The Babysitter: R. L. Stines Horror-Klassiker bekommt nach 38 Jahren seinen ersten Film

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

📞 Der Anruf kommt aus 1989

📰 Was ist los?
R. L. Stines The Babysitter wird erstmals als Live-Action-Film adaptiert und soll 2027 bei Tubi erscheinen. Der Roman erzählt von Jenny, deren Babysitterjob durch bedrohliche Telefonanrufe, Nachrichten und einen unbekannten Beobachter zum Albtraum wird. Die Vorlage erschien 1989 und entwickelte sich später zu einer vierteiligen Reihe.

🐛 Was denken wir?
Gerade die Wahl gefällt uns. Statt noch einmal die üblichen großen Stine-Marken abzuklopfen, wird ein früher Teenager-Horrorstoff ausgegraben, dessen einfache Grundidee immer noch funktioniert. Entscheidend wird sein, wie clever die Verfilmung den Telefonterror von 1989 ins Jahr 2027 überträgt.

Jenny nimmt einen Babysitterjob an. Das Haus ist düster, draußen schleicht ein Fremder herum – und dann klingelt das Telefon. Was 1989 als früher Teenager-Horror von R. L. Stine begann, schafft fast vier Jahrzehnte später erstmals den Sprung in einen eigenen Spielfilm.

Eine junge Babysitterin telefoniert nachts in einem dunklen Haus, während draußen eine unheimliche Gestalt vor dem Fenster steht.
R. L. Stines The Babysitter kehrt 2027 als Live-Action-Film zurück, mit nächtlichen Anrufen, einem fremden Haus und der wachsenden Gewissheit, dass jemand viel zu genau weiß, wo Jenny ist. © Fantasykosmos / KI-generiert / manuell nachbearbeitet

The Babysitter wird für Tubi als Live-Action-Film adaptiert und soll 2027 erscheinen. Damit greift der Streamingdienst diesmal tief in Stines Werk zurück und holt einen Stoff hervor, der lange vor Goosebumps bereits einige der Zutaten ausprobierte, mit denen der Autor später Millionen Leser erschreckte.

☎️ Erst klingelt nur das Telefon

Im Mittelpunkt steht Jenny, die einen Babysitterjob bei der Familie Hagen übernimmt. Bereits das abgelegene, dunkle Haus sorgt dafür, dass der Abend wenig einladend beginnt. Dann kommen die Anrufe.

Zunächst könnten sie noch als geschmacklose Scherze durchgehen. Doch Jenny entdeckt außerdem einen verdächtigen Mann in der Umgebung des Hauses und schließlich eine bedrohliche Nachricht in ihrer eigenen Tasche. Irgendjemand kennt sie, beobachtet sie und möchte offenbar sehr genau wissen, wie viel Angst man einem Teenager machen kann, bevor aus dem Spiel etwas wesentlich Gefährlicheres wird.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🏠 Ein Haus, ein Telefon und sehr wenig Hilfe

Gerade die Schlichtheit des Ausgangspunkts besitzt heute wieder einen gewissen Reiz. The Babysitter braucht zunächst keine riesige Mythologie, keine Dämonenarmee und keinen Keller voller komplizierter Artefakte. Eine junge Frau sitzt allein in einem fremden Haus, trägt Verantwortung für ein Kind und kann plötzlich nicht mehr einschätzen, ob die Bedrohung draußen, drinnen oder längst viel näher ist.

Das ist fast schon klassischer Babysitter-Horror in Reinform. Telefonanrufe funktionieren heute technisch natürlich anders als 1989, doch das Grundgefühl bleibt ausgesprochen modern: Jemand erreicht dich, obwohl du nicht erreicht werden möchtest, und weiß Dinge, die er eigentlich nicht wissen dürfte.

📚 Stine vor Goosebumps

Besonders interessant ist das Alter der Vorlage. The Babysitter erschien 1989 innerhalb der Point Horror-Reihe und gehört damit zu Stines frühen Horrorromanen für Jugendliche. Zu diesem Zeitpunkt existierte Goosebumps noch nicht; die Reihe startete erst 1992.

Stine hatte seinen Wechsel zum Horror wenige Jahre zuvor mit Blind Date begonnen. Aus dieser Phase stammen mehrere Teenager-Thriller, in denen er bereits mit geheimnisvollen Anrufern, falschen Verdächtigen, gefährlichen Beziehungen und scheinbar gewöhnlichen Alltagssituationen spielte.

