SB-Kassen überwachen dich: Was Supermärkte wirklich über deinen Körper wissen

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Wer heute im Supermarkt seine Einkäufe selbst scannt, wird dabei möglicherweise genauer beobachtet, als ihm bewusst ist. Moderne SB-Kassensysteme können Kundenbewegungen verfolgen und kontrollieren, ob vor dem Verlassen des Kassenbereichs ein Bezahlvorgang stattgefunden hat. Manche Märkte setzen zusätzlich auf Kameras oder Ladendetektive, die den Scanvorgang überwachen.

Besonders bemerkenswert ist das System Sesame des Herstellers ITAB. Es erfasst über Sensoren an der Decke Körpergröße und Körperform, um Personen innerhalb des überwachten Bereichs wiederzuerkennen. Laut Hersteller funktioniert das ohne Gesichtserkennung. Die Technik bemerkt sogar, wenn sich jemand bückt oder seinen Hut abnimmt.

Kritiker diskutieren über Datenschutz und Überwachung. Supermärkte wollen Diebstähle und Inventurverluste reduzieren. Und Millionen Kunden möchten eigentlich nur ihre verdammten Kartoffeln bezahlen.

In den Zwischenreichen ist man schon erheblich weiter. Dort hat die Koboldrepublik Knattermoor ein Kassensystem entwickelt, das angeblich 847 verschiedene Kundentypen anhand ihrer Körperhaltung erkennen kann. Die ersten Anlagen wurden inzwischen installiert.

Die Ergebnisse sind überaus beunruhigend.

Ein Mann steht unter leuchtenden Körperscannern an einer fantastischen SB-Kasse. Daneben werden ein Zentaur und ein Troll vermessen, ein Mann trägt zahlreiche Hüte und mehrere Goblins überwachen die Kunden an Bildschirmen. Rechts steht ein älterer Mann vor einem versperrten magischen Ausgangstor.
Die neue SB-Kasse erkennt 847 Kundentypen. Der Zentaur benötigt zwei Einkaufswagen, der Troll wurde als Kühlschrank erfasst und Herr Müller darf seit Dienstag den Laden nicht verlassen.

👁️ Die Kasse weiß längst, warum du dich bückst

Das sogenannte Ganzkörper-Einkaufsverhaltens-Orakel arbeitet mit hochsensiblen Deckensensoren, zwölf Kristalllinsen und einem Goblin, der die Ergebnisse gelegentlich mit einem kleinen Hammer korrigieren muss.

Ein Kunde betritt den Erfassungsbereich. Das System analysiert: 1,82 Meter. Leicht gebeugt. Linke Schulter tiefer. Zwei Einkaufstaschen. Trägt Käse mit schlechtem Gewissen.

Anschließend erscheint die interne Klassifizierung: „Mann, der behauptet hat, nur kurz Milch holen zu gehen.“

Weitere Kategorien umfassen den Vater mit drei Kindern und bereits aufgegebenem Lebenswillen, den Rentner, der SB-Kassen grundsätzlich ablehnt, sie aber trotzdem benutzt, und Menschen, die beim Scannen einer Avocado plötzlich ihre gesamte Existenz infrage stellen.

Besonders verdächtig sind Kunden, die einen Artikel zweimal in die Hand nehmen. Dafür kann es schließlich nur einen Grund geben: Sie wissen selbst nicht mehr, ob sie ihn schon gescannt haben.

🎩 Der Vier-Hüte-Trick scheitert spektakulär

Dass moderne Kassentechnik sogar das Abnehmen eines Hutes erkennt, löste in Knattermoor einen regelrechten Wettbewerb aus. Ein findiger Kunde erschien zunächst mit einem gewöhnlichen Filzhut. Das System erkannte ihn. Er nahm den Hut ab. Das System erkannte ihn weiterhin. Daraufhin setzte er einen zweiten Hut unter den ersten. Auch das blieb erfolglos.

Beim dritten Hut meldete die Anlage eine ungewöhnliche Veränderung der Kopfhöhe. Beim vierten Hut wurde der Kunde als kleines Gebäude klassifiziert.

Seitdem musste er seine Einkäufe über den Lieferanteneingang abholen. Dort verlangte man allerdings eine Baugenehmigung. Der Mann steht noch immer vor dem Amt.

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🐎 Zentauren müssen jetzt zwei Einkaufswagen benutzen

Besonders schwierig gestaltet sich die automatische Körpererkennung bei Zentauren. Die Sensoren identifizieren zunächst einen Mann. Sobald dieser weitergeht, entdecken sie allerdings vier zusätzliche Beine und einen erheblichen Körperbereich, der sich normalerweise nicht unterhalb eines menschlichen Rückens befinden sollte.

Frühere Anlagen lösten daraufhin einen Alarm aus. Die neue Software ist intelligenter. Sie erkennt den Zentauren zuverlässig, stellt dafür allerdings zwei Einkaufswagen in Rechnung: einen für den menschlichen Oberkörper und einen für das Pferd.

Ein Zentaur aus Varanthis klagte dagegen mit der Begründung, sein Hinterteil habe überhaupt nichts gekauft. Die Supermarktleitung verwies auf die Geschäftsbedingungen.

„Vier Beine, zwei Wagen.“

Das Verfahren liegt inzwischen beim Obersten Hufgerichtshof.

