Sandustry lässt dich einen ganzen Planeten zerlegen – für die Fabrik natürlich
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Heute wird der Planet industrialisiert
📰 Was ist los?
Sandustry ist heute im Early Access für PC erschienen. Das Spiel verbindet Fabrikautomatisierung mit einer vollständig zerstörbaren Pixelwelt, deren Materialien physikalisch miteinander reagieren. Eine kostenlose Demo bleibt verfügbar, außerdem startet das Spiel direkt im PC Game Pass.
🐛 Was denken wir?
Die Idee hat genau den richtigen Grad an Wahnsinn. Förderbänder allein gibt es inzwischen genug. Wenn Sand Wasser klaut, Dampf wieder als Regen herunterkommt und ein Flammenwerfer gleichzeitig Werkzeug, Problemlöser und vermutlich Sicherheitsverstoß ist, wird die Sache erheblich interessanter. Dass die Demo schon weit über tausend sehr positive Bewertungen gesammelt hat, macht den heutigen Start zusätzlich spannend.
⛏️ Sandustry lässt dich einen ganzen Planeten zerlegen – für die Fabrik natürlich
Andere Fabrikspiele geben dir Eisenerz, Kupfer und ein paar Quadratkilometer Landschaft, die anschließend unter Förderbändern verschwinden dürfen. Sandustry ist großzügiger: Hier ist im Zweifelsfall der ganze Planet Material.

Das Automatisierungs- und Erkundungsspiel von Lantto Games ist heute im Early Access gestartet. Auf einem fremden Planeten bauen Spieler Produktionsanlagen, erschließen neue Technologien und suchen unter der Oberfläche nach den Überresten einer längst verschwundenen Zivilisation. Der entscheidende Unterschied steckt dabei buchstäblich im Boden: Jedes Pixel der Welt ist ein physikalisches Objekt und kann abgebaut, verarbeitet, bewegt oder zerstört werden.
🏭 Wenn der Sand beschließt, in deiner Fabrik mitzuspielen
Förderbänder, Filter, Pumpen, Rohre und Drohnen gehören selbstverständlich zum industriellen Werkzeugkasten. Nur liegt der Rohstoff in Sandustry nicht fein säuberlich auf einer Lagerpalette und wartet auf seine Beförderung.
Sand nimmt Wasser auf. Eis schmilzt bei Hitze. Wasser wird zu Dampf, steigt nach oben und kann wieder herunterregnen. Samen wachsen mit genügend Wasser zu Pflanzen, Pflanzen lassen sich anzünden, und aus all diesen Reaktionen entstehen wiederum Materialien für neue Produktionsketten.
Das klingt zunächst nach einem Spiel für Menschen, die schon beim Anblick einer Excel-Tabelle warme Gefühle bekommen. Dann erwähnt Sandustry allerdings, dass eine Raketenwerfer ebenfalls ein durchaus akzeptables Bergbauwerkzeug ist.
Damit sind wir wieder im Bereich vernünftiger Games-Wissenschaft.
🎬 Förderband trifft Pixelphysik
Der offizielle Trailer von Hooded Horse zeigt, weshalb Sandustry über klassische Fabrikplanung hinausgeht: Materialien fließen, reagieren, zerfallen und werden anschließend möglichst effizient durch immer absurdere Produktionsanlagen geschickt.
🎬 Sandustry macht aus jedem Pixel Material
Der offizielle Trailer zeigt Fabrikbau, Pixelphysik und die vollständig zerstörbare Welt des neuen Indie-Spiels.
🪐 Unter der Fabrik liegt noch ein Planet
Zwischen den Produktionsanlagen wartet eine große offene Welt mit verschiedenen Biomen. Je tiefer Spieler vordringen, desto stärker tritt die zweite Seite von Sandustry hervor: Unter der Oberfläche liegen Anlagen und Artefakte einer uralten Zivilisation, deren Hinterlassenschaften neue Fähigkeiten und technische Möglichkeiten eröffnen können.
Dabei lässt das Spiel viele Probleme bewusst physikalisch lösen. Eine Eiswand kann mit einem Flammenwerfer bearbeitet werden. Man könnte allerdings auch versuchen, irgendwo Lava umzuleiten und die Natur den lästigen Teil der Arbeit erledigen zu lassen.
Ökologisch ist diese Kolonisierung vermutlich schwer vermittelbar. Industriell klingt sie hervorragend.
🧰 Auch Modder dürfen anschließend alles auseinandernehmen
Die Zerstörbarkeit endet nicht bei der Spielwelt. Sandustry wurde ausdrücklich mit Mod-Unterstützung entwickelt und besitzt bereits einen Steam Workshop. Eigene Karten, grafische Änderungen, neue Gebäude und Produktionsprozesse bis hin zu größeren Umbauten des Spiels sind vorgesehen.
Das passt erstaunlich gut zu einem Spiel, dessen Grundidee ohnehin lautet: Wenn etwas vorhanden ist, sollte man vermutlich herausfinden, ob es sich zerlegen und über ein Förderband schicken lässt.
🎮 Demo, Game Pass und 35 Prozent Startnachlass
Sandustry ist für PC erhältlich und befindet sich voraussichtlich ungefähr ein Jahr im Early Access. Lantto Games möchte währenddessen unter anderem neue Biome, Ressourcen, Gebäude, Quests, Technologien und Produktionsketten ergänzen.
Wer vor dem Kauf ausprobieren möchte, ob die persönliche Sandtoleranz ausreicht, findet weiterhin eine kostenlose Demo auf Steam. Die hat mittlerweile über 1.300 Bewertungen eingesammelt und steht bei 97 Prozent Zustimmung. Deutsche Texte sind ebenfalls enthalten.
Auf Steam kostet das Spiel zum Start 9,74 Euro statt 14,99 Euro, der Rabatt läuft bis zum 27. August. Alternativ steckt Sandustry direkt ab Veröffentlichung im PC Game Pass und Game Pass Ultimate.
Für Freunde von Factorio, Terraria oder der Materialphysik eines Noita dürfte das zumindest einen Blick wert sein. Selbst die Entwickler müssen dabei keine gigantische Science-Fiction-Handlung erfinden.
Sie geben dir einen fremden Planeten und vertrauen einfach darauf, dass du ihn schon irgendwie in eine Fabrik verwandelst.




