Storm Rider: Legend of Hammerhead – Waterworld aus der Balkan-KI?

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Storm Rider: Spritzwasser meets Schmalspur-CGI

📰 Was ist los?
Mit Storm Rider: Legend of Hammerhead startet im März 2026 der erste Film einer geplanten „Hydroverse-Serie“. Die Sci-Fi-Fantasy-Produktion von Zoran Lisinac und Domagoj Mazuran erzählt von einer Wasserwelt nach der Great Flood, in der eine gigantische Sturmfront die Menschheit trennt. Zwei junge Inselrebellen segeln direkt in den Sturm, um die Lügen der unsterblichen Founders von Argos aufzudecken. Gedreht wurde in Kroatien, in den Hauptrollen sind Marco Ilsø, Sarah-Sofie Boussnina, James Cosmo und Caroline Goodall zu sehen.

🐛 Was denken wir?
Storm Rider wirkt im Trailer wie der größte Sci-Fi-Fernsehfilm, den Tele 5 nie produziert hat, mit erstaunlich hübschen Bildern und Dialogzeilen, die man schon beim ersten Hören als Meme recyceln möchte. Genau diese Mischung macht es interessant: Wenn das Drehbuch die eigene Ernsthaftigkeit überlebt und die Welt wirklich trägt, könnte hier ein ehrlicher B-Movie-Geheimtipp entstehen. Wenn nicht, bleibt immer noch ein perfekter „SchleFaZ der Zukunft“, bei dem man zählt, wie oft das Wort „Storm“ in den ersten zehn Minuten fällt.

🌊 Storm Rider: Legend of Hammerhead – Waterworld aus der Balkan-KI?

„Turn the tide, chase the storm.“ – und vielleicht auch ein bisschen den guten Geschmack.
Mit Storm Rider: Legend of Hammerhead versucht ein kroatisch-britisch-amerikanisches Team, ein neues Fantasy-/Sci-Fi-Epos im Wasser zu verankern: postapokalyptische Inselwelt, ewiger Gewitterwall, junge Rebellen gegen unsterbliche Eliten. Der Trailer sieht dabei aus, als hätte jemand Waterworld, Mad Max und einen VFX-Demoserver in einen altersschwachen Film-Mixer geworfen, mit ebenso zweifelhaften wie faszinierenden Ergebnissen.


⚡ Worum es eigentlich geht – jenseits der Käsesoße

Drei Jahrhunderte nach der „Great Flood“ besteht die Erde nur noch aus Inseln, getrennt von einer gewaltigen, daueraktiven Gewitterfront, schlicht „Storm“ genannt. Die Menschen klammern sich an Felsen und Mythen, während am Horizont permanent der Weltuntergang flackert.

Die letzte Hoffnung trägt den herrlich unbescheidenen Namen Argos: eine befestigte Stadtstaat-Festung, regiert von unsterblichen Eliten, den Founders. Dorthin gelangt man nur, wenn man das tödliche Initiationsritual Storm Riding überlebt, quasi Surfen auf der Hochspannungs-Todeswand.

Im Zentrum steht Neb (Marco Ilsø, Vikings), ein Inselrebell mit Blitztrauma und Visionen, der gemeinsam mit Mitstreiterin Maia (Sarah-Sofie Boussnina) beschließt, das Offensichtliche zu tun: statt in den vermeintlichen Safe Space zu segeln, direkt in die Sturmwand hinein. Dort lauern dann Founders-Geheimnisse, manipulierter Weltverlauf und eine Geschichtsschreibung, die ungefähr so vertrauenswürdig ist wie ein Energiekonzern in einer Klimakonferenz.


🛶 Sieht aus wie: „Was, wenn Kroatien Waterworld nachdreht?“

Visuell fährt Storm Rider schwer auf:

  • echte Drehorte in Split, Hvar und Pag mit kantigen Felslandschaften,
  • darüber eine endlose VFX-Gewitterfront,
  • dazu Boote, Rüstungen, klobige Waffen und viel blau-graues Endzeitlicht.

Der Trailer verspricht „Hydroverse“ als neues Franchise-Label, also eine eigene Wasserwelt-Markenfamilie, falls das Ding tatsächlich Kasse macht. Blue Harbor hat sich die Nordamerika-Rechte gesichert, Kinostart ist für den 13. März 2026 angesetzt.

Im Netz schwankt die Tonlage:
Von „spannende Original-Sci-Fi, endlich mal ohne Marvel-Logo“ bis „sieht aus wie von einer gelangweilten KI als ‚Croatia remakes Waterworld‘-Prompt ausgespuckt“ ist alles dabei. Offiziell versteht sich der Film allerdings als „Calamari Sci-Fi“, ein Mix aus Spaghettiwestern und osteuropäischer Zukunftsparanoia. Zumindest an Selbstironie scheint es dem Projekt also nicht zu fehlen.

🎬 Offizieller Trailer

Storm Rider: Legend of Hammerhead – Official Trailer (2026)
mit Marco Ilsø und Sarah-Sofie Boussnina, bereitgestellt vom IGN Movie Trailers-YouTube-Channel.


🎯 Fantasykosmos-Fazit

Storm Rider: Legend of Hammerhead ist einer dieser Fälle, in denen man den Trailer sieht und sofort weiß: Das wird nie Oscar-Nacht, aber vielleicht ein sehr guter Genre-Abend.

Die Zutaten stimmen: originelles Setting, osteuropäische Endzeitstimmung, ein Hauch Vikings-Energie, dazu der Mut, ein eigenes Universum aufzuziehen, statt die nächste Comicmarke aufzuwärmen. Gleichzeitig trägt das Ganze eine so dicke Schicht Käsesoße, dass man schon beim ersten „Turn the tide, chase the storm“-Spruch unwillkürlich nach dem Fernbedienungs-Mute-Button tastet.

Ob das Hydroverse wirklich zum neuen Franchise-Meer wird oder nur eine hübsch beleuchtete Pfütze, entscheidet sich ab dem 13. März. Bis dahin bleibt Storm Rider vor allem eins:
Ein Lehrstück darin, wie sehr uns postapokalyptische Fantasy immer noch triggert, selbst wenn sie ein bisschen aussieht wie AI-Werbematerial für einen kroatischen Wasserpark, den es glücklicherweise nie gab.

Episches Fantasy-Banner im Stil von Gandalf: Ein weißbärtiger Zauberer blockiert mit erhobenem Stab den Weg und ruft ‚Du kannst nicht vorbei!‘. Darunter der Zusatz: ‚Es sei denn, du abonnierst unseren Newsletter!‘. Rechts unten ein glühender, magischer Button mit der Aufschrift: ‚Lass mich rein, du Narr!
Eine gewaltige Statue über einem antiken Hafen. In der Hand ein riesiges Runenschwert. Symbol für die Meilensteine der Fantasy.