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Shores of Vaelithar: KI Clip wird Fantasy RPG ohne KI
📰 Was ist los?
Shores of Vaelithar begann als viraler Midjourney Clip und wird jetzt von einem kleinen Indie Team als echtes Fantasy RPG umgesetzt. Auf Steam verspricht OMW ein Koop fähiges Abenteuer mit Drachen, epischen Landschaften und prozeduralem Endgame Dungeon, das laut Entwickler komplett ohne KI Assets auskommt.
🐛 Was denken wir?
Die Kommunikationslinie „Wir haben mit KI angefangen, benutzen sie jetzt aber nur noch für Skizzen“ klingt sauberer als vieles, was AAA Studios derzeit abliefern. Trotzdem bleibt ein Nachgeschmack, wenn das Marketing sich auf KI Hype stützt und dann eine Art Reinwaschung versucht. Wenn Shores of Vaelithar am Ende wirklich als handgebautes Retro Fantasy RPG landet, sind wir die Letzten, die sich beschweren. Bis dahin bleibt es ein hübscher Reality Check für alle, die glauben, Midjourney Clips wären schon Spiele.
🧠 Shores of Vaelithar: Wenn ein KI Clip plötzlich ein „echtes“ Fantasy RPG wird
Ein Fünf Sekunden Midjourney Video von einem Waldpfad vor einer Pixel Burg geht viral, Internet flippt aus, Studio wird gegründet. Aus genau diesem Clip entsteht jetzt tatsächlich ein Fantasy RPG namens Shores of Vaelithar. Und die Entwickler schwören hoch und heilig, dass im Spiel selbst keine KI Assets stecken.
🎥 Vom Viral Clip zum Steam Projekt
Vor rund einem halben Jahr postete der User Desimulate auf X einen Mini Clip. Zu sehen war eine stilisierte First Person Sequenz in einem Wizordum artigen Fantasy Setting, generiert mit Midjourney. Das Ding wurde als „AI Abomination“ und „Traum eines Retro RPGs“ gleichzeitig gefeiert.
Der Erfolg führte dazu, dass Desimulate das Indie Studio OMW gründete, benannt nach der ursprünglichen Clip Caption. Nun gibt es eine Steam Seite zu Shores of Vaelithar. Versprochen wird ein Fantasy RPG, in dem du über „epische Landschaften reitest, Drachen auf sturmgepeitschten Bergen bekämpfst, Relikte für legendäre Waffen schmiedest und in einem prozeduralen Endgame Dungeon mit oder gegen andere Heldinnen und Helden spielst“.
Optisch bleibt das Projekt nah an der ursprünglichen Ästhetik. Screenshots und Trailer zeigen eine Mischung aus grobkörnigem Pixel Look und moderner Beleuchtung, irgendwo zwischen Retro Optik und Unreal Schmuckkästchen.
🤖 Versprochen: keine KI im Spiel, nur in der Vorgeschichte
Spannend ist weniger das Setting, sondern die Produktionsseite. Obwohl das Projekt aus einem KI Clip entstanden ist, steht auf der Steam Seite kein AI Hinweis, den Valve mittlerweile bei allen Titeln mit KI Unterstützung verlangt.
Auf Nachfrage erklärte Desimulate gegenüber PCGamesN, dass kein KI Tool für In Game Assets oder Engine Inhalte verwendet wird und der aktuelle Trailer vollständig aus In Game Material besteht.
Ganz ohne KI läuft es trotzdem nicht. Der Entwickler spricht von „pre concept“ Konzeptkunst. Übersetzt: Er jagt seine Ideen einmal durch Midjourney, nutzt die Bilder dann als grobe Stimmungs Vorlage für das Art Team und lässt daraus echte Assets bauen. Langfristig wolle man aber zu einer klassischen Pipeline mit menschlicher Concept Artist Crew wechseln.
Kurzfassung: Das Spiel soll aussehen wie ein KI Traum, aber handgebaut sein. Ob das für alle AI Skeptiker reicht, ist eine andere Frage. Für uns klingt das jedenfalls nach einem relativ durchschaubaren Doppelstandard.
🎬 Title Teaser: Shores of Vaelithar
Der erste Title Teaser zu Shores of Vaelithar – präsentiert von Flashpoint Games und stilistisch nah an der ursprünglichen Viral Clip Optik.
🧪 Kleines Team, großer Zeitplan
Laut Desimulate arbeitet aktuell ein Team von sechs Leuten an Shores of Vaelithar, alle in Teilzeit neben Job und Familie. Ziel ist zunächst ein spielbarer Vertical Slice, um Finanzierung zu sichern. Erst wenn das klappt, soll Vollzeit an dem Projekt weitergearbeitet werden.
Die Wunschvorstellung: Wenn die Finanzierung steht, peilt OMW einen Entwicklungszeitraum von zwei bis drei Jahren bis zum Release an.
Bis dahin bleibt vieles Theorie. Die Screenshots sehen recht spannend aus, der Trailer wirkt wie der seltene Fall eines „AI Game Videos“, aus dem wirklich ein Spiel werden könnte. Gleichzeitig ist das Projekt extrem früh und muss erst beweisen, dass hinter der Ästhetik mehr steckt als ein schönes Walkthrough Video.



