Seventh Son: Netflix macht Fantasy-Schrott zum Chart-Hit

🧙‍♂️ Seventh Son: Netflix macht Fantasy-Schrott zum Chart-Hit

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2014 verlacht, 2025 geklickt: „Seventh Son“ mit Jeff Bridges, Kit Harington und Julianne Moore stolpert als Streaming-Phänomen zurück ins Rampenlicht.


🎭 Wenn Größe nichts nützt

Eigentlich war alles da: ein Oscar-Preisträger, ein „Game of Thrones“-Liebling, eine Hollywood-Hexe mit Charisma. Dazu Millionenbudget, Effektgewitter und ein okayer Roman als Vorlage. Doch das Ergebnis wirkte, als hätte man eine Fantasy-Wundertüte ausgeschüttet und alles komplett falsch zusammengeklebt.

Und worum geht es da nun eigentlich? Das ist ebenso kurz wie wirr zusammengefasst: Ein junger Bauer wird als siebter Sohn eines siebten Sohnes zum Lehrling eines verwirrten Hexenjägers (Jeff Bridges im Nuschelmodus). Gemeinsam stolpern sie durch eine Welt voller CGI-Monster und Plotlöcher, während Julianne Moore als Hexenkönigin als einzige wohl Spaß am Set hat. Klingt nach Epos, sieht aber eher nach einer reichlich sinnlosen Resteverwertung irgendwo zwischen Herr der Ringe Irgendwas und Eragon Weißichauchnicht aus. Und ja, es ist tatsächlich so sinnfrei.


📉 Kritiker zwischen Häme und Staunen

„Seventh Son“ ging schon bei Erscheinen als Negativ-Lehrstück durch: große Namen, kleine Wirkung. Statt epischem Zauber gab es Dialoge wie aus dem Pausenraum beim Kostümverleih Castrop-Rauxel und eine Story, die kompromisslos in bodenlosen Schwachsinn abgleitet.

Die Reaktionen schwankten entsprechend zwischen Spott und Schadenfreude. Von „Fantasy ohne Fantasie“ bis „so mies, dass es schon wieder Spaß macht“ war alles dabei. Bewertungsportale legten Zahlen offen, die eher einer Totenschau gleichkamen. Doch Netflix zeigt: Schlechte Werte schützen nicht vor guten Klicks.


⚔️ Kommentar & Fazit: Schönheit des Scheiterns

„Seventh Son“ ist keine Wiederentdeckung, sondern ein Streaming-Experiment in Trash-Form. Man schaut nicht, weil es überzeugt, sondern weil es vor unseren Augen entgleist, und genau das macht den Streifen wohl so überaus faszinierend.

Dieser Film beweist, dass Fantasy nicht nur Welten erschaffen kann, sondern auch Ruinen. Und manchmal sind es gerade diese Ruinen, die man nicht aus den Augen lassen kann. Zumindest ist das unsere Theorie, und die ist letztlich ja so gut wie jede andere.

Ein wilder schwarzer Drache fliegt durch Rauch und Funken und trägt einen versiegelten Umschlag im Maul. Symbolbild für aktuelle Fantasy-Nachrichten.