Überwachungskameras im Horrorpark: Slayground zeigt erstmals sein wahres Gesicht

🧐 Im Fantasykosmos suchen

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Wenn der Horropark zurückstarrt

📰 Was ist los?
Jeremy Saulniers bisher als October bekanntes A24-Projekt heißt jetzt Slayground. Ein erster Teaser läuft bereits im Kino und zeigt überwiegend Überwachungskameraaufnahmen aus der titelgebenden Haunted Attraction.

🐛 Was denken wir?
Die Umbenennung funktioniert erstaunlich gut. October klang atmosphärisch, Slayground klingt nach einem Ort, an dem jemand die Sicherheitsvorschriften sehr kreativ ausgelegt hat.

Jeremy Saulniers neuer Horrorfilm hat endlich einen Namen. Und der klingt deutlich weniger herbstlich als vorher. Das bislang unter dem Arbeitstitel October bekannte A24-Projekt heißt jetzt offiziell Slayground. Der neue Titel wurde nicht einfach per Pressemitteilung enthüllt, sondern über einen überraschend vor Resident Evil geschalteten Teaser, der derzeit ausschließlich im Kino läuft.

Mehrere körnige Schwarzweiß-Überwachungskameraaufnahmen zeigen verschiedene Bereiche einer Horrorattraktion mit dunklen Gängen, Besuchern, Störbildern und statischem Rauschen.
Slayground setzt schon im ersten Teaser auf Überwachungskamera-Horror: Die titelgebende Attraktion wirkt zunehmend wie ein Ort, an dem die Grenzen zwischen Show, Überwachung und echter Gefahr verschwimmen.
© A24 / Slayground

Das Material setzt vor allem auf Überwachungskameraaufnahmen aus einer Haunted Attraction. Menschen bewegen sich durch dunkle Gänge, Beobachtungsperspektiven wechseln, und alles wirkt sehr schnell so, als sei diese Attraktion nicht mehr vollständig unter der Kontrolle ihrer Betreiber.

👁️ Horror aus der Überwachungsperspektive

Der erste Teaser verrät bewusst wenig, aber genau das funktioniert hier. Statt große Monster oder einen vollständigen Plot aufzubauen, zeigt A24 überwiegend scheinbar nüchterne Security-Cam-Bilder. Dadurch wirkt die Horrorattraktion zunächst wie ein künstlicher Ort, der Menschen erschrecken soll – bis ziemlich schnell der Eindruck entsteht, dass die Grenze zwischen Show und echter Gefahr verschwimmt.

Der Titel Slayground passt damit deutlich direkter zum Film als October. Er bezeichnet genau jene Attraktion, in der die Hauptfigur arbeitet und die offenbar zum zentralen Schauplatz wird.

Dass A24 den Namen erst jetzt mit dem ersten Teaser enthüllt, wirkt fast wie Teil der Kampagne: Erst verschwindet der alte Arbeitstitel, dann taucht plötzlich ein neues Horrorlogo vor einem Kinofilm auf.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🏃 Ein Verdächtiger auf der Flucht

Inhaltlich geht es um einen Mann, der zum Hauptverdächtigen eines Massakers wird. Die von Cory Michael Smith gespielte Figur entkommt aus Polizeigewahrsam und versucht anschließend, ihre Unschuld zu beweisen. Gleichzeitig wird sie Ziel einer groß angelegten Fahndung.

Das macht Slayground deutlich mehr zu einem Fluchtthriller als zu einem klassischen Haunted-House-Film. Die Horrorattraktion bildet den zentralen Ort, aber Saulnier verbindet ihn offenbar mit einem Verfolgungsplot und einer Geschichte über Verdacht, Flucht und Kontrollverlust.

Gerade diese Mischung klingt sehr nach Saulnier: Menschen geraten in eine Lage, die zunächst realistisch beginnt und dann immer härter, enger und unangenehmer wird.

🎃 Halloween ohne romantische Herbststimmung

Das Projekt wurde bereits zuvor als Halloween-Fugitive-Thriller beschrieben. Der alte Titel October war dafür sehr direkt. Slayground verschiebt den Fokus stärker auf den zentralen Ort und dessen Gewaltpotenzial. Laut World of Reel blieb der Film lange unter dem alten Namen in Produktion beziehungsweise Postproduktion; die Umbenennung ist also kein kleiner frühzeitiger Arbeitstitelwechsel, sondern eine späte Neupositionierung.

Ein offizieller Kinostart fehlt weiterhin. Die aktuell laufende Kampagne deutet aber darauf hin, dass A24 langsam beginnt, den Film wirklich nach außen zu öffnen. Die offizielle Website ist live, ein Countdown läuft, und der erste Teaser ist im Kino.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🎭 Ein sehr starkes Ensemble

Auch der Cast ist längst ziemlich prominent. Neben Cory Michael Smith spielen Chase Sui Wonders, Sophie Wilde, Young Mazino, Stephen Root, James Badge Dale, Matty Matheson und Imogen Poots mit.

Gerade Poots ist dabei eine interessante Rückkehr in Saulniers Umfeld. Sie spielte bereits in Green Room, einem Film, der ebenfalls davon lebte, Menschen an einem abgeschlossenen Ort zunehmend jede sichere Option zu nehmen. A24 beschreibt Green Room bis heute genau über dieses Gefangensein in einer eskalierenden Situation.

Slayground scheint dieses Prinzip nun in eine völlig andere Umgebung zu verschieben: weniger Backstage-Raum, mehr Horrorattraktion, Überwachungskameras und Flucht.

🎬 Der Teaser bleibt vorerst im Kino

Wer das neue Material sehen will, hat aktuell ein kleines Problem: A24 hat den Teaser bislang nicht offiziell online gestellt. Bloody Disgusting bestätigt ausdrücklich, dass er derzeit nur vor Resident Evil-Vorstellungen läuft. Online kursiert zwar bereits abgefilmtes Material, das ist aber kein offizieller Upload.

Für den Artikel heißt das: kein Videoblock, solange A24 den Teaser nicht selbst veröffentlicht. Das ist in diesem Fall aber fast passend. Ein Horrorfilm über Überwachungskameras, dessen erstes Material nur Menschen im Kino sehen, hat zumindest bereits verstanden, wie man ein bisschen Geheimnis bewahrt.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,
Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.