RS4 wird neues RuneScape-MMO – und ersetzt keines der bestehenden Spiele
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Jagex baut ein viertes RuneScape-MMO
📰 Was ist los?
Jagex entwickelt unter dem Arbeitstitel RS4 ein neues RuneScape-MMORPG in der Unreal Engine. Die Handlung beginnt Jahre nach RuneScape: Dragonwilds in Ashenfall und soll sich später über bekannte und neue Regionen Gielinors ausweiten.
🐛 Was denken wir?
Entscheidend ist die klare Trennung von den bestehenden Spielen. Jagex baut ein zusätzliches MMO mit eigener Entwicklung auf und möchte die Community ungewöhnlich früh daran beteiligen. Wie stark sich RS4 spielerisch von den bisherigen RuneScape-Titeln unterscheidet, dürfte 2027 die interessanteste Frage werden.
Jagex schlägt nach 25 Jahren ein neues Kapitel für Gielinor auf. Zum Abschluss der RuneFest 2026 hat das Studio RS4 enthüllt, ein komplett neues RuneScape-MMORPG, das in der Unreal Engine entsteht und sich derzeit noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet.

Eine Botschaft stellt Jagex dabei ungewöhnlich deutlich heraus: RS4 soll weder RuneScape noch Old School RuneScape oder RuneScape: Dragonwilds ersetzen. Das neue MMO wird von einem eigenen Team entwickelt und soll als zusätzliche, langfristige Möglichkeit existieren, Gielinor zu erleben.
🔥 RS4 ist bislang nur der Arbeitstitel
Der Name RS4 klingt zunächst nach einer direkten Fortsetzung des heutigen RuneScape, doch Jagex verwendet ihn vorerst lediglich als Arbeitstitel. Das Studio spricht von seinem „RuneScape-Projekt der vierten Generation“, weshalb die interne Bezeichnung momentan ziemlich naheliegt.
Ob das fertige Spiel irgendwann tatsächlich RuneScape 4 heißt, ist vollkommen offen. Bis zur Veröffentlichung vergehen ohnehin noch mehrere Jahre, und selbst zentrale Bereiche wie Kampfsystem, Plattformen oder Geschäftsmodell sind noch nicht entschieden beziehungsweise werden noch nicht öffentlich gemacht. Fest steht dagegen bereits die grundsätzliche Richtung: Es wird ein vollwertiges neues MMORPG in Gielinor.
🎬 RS4 – offizieller Concept Trailer
Ein neues Gielinor entsteht: Der erste offizielle Concept Trailer gibt einen frühen Eindruck vom kommenden RuneScape-MMORPG in der Unreal Engine.
🏝️ Die Reise beginnt in Ashenfall
Zeitlich spielt RS4 im Sixth Age und knüpft an einen Ort an, den Spieler erst durch RuneScape: Dragonwilds kennengelernt haben. Der Ausgangspunkt des neuen MMOs ist Ashenfall, die Inselregion nordöstlich des bekannten Gielinor.
Zwischen beiden Spielen liegt allerdings ein deutlicher Zeitsprung. RS4 spielt mehrere Jahre nach den Ereignissen von RuneScape: Dragonwilds und der Niederlage der Drachenkönigin Kuldra. Ashenfall hat sich in dieser Zeit verändert und bildet nun den Einstieg in eine wesentlich größere Welt.
Jagex plant ausdrücklich, später weit über die Insel hinauszugehen. Bekannte Regionen Gielinors sollen ebenso erreichbar werden wie völlig neue Gebiete und Geschichten.
🗺️ Ashenfall soll nur der Anfang sein
Damit wird RuneScape: Dragonwilds plötzlich auch für die langfristige Weltentwicklung wichtiger. Die dort eingeführte Region wird nicht als abgeschlossener Schauplatz behandelt, sondern bekommt innerhalb der gemeinsamen Geschichte von Gielinor eine Zukunft.
Für RS4 bedeutet das gleichzeitig einen cleveren Ausgangspunkt. Jagex muss die neue Generation nicht sofort mitten in sämtliche historischen Regionen und jahrzehntelange Lore werfen, kann aber später Schritt für Schritt in bekannte Gebiete expandieren.
Neue Spieler können Gielinor dadurch von einem vergleichsweise jungen Schauplatz aus kennenlernen, während Veteranen irgendwann an Orte zurückkehren könnten, mit denen sie teilweise seit Jahrzehnten verbunden sind.
⚙️ Unreal Engine soll Gielinor neu aufbauen
Technisch entsteht RS4 in der Unreal Engine. Jagex möchte dabei Erfahrungen nutzen, die das Team bereits bei der Entwicklung von RuneScape: Dragonwilds gesammelt hat.
