Amazons Hoffnung: Können die Ringe der Macht ohne »House of the Dragon« endlich glänzen?

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🐉 Amazons Hoffnung: Können die Ringe der Macht ohne »House of the Dragon« endlich glänzen?

Amazon hat Milliarden nach Mittelerde getragen, doch der ganz große Fantasy-Rausch blieb bisher aus. Jetzt bekommt Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht mit Staffel 3 erstmals eine Saison fast für sich allein. Ohne direkte Konkurrenz durch House of the Dragon könnte sich zeigen, ob das Problem wirklich „die bösen Targaryens“ waren oder die Serie selbst.


🔥 Zwei Serien, ein Thron: Timing ist alles

HBO hat Staffel 3 von House of the Dragon offiziell für 2026 terminiert, erwartet wird ein Start im Sommer, rund um August herum.
Amazon dagegen hat die dritte Staffel der Ringe der Macht im Dezember 2025 abgedreht und schickt sie nun in eine gewohnt lange Postproduktion. Ein Release Ende 2026 gilt als wahrscheinlich, rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft und weit genug weg vom Targaryen-Feuerwerk.

Für Prime Video ist das ein Luxus, den Staffel 1 und 2 nie hatten: 2022 und 2024 liefen beide Serien nahezu parallel, die Zielgruppe musste zwischen Drachen und Elben pendeln und entschied sich in der öffentlichen Wahrnehmung meist für Westeros.


📉 Milliardenbudget, lauwarme Liebe

Die nackten Zahlen sind weiterhin gnadenlos: Rund 465 Millionen US-Dollar hat Amazon laut Branchenberichten allein in Staffel 1 investiert, so viel wie nie zuvor für eine TV-Staffel.
Trotzdem kommt die Serie beim Publikum nur auf einen Popcorn-Score von 49 % bei Rotten Tomatoes, während die Kritik mit 80-plus-Prozent deutlich wohlwollender ist.

Heißt übersetzt: Die einen sehen eine visuell überwältigende Second-Age-Oper, die anderen einen extrem teuren Fan-Fiction-Pitch. Und im Schatten eines sehr geerdet erzählten Targaryen-Bürgerkriegs fielen die Serien-Elben noch blasser aus.


🕯️ Chance oder letzte Bewährungsprobe?

Das neue Timing ist für Amazon Segen und Risiko zugleich:

  • Mehr Luft zum Atmen: Ohne wöchentliche Cross-Vergleiche mit House of the Dragon kann Ringe der Macht zeigen, was die Serie alleine kann und ob sie jenseits von Budget-Schlagzeilen eine echte Fanbasis besitzt.
  • Nostalgie-Bonus: Ein Release im Herbst/Winter 2026 würde perfekt in die klassische „Mittelerde-Jahreszeit“ fallen. Genau dann, wenn viele sich ohnehin wieder nach Kaminfeuer, Howard-Shore-Playlist und langen Fantasy-Abenden sehnen.
  • Kein Alibi mehr: Sollte die Serie trotz Solo-Slot und Weihnachtsstimmung wieder nur solide laufen, lässt sich das nicht mehr auf „falsches Timing“ schieben. Dann steht zwangsläufig die Frage im Raum, ob Amazons teuerster Serienplan wirklich fünf Staffeln durchhalten kann.

🧙‍♂️ Unser Fazit: Letzte Bewährungsprobe für Mittelerde

Die Ringe der Macht bekommt 2026 zum ersten Mal die Bühne fast für sich allein, ohne Targaryen-Feuerwerk im Nachbarstream. Wenn Amazon die dritte Staffel nutzt, um Figuren klarer zu zeichnen, das Tempo zu straffen und die großen Momente nicht im CGI-Nebel zu versenken, kann Mittelerde endlich als eigene Event-Serie funktionieren. Passiert das nicht, wird Staffel 3 weniger wie eine neue Chance wirken, sondern wie der Moment, in dem eine sehr teure Wette endgültig zur existenziellen Bilanzfrage wird.

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