Soulfly – Chama (Review)

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🔥 Soulfly – Chama: Drei Jahrzehnte volle Flamme und null Asche

Soulfly sind inzwischen so etwas wie das Lagerfeuer des modernen Metals: Altbekannt, zuverlässig und trotzdem immer wieder gefährlich nah dran, einen Waldbrand zu entfachen. Chama (portugiesisch für „Flamme“) ist das dreizehnte Studioalbum von Max Cavalera und seiner Truppe und beweist, dass Alter kein Gradmesser für Lautstärke und Aggression ist. Dreißig Jahre nach dem Sepultura-Exodus lodert das Feuer noch immer, und diesmal wird nicht gezündelt, sondern eine fette Brandschneise gelegt.

🎧 Was erwartet dich?

  • Genre: Groove Metal, Thrash Metal, Death Metal mit Tribal-Elementen
  • Vergleichbar mit: Sepultura nach Zimmerbrand, Machine Head ohne Filter, Prong im Urwald
  • Klangfarbe: Heiß, trocken, wuchtig, eine brennende Mischung aus rhythmischer Gewalt, Dschungel-Percussion und maximaler Raserei

Highlights:

  • Storm the Gates – Der perfekte Opener: Alles fliegt, alles brennt. Max brüllt, als wolle er die Sintflut zurückrufen und der Groove sitzt wie ein glühender Faustschlag.
  • Nihilist – Eine groovende Abrissbirne mit Hardcore-Seele. Todd Jones (Nails) verleiht dem Song ein zusätzliches Maß an Chaos, das direkt in den Nacken geht.
  • Chama – Der Titeltrack bündelt das ganze Album in einem Song: Brüllende Wut, polternde Drums, tribalische Übergänge. Wie ein Feuersturm, der sich selbst applaudiert. Verdientermaßen.

🏰 Besondere Momente

  • Cavalera-Dynastie in Flammen – Max produziert gemeinsam mit Sohn Zyon: zwei Generationen, ein innerfamiliärer Flächenbrand.
  • Kurz, aber zerstörerisch – 33 Minuten, keine Atempause, keine Balladen. Alles zwischen Orkan und Lavafluss.
  • Tribal-Erbe bleibt lebendig – das traditionelle Instrumental Soulfly XIII ist wieder da, ein Moment der Stille mitten im Inferno.
  • Kollateralschaden inklusiveBlack Hole Scum und Favela / Dystopia mögen sich ähneln, aber Cavaleras Stimme rettet beide vor dem Untergang.

🪓 Fazit

Max Cavalera gründete Soulfly 1997 nach seinem legendären Abgang bei Sepultura, und seitdem bleibt das Projekt sein persönlicher Vulkan. Mit Chama liefert er das 13. Album ab. Gastauftritte von Dino Cazares (Fear Factory) und Gabe Franco (Unto Others) zeigen, dass das Feuer auch über die Genregrenzen hinaus lodert.

Chama ist kein Rückblick, sondern eine Bestandsaufnahme mit Brandblasen: Soulfly klingen frischer, bissiger, lebendiger als viele aktuelle Jungspunde aus der Sektion Krawall mit Metall. Die Platte fräst sich durch 33 kurzweilige Minuten und das natürlich ohne Rücksicht. Ein Ritual aus Groove, Wut und pyromanischer Leidenschaft. Wer hier keine Flammen vor dem geistigen Auge sieht, hört wahrscheinlich nur mit halber Lautstärke.

Max Cavalera im Ritualfeuer: Das Chama-Cover zeigt eine tribalische Gestalt vor lodernden Flammen – Sinnbild für Soulflys ungebrochene Energie und das zerstörerische Element des neuen Albums.
Künstler:Soulfly
Albumtitel:Chama
Erscheinungsdatum:24. Oktober 2025
Genre:Groove Metal/ Thrash Metal / Death Metal
Label:Nuclear Blast Records
Spielzeit:ca. 32 Minuten

Indigenous Inquisition
Storm the Gates
Nihilist
No Pain = No Power
Ghenna
Black Hole Scum
Favela / Dystopia
Always Was, Always Will Be…
Soulfly XIII
Chama

🎬 Offizielles Video

Offizielles Musikvideo zu „No Pain = No Power“ – vom neuen Album Chama. Bereitgestellt vom offiziellen Soulfly YouTube Channel:

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