Croissants gegen Monster: Die deutschen Dungeons-Macher enthüllen Rise of the Spellbaker

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Khemias gefährlichste Backstube öffnet 2027

📰 Was ist los?
Realmforge Studios hat Rise of the Spellbaker angekündigt. Das märchenhafte Action-Adventure lässt eine Hexe magische Backwaren gegen eine alles verschlingende Seuche einsetzen und erscheint 2027 für PS5, Xbox Series und PC.

🐛 Was denken wir?
Das Spiel besitzt schon durch sein Zauberbacken eine klare eigene Identität. Spannend wird nun, ob Realmforge die Mischung aus Action, Märchenwelt, Dorfaufbau und Koop so miteinander verzahnt, dass daraus mehr entsteht als nur eine sehr gute Grundidee.

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🥐 Croissants gegen Monster: Die deutschen Dungeons-Macher enthüllen Rise of the Spellbaker

Klare Sache: Magier brauchen Zauberbücher. Alchemisten brauchen Tränke. Und die Hexe aus Rise of the Spellbaker? Hm, die braucht offenbar vor allem einen funktionierenden Ofen.

Kalypso Media und das deutsche Realmforge Studios haben bei FYNG auf der gamescom ihr neues Fantasy-Action-Adventure enthüllt. Rise of the Spellbaker erscheint 2027 für PlayStation 5, Xbox Series und PC und verbindet eine verdorbene Märchenwelt mit Kämpfen, Dorfaufbau und einer ziemlich ungewöhnlichen Form von Magie: Zauber werden nicht gelernt, sondern gebacken.

Eine Hexe aus Rise of the Spellbaker kämpft in einer farbenfrohen Märchenwelt und setzt dabei magische Backwaren und Zaubereffekte gegen Kreaturen ein.
In Rise of the Spellbaker werden Croissants, Kuchen und andere Backwaren zu handfesten Kampfzaubern gegen die Verderbnis von Khemia. © Kalypso Media / Realmforge Studios

Im Mittelpunkt steht eine Hexe aus dem Land Khemia. Eigentlich sollte dort gerade ein großes Erntefest stattfinden. Dann verdirbt innerhalb kürzester Zeit das gesamte vorbereitete Essen, Ungeziefer breitet sich aus und eine namenlose Seuche beginnt, praktisch alles Lebendige zu verschlingen. Die Hexe scheint als Einzige übrig zu bleiben und macht sich auf die Suche nach dem Ursprung dieser Verderbnis.

🍰 Magie kommt diesmal aus der Backstube

Der wichtigste Einfall des Spiels steckt schon im Titel. Die Hexe entdeckt ihr vergessenes Talent des Zauberbackens wieder, sammelt Zutaten und verarbeitet sie zu magischem Gebäck.

Das sind allerdings keine Heilplätzchen für die Reise. Kalypso nennt beispielsweise die Halbmondwelle und den Granatkuchen als Fähigkeiten, mit denen Gegner direkt angegriffen werden können. Das bisher gezeigte Material geht noch stärker in diese Richtung und präsentiert Backwaren als tatsächliche Kampfwerkzeuge.

🎬 Rise of the Spellbaker backt seine ersten Zauber

Der offizielle Trailer zeigt Realmforges neue Märchenwelt und die ziemlich spezielle Magie seiner Hexe.

Damit bekommt Realmforge eine erfreulich klare eigene Idee für sein Kampfsystem. Statt bekannte Feuer-, Eis- und Blitzzauber lediglich anders zu benennen, soll die Magie sichtbar aus Rezepten, Zutaten und Gebäck entstehen. Die Entwickler bewegen sich dabei bewusst zwischen gemütlicher Hexenfantasie und deutlich dunklerem Märchen. Die Welt kann bunt und verspielt aussehen, gleichzeitig wird sie von einer Seuche verformt, die Lebewesen und Landschaften gleichermaßen verändert.

🌑 Khemia ist kein besonders gemütliches Märchenbuch

Die Verderbnis macht aus der ursprünglichen Heimat der Hexe zunehmend einen dunklen und übelriechenden Ort. Zu den Kreaturen, die dort auftauchen, gehören unter anderem der Schädelschleimer und das Großmaul. Im Hintergrund steht zudem eine unbekannte Präsenz, die offenbar mehr mit der Katastrophe zu tun hat als eine zufällige Seuche.

