Sundown: Familienrache trifft Vampirhorror: Shudder schnappt sich Rebekah McKendrys neuen Creature Feature
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Erst Racheplan, dann Vampirproblem
📰 Was ist los?
Shudder hat sich Rebekah McKendrys Sundown gesichert. Drei Generationen einer Familie treffen sich in einer abgelegenen Hütte, um einen Todesfall zu rächen, doch ihr Gefangener und dessen Angehörige bringen ein übernatürliches Problem mit, das den Abend beträchtlich komplizierter macht.
🐛 Was denken wir?
Vampire, handgemachte Effekte und ein begrenzter Schauplatz sind noch keine Erfolgsgarantie, ergeben hier aber eine ziemlich passende Kombination. Vor allem der Creature-Feature-Einschlag könnte Sundown aus der Masse moderner Vampirfilme herausheben.
Drei Generationen einer Familie, eine abgelegene Hütte und ein Gefangener, bei dem ziemlich schnell klar wird, dass hier deutlich mehr schiefläuft als ein gewöhnlicher Racheplan: Shudder hat sich die Rechte an Rebekah McKendrys neuem Horrorfilm Sundown gesichert. Der Film verbindet eine Familiengeschichte mit übernatürlichem Horror und einem klassischen Creature Feature.

Beim Beyond Fest feierte Sundown gerade seine nordamerikanische Premiere. Das Festival ordnet den Film ausdrücklich als neue Variante des Vampirmythos ein und hebt dabei handgemachte Effekte sowie den deutlichen Creature-Feature-Einschlag hervor.
🩸 Drei Generationen und ein ziemlich riskanter Racheplan
Im Mittelpunkt stehen drei Generationen einer Familie, die sich in einer abgelegenen Hütte versammeln, um den Tod eines Angehörigen zu rächen. Dafür haben sie einen Mann gefangen genommen, der für das Geschehene verantwortlich sein soll.
Wie sich denken lässt, entwickelt sich die Sache allerdings erheblich anders als geplant. Ihr Gefangener und dessen Familie sind offenbar mit etwas Übernatürlichem verbunden, und aus der sorgfältig vorbereiteten Vergeltung wird ein Kampf ums Überleben.
Damit dreht Sundown die Ausgangslage ziemlich geschickt um. Zunächst scheint eine Gruppe von Menschen die Kontrolle zu besitzen, doch je näher die Nacht rückt, desto fraglicher wird, wer in dieser Hütte eigentlich wen gefangen hält.
🧛 Der Vampirmythos bekommt wieder Zähne
Besonders interessant ist dabei, dass McKendry offenbar keinen glattpolierten modernen Vampirfilm drehen wollte. Das Beyond Fest stellt ausdrücklich die Effekte und den Creature-Feature-Charakter heraus, wodurch Sundown stärker nach handfestem Monsterkino klingt als nach romantischer Blutsauger-Melancholie.
Gerade für einen Vampirfilm ist das eine erfreuliche Richtung. Das Genre besitzt schließlich genügend Möglichkeiten zwischen gotischem Horror, körperlichem Schrecken und klassischem Monsterfilm, ohne jedes Mal dieselben alten Grabsteine umzudrehen.
🌲 Abgelegene Hütte statt düsterem Schloss
Auch der Schauplatz macht die Sache reizvoll. Die abgelegene Hütte begrenzt den Raum und zwingt Figuren und Bedrohung unmittelbar aufeinander. Ein klassisches Fluchtszenario wird damit schnell zum Kammerspiel mit sehr schlechten Aussichten auf einen entspannten Sonnenaufgang.
Familienkonflikt und Vampirhorror können sich dabei gegenseitig ordentlich antreiben. Wenn ohnehin alte Verletzungen, Trauer und Rache im Raum stehen, braucht es für schlechte Stimmung schließlich kaum noch übernatürliche Verstärkung. Die bekommt Sundown trotzdem.
🎬 Shudder greift nach dem Festivalfilm
Mit der Übernahme durch Shudder ist nun auch geklärt, dass Sundown nach seiner Festivalrunde ein größeres Genrepublikum erreichen soll. Einen konkreten Veröffentlichungstermin hat der Streamingdienst bislang allerdings noch nicht bekanntgegeben.
Der Einkauf passt ziemlich genau ins Shudder-Programm: überschaubares Szenario, klare Horroridee und ein Film, der seine Monster offenbar tatsächlich zeigen möchte. Nach der nordamerikanischen Premiere beim Beyond Fest dürfte deshalb vor allem spannend werden, wann der Vampiralbtraum regulär auf dem Streamingdienst landet.
🦇 Familienabend mit erhöhtem Blutverlust
Sundown erfindet Vampirhorror vermutlich nicht komplett neu. Die Kombination aus Familienrache, abgeschlossener Hütte, coolen Effekten und Creature Feature klingt allerdings eigenständig genug, um im inzwischen wieder ziemlich belebten Vampirgenre aufzufallen.
Und vielleicht ist es ohnehin keine besonders gute Idee, einen mysteriösen Fremden gefangen zu nehmen, bevor man geklärt hat, was dessen Familie eigentlich nach Sonnenuntergang so treibt.




