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Der alte Anfang verändert bereits seine Gestalt
📰 Was ist los?
Mages und Spike Chunsoft haben den rund 20-minütigen Prolog von Steins;Gate Re:Boot veröffentlicht. Das Video zeigt neue Illustrationen, animierte Figuren und das überarbeitete Akihabara des Jahres 2010.
🐛 Was denken wir?
Die technische Aufwertung ist deutlich sichtbar, der glattere Stil wird unter Fans jedoch Diskussionen auslösen. Das Original lebte stark von seiner ungewöhnlichen, fast schmutzigen Bildsprache. Bewegung und Detailreichtum allein garantieren deshalb noch keine bessere Weltlinie. Die neue Gamma-Route liefert allerdings einen überzeugenden Grund, erneut auf Okabes Handy zu schauen.
⏳ 20 Minuten zurück ins Jahr 2010: Steins;Gate Re:Boot öffnet den Prolog seiner neuen Zeitreise
Der 28. Juli ist für Steins;Gate der Tag, an dem alles beginnt, endet und anschließend unter erheblichen Schäden am Raum-Zeit-Gefüge noch einmal beginnt. Passend zum offiziellen Steins;Gate Day haben Mages und Spike Chunsoft nun den vollständigen Prolog von Steins;Gate Re:Boot veröffentlicht.
Das Video trägt den Titel Prologue of the Beginning and the End und zeigt rund 20 Minuten aus der neu aufgebauten Visual Novel. Rintaro Okabe und Mayuri Shiina besuchen das Radio-Kaikan-Gebäude in Akihabara, eine Konferenz gerät rasch in den Hintergrund und eine scheinbar gewöhnliche Nachricht landet zu einem höchst ungewöhnlichen Zeitpunkt. Kenner wissen, welche Lawine damit ins Rollen kommt. Alle anderen dürfen live beobachten, wie ein selbst ernannter verrückter Wissenschaftler innerhalb weniger Minuten eine Weltlinie zerlegt, ohne auch nur zu ahnen, dass sein Telefon gerade Geschichte geschrieben hat.

📱 Derselbe verhängnisvolle Tag in einem neuen Akihabara
Der Prolog bietet erstmals Gelegenheit, die neue Fassung über einen längeren, zusammenhängenden Abschnitt mit dem Original von 2009 zu vergleichen. Sämtliche Figuren, Hintergründe und Ereignisbilder wurden neu gezeichnet. Akihabara orientiert sich weiterhin am Stadtbild des Jahres 2010, wurde anhand zusätzlicher Vorlagen jedoch erheblich detaillierter rekonstruiert.
Auch die Figuren bleiben während der Gespräche weniger starr. Das eingesetzte E-mote-System ergänzt Atembewegungen, wechselnde Gesichtsausdrücke und weitere kleine Animationen. Einige Ereignisbilder erhalten ebenfalls bewegte Elemente. Der Unterschied fällt natürlich sofort auf. Die ursprüngliche Visual Novel besaß einen rauen, eigenwilligen Stil mit ausgewaschenen Farben und beinahe skizzenhaften Figuren. Re:Boot wirkt sauberer, beweglicher und näher an einer modernen Anime-Produktion. Dadurch gewinnt die Inszenierung an Leben, während ein Teil der spröden visuellen Fremdartigkeit des Originals verloren geht.
Genau deshalb sind diese 20 Minuten so aufschlussreich. Ein kurzer Trailer kann mit schnellen Schnitten und großen Momenten glänzen. Der Prolog muss zeigen, ob Gesichter, Hintergründe, Textfenster und Animationen auch während eines längeren Gesprächs funktionieren. Zeitreisen beginnen schließlich selten mit einer Explosion. Meistens beginnen sie mit sehr viel Text und einem Mobiltelefon, dessen Bedienungsanleitung eine entscheidende Warnung ausgelassen hat.
⏳ Wo Anfang und Ende zusammenfallen
Der veröffentlichte Prolog zeigt rund 20 Minuten aus Steins;Gate Re:Boot – mit englischen Texten, neuen Bildern und den ersten verhängnisvollen Minuten des 28. Juli 2010.
🌀 Hinter der bekannten Geschichte wartet eine neue Weltlinie
Die Überarbeitung reicht über ihre neue Optik hinaus. Als Grundlage dient das Szenario von Steins;Gate Elite, dessen Ablauf für ein gleichmäßigeres Tempo bearbeitet wurde. Neue Dialoge und zusätzliche Erzählpassagen erweitern die Geschichte. Den größten inhaltlichen Neuzugang bildet die Gamma-Weltlinie. Dort existiert Okabes exzentrische Identität Hououin Kyouma nie. Im Labor begegnen ihm jene Menschen feindselig, die er aus anderen Weltlinien als enge Freunde kennt. Kiryu Moeka übernimmt in dieser Geschichte eine zentrale Rolle, während Okabe mit einer vollkommen anderen Version seines Lebens konfrontiert wird.
Alle japanischen Sprachaufnahmen wurden neu eingesprochen. Komponist Takeshi Abo hat außerdem den gesamten Soundtrack überarbeitet. Die Zahl der Ereignisbilder soll gegenüber der ursprünglichen Xbox-360-Fassung ungefähr verdoppelt worden sein, bei den Hintergründen spricht der Hersteller von einem Zuwachs um rund 20 Prozent. Am 20. August erscheint Steins;Gate Re:Boot zunächst für Xbox Series X|S und PC. PlayStation 5, Nintendo Switch und Switch 2 folgen im Westen am 29. Oktober. Enthalten sind japanische Sprachausgabe sowie japanische, englische und chinesische Texte.
Wer den neuen Prolog jetzt ansieht, wirft damit gewissermaßen einen Blick in die Zukunft. Bei Steins;Gate bleibt lediglich die Frage offen, ob das Video dort überhaupt zum ersten Mal veröffentlicht wurde.