The Babysitter steht damit ziemlich genau an jener Stelle seiner Karriere, an der sich der spätere Horrorautor bereits erkennen lässt, seine berühmtesten Reihen aber noch vor ihm liegen.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🔪 Jenny bekam noch drei weitere Albträume

Beim ersten Buch blieb es nicht. 1991 erschien The Babysitter II, 1993 folgte der dritte Teil und 1995 schließlich The Babysitter IV. Damit entwickelte sich aus Jennys erstem verhängnisvollen Job eine vierteilige Horrorreihe, die über mehrere Jahre zu Stines wiederkehrenden Teenagerstoffen gehörte.

Für den angekündigten Film steht zunächst der erste Roman im Mittelpunkt. Ob Tubi langfristig auch Material aus den drei Fortsetzungen nutzen möchte, ist bislang offen. Aber selbstverständlich liegt eine vierteilige Buchreihe für einen Streamingdienst nicht völlig uninteressant auf dem Tisch.

🎃 Tubi und Stine bauen weiter

Für Tubi ist The Babysitter bereits die vierte Zusammenarbeit mit R. L. Stine. Den Anfang machte R. L. Stine’s Pumpkinhead 2025. Im Oktober 2026 folgte Pumpkinhead 2, während für 2027 bereits R. L. Stine’s Afraid of Clowns angekündigt wurde. Tubi selbst bezeichnete diesen Film Anfang Oktober noch als dritte gemeinsame Produktion.

Mit The Babysitter wächst daraus inzwischen eine ziemlich erkennbare Stine-Schiene. Interessant ist allerdings, dass diesmal keine neue Geschichte für den Dienst entwickelt wird, sondern ein tatsächlich älterer Roman aus dem umfangreichen Backkatalog ausgegraben wird.

🕸️ Hinter Goosebumps liegt noch ein ganzer Friedhof

Und genau darin steckt für mich der spannendere Punkt. R. L. Stine wird außerhalb seiner Kernleserschaft heute vor allem mit Goosebumps und Fear Street verbunden. Sein Werk aus den Achtzigern und frühen Neunzigern umfasst jedoch zahlreiche eigenständige Teenager-Horrorromane, von denen viele nie eine große Bildschirmadaption erhalten haben.

The Babysitter könnte deshalb als Test interessant werden. Funktioniert ein fast vierzig Jahre alter Stine-Thriller als moderner Streaming-Horror, steht plötzlich ein ziemlich großer Stapel weiterer Geschichten daneben. Der Mann hat bekanntlich nicht gerade unter akutem Manuskriptmangel gelitten.

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📞 Das Telefon muss 2027 anders klingeln

Die große Anpassungsfrage wird sein, wie stark der Film den Stoff modernisiert. 1989 war ein bedrohlicher Anruf in einem fremden Haus eine wesentlich isolierendere Situation. Smartphones, Messenger, Standortfreigaben und ständige Erreichbarkeit haben diese Art von Horror technisch verändert.

Die Lösung muss deshalb kaum darin bestehen, Jenny irgendeinen absurden Funkloch-Grund zu geben. Spannender wäre es, genau die moderne Vernetzung gegen sie zu wenden: Nachrichten, Bilder, Standortdaten und digitale Überwachung können heute mindestens ebenso unangenehm sein wie ein unbekannter Anrufer am Festnetz.

Der Kern bleibt derselbe. Jemand weiß, wo Jenny ist. Und Jenny weiß nicht, wer.

🎥 Noch fehlen die Gesichter

Tubi hat bislang keine Besetzung, keinen Regisseur und keinen konkreten Veröffentlichungstermin innerhalb von 2027 bekanntgegeben. Auch erstes Bildmaterial oder ein Trailer fehlen noch.

Damit befindet sich die Adaption noch in einer frühen öffentlichen Phase. Die entscheidende Nachricht ist zunächst die Verfilmung selbst: Ein Stine-Roman von 1989, der bislang vor allem als Teil seiner frühen Teenager-Horrorzeit bekannt war, bekommt nach Jahrzehnten seine erste große Live-Action-Version. Gerade deshalb ist jetzt noch genug offen, um interessant zu werden.

🩸 Ein früher Stine bekommt endlich seinen Film

The Babysitter muss 2027 kein riesiges Franchiseprojekt werden, um reizvoll zu sein. Die Vorlage besitzt etwas, das vielen komplizierten modernen Horrorkonstruktionen fehlt: eine sofort verständliche Bedrohung. Ein fremdes Haus, ein Babysitterjob, beunruhigende Anrufe und die wachsende Gewissheit, dass jemand ein sehr persönliches Spiel mit Jenny treibt.

Dass Tubi dafür nicht zu einer weiteren bekannten Goosebumps-Geschichte greift, sondern einen fast vierzig Jahre alten Point-Horror-Roman hervorholt, macht die Sache umso interessanter.

Manche Bücher warten eben sehr lange auf ihren Anruf. Und Jenny hätte vermutlich besser gleich aufgelegt.

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