Spielberg übernimmt bei Transformers wieder kreative Führung – G.I.-Joe-Crossover ist tot

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🤖 Spielberg schaut bei den Autobots wieder genauer hin.

📰 Was ist los?
Steven Spielberg übernimmt beim achten Transformers-Live-Action-Film wieder deutlich mehr kreative Verantwortung. Gemeinsam mit Lorenzo di Bonaventura soll er sämtliche kreativen Aspekte des Projekts überwachen, während Jason Fuchs das Drehbuch schreibt. Gleichzeitig hat Paramount das lange vorbereitete Transformers/G.I.-Joe-Crossover gestrichen.

🐛 Was denken wir?
Das ist tatsächlich eine interessante Kurskorrektur. Spielberg allein garantiert natürlich keinen guten Transformers-Film, aber eine klarere kreative Führung kann dieser Reihe kaum schaden. Noch wichtiger finde ich fast, dass Paramount das Crossover begräbt: Beide Marken sollten erst einmal beweisen, dass sie alleine wieder einen richtig guten Film tragen können.

Bei Transformers wird offenbar wieder stärker von ganz oben gesteuert. Steven Spielberg übernimmt beim kommenden achten Live-Action-Film eine deutlich größere kreative Rolle und soll gemeinsam mit Produzent Lorenzo di Bonaventura sämtliche kreativen Aspekte des Projekts überwachen.

Steven Spielberg sitzt während der San Diego Comic-Con 2017 mit einem Mikrofon auf der Bühne.
Steven Spielberg übernimmt beim kommenden Transformers-Film wieder deutlich mehr kreative Verantwortung. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0, Ausschnitt.

Gleichzeitig räumt Paramount eine zweite jahrelange Baustelle ab. Das nach Transformers: Rise of the Beasts vorbereitete Crossover mit G.I. Joe wird nicht mehr weiterverfolgt. Beide Marken gehen damit vorerst wieder getrennte Wege.

🎬 Spielberg rückt bei Transformers wieder näher ans Steuer

Spielberg bleibt beim achten Transformers-Film Executive Producer, soll diesmal allerdings wesentlich stärker in die tatsächliche Entwicklung eingreifen. Gemeinsam mit Lorenzo di Bonaventura wird er die kreative Ausrichtung des gesamten Live-Action-Projekts überwachen.

Damit bekommt das Franchise nach mehreren Kurswechseln wieder eine ungewöhnlich klare kreative Spitze. Ein Regisseur steht bislang noch nicht fest, während Jason Fuchs das Drehbuch schreibt.

Gerade die Formulierung zur kreativen Kontrolle ist interessant. Spielberg trägt seinen Produzententitel bei Transformers schließlich schon lange, diesmal soll daraus jedoch wieder deutlich mehr praktische Einflussnahme auf Ton, Ausrichtung und Entwicklung des Films werden.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

⚙️ Der achte Film soll wieder näher an die frühen Transformers rücken

Paramount möchte den neuen Film offenbar stärker am Ton der früheren Live-Action-Abenteuer ausrichten, bei denen Spielberg ebenfalls intensiver beteiligt war. Damit deutet sich zumindest kreativ eine Rückbesinnung auf jene Phase an, in der gigantische Roboter, menschliche Figuren und großes Katastrophenkino wesentlich enger miteinander verzahnt waren.

Über die eigentliche Handlung hält sich das Studio bislang zurück. Der Film soll in der Gegenwart spielen, weitere Details zu Autobots, Decepticons oder möglichen Rückkehrern werden derzeit noch unter Verschluss gehalten.

Damit bleibt auch offen, wie groß der Neustart tatsächlich ausfallen wird. Nach Bumblebee und Transformers: Rise of the Beasts besitzt die Live-Action-Reihe inzwischen genügend unterschiedliche Ansätze, um aus „zurück zu den Wurzeln“ mehrere ziemlich verschiedene Filme bauen zu können.

🚫 Transformers und G.I. Joe werden wieder getrennt

Deutlich eindeutiger ist die zweite Nachricht. Das geplante Crossover zwischen Transformers und G.I. Joe ist vom Tisch. Die Verbindung war am Ende von Transformers: Rise of the Beasts ziemlich unverhohlen vorbereitet worden. Noah Diaz wird dort mit einer Organisation namens G.I. Joe konfrontiert, womit Paramount praktisch das nächste große Hasbro-Crossover auf die Leinwand geschrieben hatte.

Daraus wird nun nichts mehr. Paramount hat die beiden Filmreihen wieder voneinander gelöst und entwickelt G.I. Joe eigenständig weiter.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🪖 G.I. Joe bekommt stattdessen seinen eigenen Neustart

Für G.I. Joe bedeutet das allerdings keineswegs Stillstand. Paramount arbeitet bereits an einem neuen eigenständigen Film mit Danny McBride, womit die Militär-Actionmarke unabhängig von Optimus Prime und seinen Kollegen neu positioniert werden soll.

Die Entscheidung ergibt durchaus Sinn. Ein gemeinsames Universum funktioniert nur dann, wenn beide Seiten genügend Eigengewicht besitzen. Transformers sucht selbst noch nach einer stabilen Richtung, während G.I. Joe im Kino seit Jahren auf einen überzeugenden Neustart wartet.

Ein großes Crossover hätte dadurch ziemlich schnell wie der Versuch wirken können, zwei offene Franchise-Baustellen miteinander zu verbinden und darauf zu hoffen, dass daraus automatisch ein Wolkenkratzer entsteht.

🔄 Paramount baut seine Hasbro-Marken neu auseinander

Interessant ist deshalb weniger der abgesagte einzelne Film als die größere Strategie dahinter. Paramount trennt zwei Marken wieder voneinander, deren gemeinsame Zukunft bereits öffentlich vorbereitet worden war. Gleichzeitig bekommt Transformers mit Spielberg eine stärkere kreative Führung.

Das deutet auf einen wesentlich vorsichtigeren Umgang mit dem Franchise hin. Nach sieben Live-Action-Filmen braucht Transformers inzwischen kaum noch größere Versprechen oder neue Universen. Entscheidend ist erst einmal wieder ein Film, bei dem Konzept, Figuren und gigantische Roboter gemeinsam funktionieren.

Spielbergs stärkere Beteiligung ist dafür zumindest ein interessantes Signal. Ob daraus tatsächlich eine neue Hochphase entsteht, hängt natürlich davon ab, welche konkrete Geschichte Jason Fuchs entwickelt und wer schließlich auf dem Regiestuhl landet.

🤖 Spielberg ist für Transformers mehr als nur ein großer Name

Dass ausgerechnet Spielberg stärker zurückkehrt, hat dabei eine gewisse Logik. Seine Vorstellung von großem Unterhaltungskino verbindet Spektakel traditionell mit Figuren, Staunen und klaren emotionalen Ankern – genau jene Mischung, die Transformers in seinen besseren Momenten hervorragend beherrscht.

Die Reihe braucht vermutlich keinen komplizierteren Mythologieplan und auch nicht sofort den nächsten Versuch eines riesigen Hasbro-Filmuniversums. Ein guter Film über riesige außerirdische Roboter wäre für den Anfang schon eine ziemlich überzeugende Strategie.

Dass Paramount gleichzeitig das G.I.-Joe-Crossover streicht, wirkt deshalb fast wie die zweite Hälfte derselben Entscheidung: erst die einzelnen Marken wieder stabilisieren, dann kann man irgendwann erneut darüber reden, wer mit wem gemeinsam die Welt retten darf.

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