🧌 Trolle werden regelmäßig für Kühlschränke gehalten

Ein durchschnittlicher Troll besitzt ungefähr die Körperform eines Kühlschranks, der gerade schlechte Nachrichten erhalten hat. Für hochentwickelte Deckensensoren ist das offenbar eine Herausforderung.

In mehreren Knattermoorer Supermärkten wurden Trolle bereits als Getränkekühler, bewegliche Regale oder ungewöhnlich aggressive Gefriertruhen registriert. Ein besonders großer Troll wurde während eines Einkaufs sogar versehentlich in die Inventur aufgenommen. Sein geschätzter Warenwert betrug 649 Goldstücke.

Als er sich beschwerte, reduzierte das System den Preis wegen eines Transportschadens auf 399. Der Troll verließ daraufhin wütend den Markt. Das Ausgangstor ließ ihn durch. Er war schließlich ordnungsgemäß ausgebucht.

🥦 Der Bückungsindex erkennt verdächtige Bewegungen

Da moderne Sensoren erkennen können, wenn sich jemand bückt, haben die Zwischenreiche eine eigene Bewertungsskala entwickelt. Einmal bücken gilt als normal. Zweimal deutet auf eine heruntergefallene Ware hin. Beim dritten Mal prüft das System, ob eine Einkaufstasche beteiligt ist. Nach dem vierten Bücken erscheint automatisch ein Mitarbeiter.

Ab dem fünften Bückvorgang wird ein Physiotherapeut verständigt. Wer sich siebenmal innerhalb von drei Minuten bückt, erhält einen Gutschein für eine orthopädische Untersuchung. Ein Kunde aus Knatterstedt wurde kürzlich sogar mit einer Trage aus dem Markt gebracht. Er hatte lediglich versucht, eine einzelne Weintraube aufzuheben. Trauben wurden anschließend wegen auffälliger Kundenbindung aus dem Sortiment genommen.

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🧙 Hinter den SB-Kassen sitzt die Große Kammer der Kassierer

Besonders beruhigend ist die Vorstellung, dass in manchen realen Supermärkten tatsächlich Mitarbeiter hinter den Kulissen den Scanvorgang verfolgen können. In den Zwischenreichen hat man diesen Ansatz zu einer eigenen Verwaltungsdisziplin erhoben.

Unterhalb des Kassenbereichs befindet sich dort die Große Kammer der Kassierer.

Zwölf ältere Goblins sitzen vor Kristallmonitoren und beobachten jede Bewegung.

„Banane.“ „Gescannt.“

„Joghurt.“ „Gescannt.“

„Er hebt den Käse wieder hoch.“ „Verdächtig.“

„Er liest die Zutaten.“ „Äußerst verdächtig.“

„Er legt den Käse zurück.“ Der dienstälteste Goblin schlägt auf einen roten Knopf.

„ALLE TORE SCHLIESSEN!“

Anschließend stellt sich heraus, dass der Kunde Laktose nicht verträgt. Das wird als erschwerender Umstand vermerkt.

🚪 Das Tor des berechtigten Verlassens

Der eigentliche Höhepunkt wartet am Ausgang. Moderne Supermärkte kennen bereits unterschiedliche Ausgangsschleusen: Manche öffnen automatisch, andere verlangen einen Kassenbon, wieder andere erkennen, ob eine Person zuvor bezahlt hat.

Die Zwischenreiche haben daraus das Tor des berechtigten Verlassens entwickelt. Es handelt sich um eine monumentale Konstruktion aus Stahl, Runen, Sensoren und einer künstlichen Intelligenz, die angeblich das gesamte Einkaufsverhalten des Kunden berücksichtigen kann.

Ein Rentner nähert sich. Das Tor betrachtet ihn. Es betrachtet seinen Kassenzettel. Es analysiert seine Körperform, seine Einkaufshaltung und den Winkel, in dem er die Gurken trägt.

Dann bleibt es geschlossen. Der Rentner wartet. Hinter ihm bildet sich eine Schlange. Er hält seinen Bon erneut vor den Scanner. Das Tor bleibt geschlossen. Nach 40 Sekunden erscheint ein Mitarbeiter, winkt einmal beiläufig mit der Hand und die Schleuse öffnet sich sofort.

Die Entwickler bezeichnen dies als einen wichtigen Durchbruch in der Mensch-Maschine-Kommunikation. Selbst künstliche Intelligenz weiß offenbar, wer hier das Personal ist.

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🏁 Die Zukunft des Einkaufens hat begonnen

Tatsächlich können moderne SB-Kassensysteme Kundenbewegungen erfassen und je nach Ausstattung prüfen, ob vor dem Verlassen des Bereichs bezahlt wurde. Das System Sesame arbeitet nach Herstellerangaben mit temporär erfassten Körpermerkmalen und benötigt dafür keine Gesichtserkennung.

Von einer Analyse des Gurkenwinkels oder der moralischen Beziehung eines Kunden zu seinem Käse ist bislang nichts bekannt. Die Zwischenreiche betrachten das als bedauerlichen Entwicklungsrückstand.

Dort erkennt die Kasse inzwischen Körpergröße, Körperhaltung, Hüte, Zentauren und den emotionalen Zustand eines Menschen beim Kauf von Sonderangebotsavocados. Nur ein Problem ist auch nach Jahrhunderten magischer Forschung ungelöst.

Warum die verdammte Kasse jedes Mal „Unerwarteter Artikel im Ablagebereich“ meldet, obwohl man ohne jeden Zweifel alles richtig gemacht hat.

Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.