Kein StarCraft III: Blizzard macht aus StarCraft einen Open-World-Shooter

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Diesmal stehen wir selbst auf dem Schlachtfeld

📰 Was ist los?
Blizzard hat STARCRAFT angekündigt, einen neuen storygetriebenen Open-World-Shooter im Koprulu-Sektor. Das Spiel soll im Frühjahr 2030 erscheinen. Plattformen und weitere Gameplay-Details wurden bislang nicht genannt.

🐛 Was denken wir?
Der Perspektivwechsel ist spannend. StarCraft besitzt seit Jahrzehnten eine Welt, die sich hervorragend für direkte Erkundung, große Schlachten und politische Science-Fiction eignet. Entscheidend wird sein, ob Blizzard die offene Welt wirklich mit der starken Identität des Universums füllt und daraus mehr macht als einen Shooter mit bekanntem Namen.

Nach Jahren voller Gerüchte und Hoffnungen ist StarCraft tatsächlich zurück. Blizzard hat auf der BlizzCon 2026 ein komplett neues Spiel angekündigt, allerdings nicht als klassischen Echtzeitstrategie-Nachfolger, sondern als storygetriebenen Open-World-Shooter.

Ein Mann steht in einem futuristischen Hangar vor einer gewaltigen roten Terran-Kampfrüstung aus dem neuen StarCraft.
STARCRAFT kehrt zurück – diesmal aus nächster Nähe: Der neue Titel führt direkt in die Kriegsmaschinen und Konflikte des Koprulu-Sektors. © Blizzard Entertainment

Das neue Projekt trägt schlicht den Titel STARCRAFT und soll im Frühjahr 2030 erscheinen. Blizzard selbst spricht von einer „neuen Ära“ für die Marke und schickt Spieler erneut in den Koprulu-Sektor, diesmal aber mitten hinein ins Geschehen statt über Schlachtfelder hinweg.

🚀 Der Koprulu-Sektor wird zur offenen Welt

Der größte Bruch liegt sofort auf der Hand: STARCRAFT verabschiedet sich zumindest für dieses Projekt vom klassischen RTS-Prinzip und setzt stattdessen auf eine offene Spielwelt.

Blizzard beschreibt das Projekt ausdrücklich als Open-World-Shooter, während Gematsu zusätzlich von einer story-driven Ausrichtung spricht. Damit dürfte die Geschichte eine deutlich größere Rolle spielen als in einem reinen Missionsshooter.

Wie groß die Welt tatsächlich ausfällt, welche Regionen besucht werden und ob Spieler zwischen Planeten wechseln können, hat Blizzard noch nicht erklärt.

🎬 Dominion: StarCraft kehrt zurück

Der erste Cinematic-Trailer zu STARCRAFT führt zurück in den Koprulu-Sektor und stellt das Dominion in den Mittelpunkt der neuen Geschichte.

🛡️ Das Dominion steht im Zentrum der ersten Bilder

Der erste Cinematic-Trailer trägt den Titel „Dominion“ und rückt klar die menschliche Seite des StarCraft-Universums in den Mittelpunkt.

Blizzards Begleittext spricht von den „Söhnen und Töchtern des Dominion“, die in der Vergangenheit die Linie gehalten und Opfer gebracht haben. Nun soll die nächste Generation diesen Kampf weiterführen.

Damit deutet Blizzard zumindest an, dass die Geschichte eng mit dem terranischen Dominion verknüpft sein wird. Ob Spieler tatsächlich einen Marine, Ghost oder eine komplett neue Figur übernehmen, ist bislang noch offen.

🌌 Kein StarCraft III – und genau das ist der Punkt

Die vielleicht wichtigste Erwartungskorrektur lautet: STARCRAFT ist nicht StarCraft III. Blizzard spricht bewusst von einem neuen, eigenständigen Spiel innerhalb des Universums. Damit bekommt die Marke erstmals seit langer Zeit wieder ein großes Projekt, ohne die klassische Strategieformel fortzusetzen.

Das ist ein deutlicher Richtungswechsel – und vermutlich auch der Versuch, das Universum für Spieler zu öffnen, die mit Echtzeitstrategie wenig anfangen können.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

👾 Terraner, Zerg und Protoss bieten genug Stoff

Konkrete Fraktionen, Gegner oder spielbare Spezies hat Blizzard noch nicht bestätigt. Der Koprulu-Sektor liefert dafür allerdings ohnehin genug Material: Terraner, Zerg, Protoss und zahlreiche kleinere Fraktionen könnten problemlos unterschiedliche Regionen, Missionen und Konflikte tragen.

Gerade in einer offenen Welt wäre es spannend, wie stark Blizzard die bekannten Fraktionen wirklich räumlich und spielerisch voneinander trennt. Ein terranischer Industrieplanet müsste sich schließlich völlig anders anfühlen als ein von Zerg überwuchertes Gebiet oder eine Protoss-Welt.

Bislang bleibt das allerdings Spekulation.

🎯 Story statt bloßer Dauerfeuer-Schlacht

Dass Gematsu den Titel ausdrücklich als story-driven beschreibt, ist ein wichtiger Hinweis. StarCraft war schon immer mehr als nur Einheitenproduktion und Rush-Taktik – Figuren wie Raynor, Kerrigan, Artanis oder Mengsk haben die Marke jahrzehntelang getragen.

Ein Open-World-Shooter könnte genau diese erzählerische Seite stärker in den Vordergrund stellen. Statt Missionen aus der Vogelperspektive zu kommandieren, könnte man politische Konflikte, zerstörte Kolonien und Kriegsfolgen direkt erleben.

Das Potenzial dafür ist jedenfalls gewaltig.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🕰️ Bis 2030 ist allerdings noch reichlich Zeit

Der Haken ist offensichtlich: Frühjahr 2030 liegt weit entfernt. Plattformen, Gameplay-Systeme, Perspektive, Multiplayer, Klassen, Missionsstruktur und große Teile der Geschichte sind noch unbekannt. Blizzard hat im Moment vor allem das Grundkonzept und die Richtung vorgestellt.

Das erklärt auch, warum der erste Trailer rein cineastisch bleibt. Bis wir echtes Gameplay sehen, dürfte noch einige Zeit vergehen.

🔭 Eine neue Ära für StarCraft

Blizzard selbst überschreibt die Ankündigung mit „A New Era of StarCraft“. Das klingt weniger nach einem kleinen Spin-off als nach einem bewussten Neustart der Marke als aktives Großprojekt.

Ob daraus später zusätzlich wieder klassische Strategie entsteht, ist völlig offen. Für den Moment steht aber fest: StarCraft ist wieder da – nur in einer Form, mit der viele vermutlich nicht gerechnet haben.

Und nach all den Jahren darf man dem Koprulu-Sektor wohl verzeihen, wenn er diesmal nicht aus der Vogelperspektive betrachtet werden möchte.

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