Realmforge bezeichnet das Spiel ausdrücklich als von Märchen inspiriert. Das bedeutet offenbar weniger saubere Prinzessinnenromantik als jene ältere Sorte Geschichte, in der Wälder gefährlich sind, Dinge sprechen können und hinter dem nächsten freundlichen Häuschen möglicherweise etwas ziemlich Falsches wartet.

Genau diese Mischung macht Rise of the Spellbaker interessanter als ein reines Cozy-Spiel. Haus, Dorf, Katze und Backstube liefern die warme Seite der Welt. Draußen warten verdorbene Kreaturen und eine Landschaft, die buchstäblich verrottet.

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🐈 Katze, Sauerteig und kleine Mehlwesen

Ganz allein bleibt die Hexe trotzdem nicht. Zu ihren Begleitern gehört zunächst ihre Katze. Noch ungewöhnlicher ist Hermann, ein sprechender Sauerteig, dessen Erinnerungen offenbar wichtige Informationen über neue Rezepte, die Seuche und seine eigene Herkunft enthalten. Wer Hermann füttert, hilft ihm dabei, dieses Wissen Stück für Stück zurückzugewinnen.

Daneben tauchen kleine Wesen namens Biscies auf. Zusammen mit der Katze und Hermann bilden sie einen Begleiterkreis, der schon jetzt deutlich erkennen lässt, welchen Ton Realmforge treffen will: märchenhaft und niedlich, aber jederzeit nur wenige Schritte von etwas ausgesprochen Seltsamem entfernt.

Auch das eigene Dorf spielt eine größere Rolle. Haus und Umgebung können wiederhergestellt und dekoriert werden, sodass nach den Ausflügen in die verseuchte Welt ein wachsender sicherer Rückzugsort entsteht.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.

🧙 Sechs Hexen gegen die Verderbnis

Wer die Seuche nicht allein bekämpfen möchte, kann weitere Hexen in den eigenen Zirkel holen. Rise of the Spellbaker unterstützt Koop mit bis zu sechs Spielern. Die offizielle Beschreibung spricht davon, Aufgaben innerhalb der Gruppe aufzuteilen und gemeinsam gegen die Verderbnis vorzugehen. Kalypso führt außerdem lokalen Koop auf; der Xbox-Eintrag nennt Online-Spiel für zwei bis sechs Teilnehmer.

Das könnte besonders gut zu den unterschiedlichen Tätigkeiten passen. Ressourcen sammeln, Dorf ausbauen, Zutaten beschaffen und anschließend gemeinsam Kreaturen bekämpfen bietet genügend Ansatzpunkte, damit Koop mehr bedeutet als sechs identische Hexen, die gleichzeitig dasselbe Croissant werfen.

Wie umfangreich diese Systeme tatsächlich werden, muss Realmforge allerdings noch zeigen. Die erste Präsentation verkauft vor allem Welt, Idee und Ton. Gerade beim eigentlichen Kampf und beim Verhältnis zwischen Action und gemütlicheren Elementen bleiben noch genügend Fragen offen.

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🏰 Realmforge verlässt diesmal den Dungeon

Auch der Entwickler macht die Ankündigung interessant. Realmforge Studios aus München ist vor allem mit der Dungeons-Reihe verbunden, in der Spieler über Jahre Verliese gebaut und Fantasyhelden das Leben möglichst unangenehm gemacht haben.

Rise of the Spellbaker schlägt nun eine deutlich andere Richtung ein. Statt Management-Satire gibt es ein handgemachtes Action-Adventure, statt dem ultimativen Bösen eine Hexe mit Katze – und statt Fallenbau nun offenbar aggressives Gebäck.

Trotzdem bleibt eine gewisse Realmforge-DNA erkennbar. Wieder wird ein bekanntes Fantasybild genommen und ein wenig schräg verdreht. Diesmal trifft es den klassischen Hexenzauber.

Rise of the Spellbaker soll 2027 erscheinen. Bis dahin muss Realmforge vor allem zeigen, ob sich seine wunderbar bekloppte Grundidee auch über ein vollständiges Action-Adventure trägt.

Aber ein Fantasyspiel, in dem der Satz „Wir brauchen dringend mehr Croissants“ möglicherweise eine taktische Ansage ist, hat unsere Aufmerksamkeit erst einmal sicher.

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