RuneScape bekommt eine Animationsserie – Jagex bringt Gielinor erstmals auf den Bildschirm

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Gielinor bekommt seine eigene Animationsserie

📰 Was ist los?
Jagex entwickelt gemeinsam mit Lyrical Animation und Charlie Whites Meatier Productions eine Animationsserie im Universum von RuneScape. Die Produktion befindet sich bereits in Entwicklung, ausführlichere Angaben sollen 2027 folgen.

🐛 Was denken wir?
Der entscheidende Punkt wird sein, welchen Teil von Gielinor die Serie auswählt. Nach 25 Jahren besitzt RuneScape genügend Lore für mehrere Produktionen; gleichzeitig muss eine Adaption den eigenwilligen Mix aus großer Fantasy, britischem Humor und herrlich absurden Nebenfiguren treffen.

Nach 25 Jahren als eine der langlebigsten Fantasywelten des Online-Rollenspiels soll Gielinor erstmals den Sprung in eine eigene Animationsserie schaffen. Jagex entwickelt gemeinsam mit Lyrical Animation und Charlie „MoistCr1TiKaL“ White ein neues Projekt auf Basis von RuneScape. Die Arbeiten haben bereits begonnen, auch wenn sich die Produktion noch in einer sehr frühen Phase befindet.

Magier kämpft in einer düsteren Fantasylandschaft gegen einen riesigen Troll und mehrere leuchtende Kreaturen aus der Welt von RuneScape.
Die Welt von RuneScape steckt voller Monster, Magie und Abenteuer – nun soll Gielinor erstmals als eigenständige Animationsserie umgesetzt werden. © Jagex Ltd.

Die Ankündigung erfolgte auf der RuneFest 2026 in Birmingham und gehört zu Jagex’ größerem Plan, RuneScape künftig über das eigentliche Spieleuniversum hinaus auszubauen. Welche Figuren, Regionen oder Geschichten im Mittelpunkt stehen werden, verrät das Studio bislang allerdings noch nicht.

🌍 Gielinor bekommt erstmals eine eigene Serienwelt

Seit 2001 bildet Gielinor das Zentrum von RuneScape. Die Welt ist inzwischen über Jahrzehnte mit Königreichen, Göttern, Kriegen, Kulten, Drachen, Dämonen und einer kaum noch überschaubaren Zahl von Figuren und Questgeschichten gewachsen.

Gerade deshalb besitzt die Serienadaption ungewöhnlich viel Material, ohne zwingend eine bestehende Handlung eins zu eins übernehmen zu müssen. Jagex spricht bislang allgemein davon, Welt, Figuren und Geschichten von Gielinor auf den Bildschirm zu bringen. Ob daraus eine bekannte Questreihe, eine komplett neue Geschichte oder eine Mischung aus beidem wird, bleibt offen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎬 Lyrical Animation übernimmt die Produktion

Produziert wird die neue RuneScape-Serie von Lyrical Animation. Das Unternehmen arbeitet derzeit bereits an mehreren großen Genreprojekten und entwickelt unter anderem animierte beziehungsweise filmische Adaptionen rund um Death Stranding und Bloodborne.

Kreativdirektor Daniel Dominguez hebt besonders den ungewöhnlichen Ton von RuneScape hervor. Die Welt könne gleichzeitig komisch, absurd und überraschend nachdenklich sein – eine Mischung, die auch für die Serie erhalten bleiben soll.

🎮 MoistCr1TiKaL ist selbst langjähriger RuneScape-Spieler

Mit Charlie White sitzt außerdem jemand im Produktionsteam, der die Vorlage nicht erst für dieses Projekt kennengelernt hat. Der unter dem Namen MoistCr1TiKaL bekannte Creator spielt RuneScape seit Jahren und produziert die Serie über seine Firma Meatier Productions gemeinsam mit Lyrical Animation.

Das ist gerade bei einer derart alten und eigenwilligen Spielwelt interessant. RuneScape lebt schließlich nicht nur von Lore und großen Geschichten, sondern ebenso von seinem speziellen Humor, bizarren Nebenquests und jener Mischung aus epischer Fantasy und völliger Albernheit, die über Jahrzehnte zum Markenzeichen geworden ist.

🧙 25 Jahre Geschichten warten auf eine Auswahl

Der Umfang der Vorlage ist mittlerweile enorm. Laut Jagex wurden über die verschiedenen RuneScape-Spiele hinweg mehr als 300 Millionen Spielerkonten erstellt; allein RuneScape und Old School RuneScape haben zusammen mehr als drei Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet.

Für eine Serienadaption ist diese Größe Fluch und Chance zugleich. Man könnte sich auf Lumbridge, Varrock oder andere bekannte Orte konzentrieren, große Göttergeschichten erzählen oder vollkommen neue Figuren durch Gielinor schicken. Noch ist offen, welchen Weg die Produzenten einschlagen.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🏰 RuneScape soll längst mehr als ein einzelnes MMO sein

Die Serie passt in eine deutlich größere Strategie. Jagex hat 2026 mehrfach betont, RuneScape zu einem breiteren Fantasyuniversum ausbauen zu wollen, das über die klassischen MMOs hinausgeht. Mit RuneScape: Dragonwilds existiert inzwischen bereits ein weiteres Spielstandbein, während gleichzeitig neue Projekte für die Zukunft entstehen.

Eine Animationsserie ist dabei der bislang deutlichste Schritt außerhalb des eigentlichen Gaming-Bereichs. Gielinor soll damit erstmals Zuschauer erreichen, die womöglich noch nie einen Baum gefällt, einen Goblin verprügelt oder mehrere Stunden lang irgendeinen Skill hochgezogen haben.

📺 Die wichtigsten Fragen bleiben bis 2027 offen

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es weder einen Sender noch einen Streamingdienst. Auch Episodenzahl, Animationsstil, Sprecher und Veröffentlichungszeitraum wurden noch nicht genannt.

Jagex macht daraus kein Geheimnis: Das Projekt befindet sich erst am Anfang der Entwicklung. Weitere konkrete Informationen sollen 2027 folgen.

Damit steht bislang vor allem eines fest: Aus einer Fantasywelt, die seit 25 Jahren fast ausschließlich auf Bildschirmen zum Spielen existiert, soll nun tatsächlich eine Welt zum Zuschauen werden.

Und angesichts dessen, was in Gielinor über die Jahrzehnte bereits passiert ist, dürfte das größte Problem vermutlich weniger darin bestehen, Geschichten zu finden – als sich irgendwann für eine davon zu entscheiden.

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