eine ziemlich breite Spannweite, ergibt aber Sinn: Überleben und Vorbereitung auf der einen Seite, wiederholte Läufe und Fortschritt auf der anderen, dazu stärkeres Abenteuergefühl und Erkundung.
🧑💻 Sechs Jahre gegen die eigene To-do-Liste
Fast ebenso interessant wie das Spiel selbst ist seine Entstehung. Brad Warren hat Sunken Realms über rund sechs Jahre im Alleingang entwickelt und im Sommer noch offen darüber berichtet, wie viele Räume, Gegneranimationen und Zwischensequenzen bis zum Release fertig werden mussten.
Allein die Zahl von 109 handgebauten Räumen zeigt, wie viel Handarbeit in dem Projekt steckt. Dazu kommen Gegner, Waffenanimationen, Storysequenzen, Crafting-Systeme und die technische Struktur hinter den zufällig angeordneten Dungeons.
Das ist genau die Art Indie-Projekt, bei der man den Release weniger als normalen Kalendereintrag wahrnimmt und mehr als den Moment, an dem jemand endlich sechs Jahre offene Tabs schließen darf.
🕯️ Heute geht es hinunter
Sobald Steam die Freigabe erteilt, beginnt der eigentliche Test: Trägt Aedaria über mehrere Runs, funktionieren die Räume trotz Neuordnung organisch und greift die Mischung aus Dungeon, Lager und Fortschritt ineinander?
Auf dem Papier bringt Sunken Realms jedenfalls genug eigene Identität mit, um zwischen den vielen heutigen Releases nicht unterzugehen. Eine verfluchte Stadt, 109 Räume und ein einzelner Entwickler sind schon mal eine ziemlich solide Ausgangslage.
Jetzt muss nur noch Steam die Kellertür aufschließen.