Das bedeutet allerdings keinen simplen Umbau von Dragonwilds zum MMO. Jagex bezeichnet RS4 ausdrücklich als eigenständiges Spiel und kombiniert dafür die technische Erfahrung des jüngeren Projekts mit den Lehren aus der langjährigen Community-Entwicklung von RuneScape und Old School RuneScape.
Wie Gielinor damit am Ende aussieht, bleibt eine der spannendsten offenen Fragen. Der erste Concept Trailer vermittelt bereits einen Eindruck von Maßstab und Atmosphäre, zeigt aber noch kein repräsentatives fertiges Gameplay.
👥 Die Spieler sollen ungewöhnlich früh mitreden
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Ankündigung. RS4 befindet sich noch mehrere Jahre vor seiner Veröffentlichung, und viele Studios hätten ein Projekt in diesem Stadium wahrscheinlich weiterhin geheim gehalten.
Jagex geht bewusst den entgegengesetzten Weg. Die Community soll bereits während der Entwicklung eingebunden werden, Ideen testen und Feedback geben, lange bevor aus dem jetzigen Konzept ein fertiges MMORPG geworden ist.
Das Studio beruft sich dabei auf eine Erfahrung aus 25 Jahren RuneScape: Die Spiele haben sich immer besonders stark gemeinsam mit ihren Spielern entwickelt. Dieses Prinzip soll bei RS4 bereits beginnen, bevor die grundlegenden Systeme endgültig feststehen.
🧭 Fortschritt soll dauerhaft etwas bedeuten
Einige Designprinzipien nennt Jagex trotzdem schon jetzt. Dazu gehören Integrität, permanente Progression und eine Entwicklung gemeinsam mit der Community.
Gerade der Punkt der permanenten Progression dürfte für ein RuneScape-MMO entscheidend sein. Die Reihe lebt seit Jahrzehnten davon, dass Charakterentwicklung, Skills und langfristige Ziele einen hohen Stellenwert besitzen und Spieler teilweise über viele Jahre an denselben Figuren arbeiten.
Wie genau RS4 dieses Prinzip umsetzt, ist noch unbekannt. Jagex macht derzeit bewusst keine Angaben zu Skills, Levelsystem, Wirtschaft, Handel oder Charakterfortschritt.
🎮 Kampfsystem, Plattformen und Bezahlmodell bleiben offen
Entsprechend lang ist die Liste der unbeantworteten Fragen. Jagex bestätigt bislang weder Plattformen noch Kontenstruktur, Mitgliedschaftsmodell oder Kampfsystem.
Auch mögliche Verbindungen zwischen den bestehenden Spielen und RS4 sind noch nicht beschrieben. Dass alle Titel innerhalb desselben Universums existieren, bedeutet schließlich nicht automatisch, dass Charaktere, Gegenstände oder Fortschritt übertragen werden können.
Mehr dazu soll 2027 folgen. Dann möchte Jagex ausführlicher über die Welt, das Entwicklerteam, die eigentlichen Spielsysteme und die Möglichkeiten sprechen, mit denen sich Spieler an der Entwicklung beteiligen können.
🧙 Die bestehenden RuneScape-Spiele laufen ausdrücklich weiter
Gerade hier nimmt Jagex einer naheliegenden Sorge sofort den Wind aus den Segeln. RuneScape, Old School RuneScape und RuneScape: Dragonwilds behalten ihre eigenen Entwicklerteams, Roadmaps und Investitionen.
RS4 entsteht zusätzlich zu diesen Spielen. Jagex möchte verschiedene Zugänge zu derselben großen Fantasywelt anbieten und betrachtet die parallelen Projekte ausdrücklich als Möglichkeit, das gesamte RuneScape-Universum zu vergrößern.
Nach der angekündigten Animationsserie bekommt dieser Plan bereits deutlich erkennbare Konturen. Gielinor entwickelt sich von einer einzelnen MMO-Welt zunehmend zu einem Fantasyuniversum, das in mehreren Spielen und künftig sogar anderen Medien gleichzeitig existiert.
🌄 Ein neues Gielinor liegt noch mehrere Jahre entfernt
Viel mehr will Jagex im Moment bewusst nicht versprechen. RS4 befindet sich am Anfang seiner Entwicklung, der heutige Reveal ist eher eine Einladung, diesen Weg mitzuverfolgen, als die Präsentation eines Spiels, dessen Systeme bereits feststehen.
Trotzdem ist die Dimension der Ankündigung schwer zu übersehen. Nach einem Vierteljahrhundert entsteht tatsächlich ein neues, eigenständiges RuneScape-MMORPG in einer modernen Engine, das bekannte Geschichte weiterführt und langfristig große Teile Gielinors neu erschließen soll.
Und diesmal erfahren die Spieler davon schon, bevor vermutlich irgendjemand zuverlässig sagen kann, wie viele tausend Stunden Holzfällen darin irgendwann bis zum Max-Level nötig sein werden.






