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Das Rauschen bekommt endlich Zeit
📰 Was ist los?
Konami hat knapp 19 Minuten Gameplay zu Silent Hill: Townfall veröffentlicht. Zu sehen sind St. Amelia, Zoe Ellis’ Haus, der CRTV, Schleichen, Kämpfe und ein längerer Abschnitt aus dem Otherworld.
🐛 Was denken wir?
Das lange Format tut dem Spiel enorm gut. Erst jetzt erkennt man, dass der CRTV mehr ist als ein netter Retro-Gag und wie stark Screen Burn auf vorsichtiges Erkunden und unangenehme Ruhe setzt. Wenn ein Fernseher durch Wände sehen kann, sollte man allerdings grundsätzlich misstrauisch werden.
📡 Der Fernseher rauscht, das Monster wartet: Silent Hill: Townfall zeigt 19 Minuten echten Horror
Bei Silent Hill war ein rauschendes Radio noch nie ein gutes Zeichen. In Silent Hill: Townfall hat jemand beschlossen, dass ein kleines tragbares Fernsehgerät dieses Problem erheblich moderner lösen könnte.

© Konami Digital Entertainment / Annapurna Interactive / Screen Burn Interactive
Konami hat jetzt fast 19 Minuten zusammenhängendes Gameplay aus dem kommenden Psychohorrorspiel veröffentlicht. Zu sehen sind mehrere längere Abschnitte aus St. Amelia, darunter Straßen und Häuser im Shorefront-Gebiet, Zoe Ellis’ Wohnung sowie Simons späterer Abstieg in die deformierte Gegenwelt des Ortes. Wer bisher vor allem kurze Trailer kannte, bekommt damit erstmals ein ordentliches Gefühl dafür, wie sich Townfall tatsächlich bewegt.
Und Bewegung ist hier ein interessantes Wort. Denn die meiste Zeit wäre hektische Betriebsamkeit vermutlich eine ausgezeichnete Methode, sehr schnell tot zu sein.
📺 Aus dem Radio wird ein sehr schlechter Fernsehempfang
Der auffälligste Gegenstand bleibt der CRTV, ein kleiner analoger Fernseher, den Simon vor sich halten und auf verschiedene Signale abstimmen kann. Das Gerät übernimmt die Grundidee des klassischen Silent-Hill-Radios und baut sie deutlich aus.
Der Fernseher warnt vor Gefahren, liefert Hinweise und macht Gegner teilweise durch Wände sichtbar. Gleichzeitig spielt er eine Rolle bei Rätseln und bei der Rekonstruktion dessen, was in St. Amelia geschehen ist. Screen Burn verbindet damit gleich mehrere Ebenen des Spiels in einem einzigen Gegenstand.
📺 19 Minuten schlechte Empfangsbedingungen
Der neue Gameplay-Trailer zu Silent Hill: Townfall zeigt fast 19 Minuten aus St. Amelia: Erkundung, Rätsel, den CRTV, erste Gegner und einen längeren Abstecher in den Otherworld. Wer danach noch freiwillig einen alten Taschenfernseher einschaltet, besitzt entweder Mut oder erstaunlich schlechte Erfahrungen mit Elektronik.
Das passt ziemlich gut zu einem Studio, das schon bei Stories Untold und Observation eine bemerkenswerte Vorliebe für alte Bildschirme, Interfaces und Technik hatte. Ein flackernder Fernseher ist hier deshalb weit mehr als Retrodekoration.
Er ist dein Frühwarnsystem. Leider warnt er dich meistens vor Dingen, die trotzdem kommen.
🚪 Manchmal ist die beste Waffe eine geschlossene Tür
Der lange Ausschnitt zeigt auch deutlicher, wie stark Townfall zwischen Erkundung, Schleichen und direkter Konfrontation wechselt. Simon besitzt Waffen, doch Kämpfen soll ausdrücklich nicht immer die klügste Lösung sein.
Bei der ersten längeren Begegnung versucht er zunächst, eine Kreatur zu umgehen. Der CRTV hilft dabei, ihre Position einzuschätzen. Als das schiefgeht, endet die Situation mit improvisiertem Nahkampf und einer ziemlich wenig vertrauenerweckenden Holzplanke.
Später sieht die Lage etwas bewaffneter aus. Mit einer Pistole betritt Simon den Otherworld von St. Amelia, wo vertraute Gebäude in enge, verrostete und zunehmend unmögliche Räume kippen. Genau dort spielt die First-Person-Perspektive ihre Stärke aus: Türen, Ecken und schmale Korridore nehmen dem Spieler permanent Sicht.
Der Schrecken steht also häufig wenige Meter entfernt. Man sieht ihn bloß erst, wenn die persönliche Entscheidungskette bereits einige Probleme enthält.
🌫️ 19 Minuten zeigen endlich das Tempo
Genau deshalb ist dieses Video interessanter als ein weiterer Zwei-Minuten-Trailer. Kurze Trailer können Nebel, Monster und spektakuläre Bilder zeigen. Neunzehn Minuten müssen dagegen verraten, wie lange ein Spiel still sein kann, bevor etwas passiert.
Townfall lässt sich dabei erstaunlich viel Zeit. Simon durchsucht Räume, liest Hinweise, hantiert mit Schaltern und folgt den Signalen seines CRTV. Das Spiel scheint stark darauf zu setzen, dass die Umgebung selbst unangenehm wird, bevor überhaupt ein Gegner auftaucht.
Damit wirkt die Ego-Perspektive weniger wie ein modischer Umbau der Reihe als wie ein Werkzeug für genau diese Art von Horror. Man schaut näher hin, tastet Räume systematischer ab und verliert gleichzeitig den Überblick darüber, was direkt hinter einem geschieht. Screen Burn hatte bereits erklärt, dass gerade Rätsel, CRTV und Begegnungen gezielt für diese Perspektive gebaut wurden.
Am 24. September 2026 erscheint Silent Hill: Townfall für PlayStation 5 und PC.
Bis dahin kann man sich die fast 19 Minuten schon einmal ansehen. Der CRTV empfiehlt dabei höchstwahrscheinlich Kopfhörer. Aus vollkommen falschen Gründen.




