Star Trek: 13 Jahre auf der Voyager. Jetzt feuern sogar die Torpedos

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🖖 13 Jahre Dienst auf der Voyager

📰 Was ist los?
Daniel Korican baut seit 13 Jahren die USS Voyager aus Star Trek nach. Jetzt kann sein virtuelles Raumschiff deutlich mehr als gut aussehen: Phaser funktionieren, Torpedos fliegen und sogar der Delta Flyer lässt sich samt begehbarem Innenraum steuern. Ein einstündiges Video zeigt die erstaunlichen Fortschritte des Fanprojekts.

🐛 Was denken wir?
Captain Janeway brauchte sieben Jahre, um die Voyager nach Hause zu bringen. Daniel Korican verbringt inzwischen fast die doppelte Zeit damit, sie wieder startklar zu machen. Und das weitgehend allein! Wir würden ihn ja zum Chefingenieur ernennen, aber vermutlich käme er dann vor lauter Besprechungen überhaupt nicht mehr zum Programmieren.

Dreizehn Jahre lang an einem einzigen Raumschiff arbeiten? Für Daniel Korican ist das offenbar eine völlig vernünftige Freizeitbeschäftigung. Seit 2013 rekonstruiert der Entwickler die legendäre USS Voyager aus Star Trek: Voyager mit einer Detailversessenheit, die selbst Captain Janeway Respekt abverlangen dürfte. Inzwischen lässt sich das Schiff nicht mehr nur besichtigen. Es kann auch schießen, und seine Shuttles heben tatsächlich ab.

Screenshot aus dem Star Trek Voyager Game Project: Der Delta Flyer steht im detailreich nachgebauten Shuttlehangar der USS Voyager, umgeben von mehreren weiteren Shuttlefahrzeugen.
Der Delta Flyer und weitere Raumfahrzeuge im aufwendig rekonstruierten Shuttlehangar der USS Voyager. Daniel Korican arbeitet seit 13 Jahren an seinem außergewöhnlichen Star Trek Voyager Game Project. Bild: Daniel Korican / Brainbox / STVGP.

Das Star Trek Voyager Game Project (STVGP) hat einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht. In einem rund einstündigen Entwicklungsvideo präsentiert Korican, in der Fangemeinde als Brainbox bekannt, erstmals umfangreichere Spielmechaniken. Seine virtuelle Voyager entwickelt sich damit zunehmend zu dem Videospiel, von dem viele Trekkies seit Jahrzehnten träumen.

🚀 Dreizehn Jahre für ein Stück Sternenflottengeschichte

Als Korican 2013 mit seiner Arbeit begann, hatte er eine gewaltige Aufgabe vor sich: die USS Voyager möglichst originalgetreu in einer dreidimensionalen Spielwelt nachzubauen. Brücke, Maschinenraum, Quartiere, Korridore, Frachträume und zahlreiche weitere Bereiche sollten zu einem zusammenhängenden Raumschiff werden.

Inzwischen sind große Teile der Außenhülle und des Innenlebens in der Unreal Engine 5 entstanden. Der Detailreichtum reicht von bekannten Schauplätzen der Fernsehserie bis zu technischen Einrichtungen, die Zuschauer gewöhnlich nur für wenige Sekunden zu Gesicht bekamen. Nun bekommt die bislang überwiegend virtuelle Museumsbesichtigung eine völlig neue Dimension.

🖖 Star Trek Voyager Game Project – Neue Gameplay-Einblicke

13 Jahre Entwicklungsarbeit an der USS Voyager: Daniel Korican zeigt funktionierende Phaser, Torpedos, begehbare Schiffsräume und den steuerbaren Delta Flyer.

Video: Daniel Korican / Brainbox – Star Trek Voyager Game Project (STVGP)

🔫 Phaser, Torpedos und ein Holodeck zum Austoben

Im aktuellen Video bewegt sich ein vorläufiges Androidenmodell erstmals aus der Third-Person-Perspektive durch das Schiff. Dabei demonstriert Korican verschiedene Waffen und Funktionen, die bereits innerhalb seiner Spielwelt arbeiten.

In der sogenannten Hazard Team Shooting Gallery lassen sich Typ-2-Phaser, Pulsgewehre und der Infinity Modulator ausprobieren. Letzterer besitzt sogar eine Physikfunktion, die an die berühmte Gravity Gun aus Half-Life erinnert. Auf dem Holodeck können die Waffen ebenfalls eingesetzt werden.

Auch die Voyager selbst hat inzwischen Zähne bekommen. Aus einem Kontrollraum lassen sich Torpedos abfeuern, wodurch erstmals ein Vorgeschmack auf mögliche Raumschiffkämpfe entsteht.

🛸 Mit dem Delta Flyer durch den Weltraum

Besonders eindrucksvoll ist der Fortschritt bei den Shuttlefahrzeugen. Mehrere Modelle lassen sich bereits steuern und durch den Weltraum bewegen. Auch an bekannten Sternenflottenfahrzeugen wie der Galileo und der kleinen Voyager Workbee wird gearbeitet.

Das eigentliche Schmuckstück ist allerdings der Delta Flyer. Das aus der Serie bekannte Spezialshuttle verfügt über einen begehbaren Innenraum und kann mittlerweile eigenständig geflogen werden. Sogar seine Bewaffnung funktioniert bereits.

Damit entsteht allmählich die Vorstellung einer Spielwelt, in der man durch die Gänge der Voyager läuft, den Hangar betritt, ein Shuttle besteigt und anschließend tatsächlich ins All startet. Für viele Fans dürfte genau das ein lang gehegter Traum sein.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🖖 Ein Liebesbrief an Star Trek – mit offenem Ausgang

Trotz der beeindruckenden Fortschritte befindet sich das Projekt weiterhin mitten in der Entwicklung. Korican weist selbst darauf hin, dass die Charaktersteuerung, das Flugverhalten und verschiedene Partikeleffekte noch technische Probleme bereiten. Auch der Delta Flyer soll überarbeitet werden und unter anderem neue Innenraumtexturen erhalten.

Eine öffentliche spielbare Version oder einen Veröffentlichungstermin gibt es bislang nicht. Ob und in welcher Form aus der jahrelangen Arbeit irgendwann ein frei zugängliches Spiel wird, bleibt daher offen.

Der Reiz dieses Projekts geht allerdings längst über die Frage einer möglichen Veröffentlichung hinaus. Hier arbeitet ein Mensch seit mehr als einem Jahrzehnt daran, ein Raumschiff aus seiner Lieblingsserie möglichst vollständig zum Leben zu erwecken. Jeder neue Korridor, jedes funktionierende Bedienfeld und jeder erfolgreiche Shuttleflug bringt ihn seinem Ziel ein kleines Stück näher.

Und vielleicht liegt darin eine der schönsten Seiten der Fankultur: Manche Menschen lieben eine fantastische Welt so sehr, dass sie irgendwann beschließen, sie selbst zu bauen.

Die USS Voyager hat ihren Weg nach Hause längst gefunden. Daniel Korican sorgt dafür, dass wir eines Tages selbst an Bord gehen können.

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