Richard Swan baut Empire of the Wolf um vier neue Fantasyromane aus

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🐺 Der Wolf bekommt ein neues Jahrhundert.

📰 Was ist los?
Orbit hat vier weitere Fantasyromane von Richard Swan angekündigt. Im Februar 2028 startet zunächst ein eigenständiger Roman über den Fixer Xander Holt, angesiedelt hundert Jahre nach The Great Silence in einem neuen Gaslamp-Zeitalter. Danach folgt The Mortal Divine Trilogy, die das große Finale der insgesamt zehnteiligen Empire of the Wolf-Saga bilden soll.

🐛 Was denken wir?
Der Zeitsprung macht die Ankündigung besonders spannend. Swan darf seine Welt technisch, politisch und kulturell weiterentwickeln, statt lediglich die nächste Geschichte vor derselben Kulisse zu erzählen. Dass gleichzeitig schon ein finales Ziel für die gesamte Saga feststeht, gibt den vier neuen Büchern zusätzlich Gewicht.

Das Empire of the Wolf wächst weiter und diesmal gleich um eine komplette neue Epoche. Orbit hat vier weitere Fantasyromane von Richard Swan angekündigt, die seine Welt zunächst hundert Jahre in die Zukunft führen und anschließend zum großen Finale einer insgesamt zehn Bücher umfassenden Saga ansetzen.

Das Cover von The Justice of Kings steht vor einer düsteren Fantasykulisse mit monumentaler Architektur, Wolfsstatuen und rotem Stoff.
Richard Swan erweitert das Empire of the Wolf um vier neue Romane und führt seine Fantasywelt bis zum angekündigten Finale einer zehnteiligen Saga weiter. © Orbit / Hachette Book Group / Cover von The Justice of Kings; Hintergrund: Fantasykosmos

Den Anfang macht im Februar 2028 ein noch unbetitelter Einzelroman. Danach folgt mit The Mortal Divine eine neue Trilogie, die das gesamte Empire of the Wolf schließlich abschließen soll. Besonders spannend ist dabei der Zeitsprung: Aus der bekannten Welt entwickelt sich ein viktorianisch geprägtes Gaslamp-Zeitalter, in dem Luftkrieg, Industrie und Okkultismus neue Machtverhältnisse schaffen.

🕰️ Hundert Jahre später

Der neue Einzelroman setzt ein Jahrhundert nach den Ereignissen der Great Silence-Trilogie ein. Die Welt hat sich in dieser Zeit grundlegend verändert und bewegt sich inzwischen deutlich in Richtung Gaslamp Fantasy.

Technischer Fortschritt bestimmt zunehmend Politik und Krieg. Luftstreitkräfte haben die Art verändert, wie Reiche kämpfen und Territorien erobern, während die übernatürlichen Kräfte der Welt offenbar keineswegs verschwunden sind. Genau diese Verbindung aus wachsender Industrialisierung und alter, gefährlicher Magie bietet Swan reichlich Raum für eine neue Spielart seines Kosmos.

🎩 Ein Fixer für schmutzige Probleme

Im Mittelpunkt steht Xander Holt, der als sogenannter Fixer arbeitet. Er ist damit keine klassische Ritter- oder Richterfigur, sondern jemand, der Probleme löst, bei denen vermutlich besser niemand zu genau wissen möchte, wie die Lösung zustande gekommen ist.

Gemeinsam mit einer ungewöhnlichen Gruppe von Gefährten gerät Holt in eine okkulte Verschwörung, deren Folgen weit über persönliche Intrigen hinausreichen. Sollte sie nicht gestoppt werden, droht der Welt ein neuer verheerender Krieg.

Damit bekommt der neue Einstieg einen deutlich anderen Geschmack als die bisherigen Geschichten. Gaslamp-Städte, moderne Kriegsführung und ein professioneller Problemlöser im Zentrum klingen eher nach düsterem Fantasythriller als nach einer bloßen Fortsetzung mit neuem Datum.

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✈️ Der Himmel wird zum Schlachtfeld

Besonders auffällig ist die neue Bedeutung des Luftkriegs. Wenn militärische Macht plötzlich nicht mehr ausschließlich auf Straßen, Meeren und klassischen Schlachtfeldern entschieden wird, verändert das zwangsläufig ganze Gesellschaften.

Grenzen lassen sich anders angreifen, Städte werden verwundbarer und technologische Überlegenheit bekommt ein neues Gewicht. Swan verschiebt seine Welt damit sichtbar in eine neue historische Entwicklungsstufe, ohne den übernatürlichen Unterbau des Empire of the Wolf zurückzulassen.

Gerade daraus kann eine reizvolle Spannung entstehen: Fortschritt verspricht Kontrolle, während okkulte Kräfte weiterhin beweisen dürften, dass sich manche Dinge weder berechnen noch industrialisieren lassen.

🕯️ Gaslamp statt Stillstand

Der große Zeitsprung verhindert zugleich, dass der neue Roman lediglich bekannte Konflikte noch einmal aufwärmt. Hundert Jahre verändern Religion, Politik, Technik und das kollektive Gedächtnis einer Welt.

Was früher unmittelbare Geschichte war, kann inzwischen Mythos geworden sein. Alte Katastrophen werden vielleicht anders erinnert, Institutionen können verschwunden oder zu etwas völlig Neuem geworden sein, und selbst vertraute Formen von Magie bekommen in einer industrielleren Gesellschaft zwangsläufig einen anderen Stellenwert.

Genau deshalb wirkt der Einzelroman als Einstieg besonders sinnvoll. Neue Leser müssen nicht erst mehrere Reihen nachholen, während langjährige Fans entdecken können, was aus einer Welt geworden ist, deren frühere Krisen sie bereits miterlebt haben.

👑 Danach kommen die letzten drei

Mit diesem Einzelroman ist allerdings längst nicht Schluss. Anschließend startet The Mortal Divine Trilogy – und die soll das große Finale des gesamten Empire of the Wolf-Kosmos bilden.

Damit steht erstmals fest, wie weit Swan die Geschichte insgesamt führen möchte. Nach Abschluss der neuen Bücher soll die große Sequenz zehn Romane umfassen.

Das ist eine bemerkenswerte Ansage, weil die neuen Titel dadurch nicht wie endlose Verlängerungen einer erfolgreichen Marke wirken. Orbit und Swan setzen bereits jetzt einen Endpunkt und machen deutlich, dass The Mortal Divine auf ein tatsächliches Finale zulaufen soll.

Orkenfeuer Kaffemischung aus Mordor als Bannerwerbung vor dem Schicksalsberg.

🔟 Eine Saga mit Ziel

Gerade bei großen Fantasywelten ist ein angekündigtes Ende nicht selbstverständlich. Serien wachsen, Nebenreihen entstehen und irgendwann weiß selbst ein aufmerksam geführtes Bücherregal kaum noch, wo eigentlich die Hauptgeschichte verläuft.

Beim Empire of the Wolf zeichnet sich nun dagegen eine klare Gesamtform ab. Der neue Einzelroman erweitert die Welt um eine zusätzliche Epoche, anschließend führen drei weitere Bücher die gesamte Geschichte zum Abschluss.

Damit bekommt der geplante Zehn-Bände-Bogen fast etwas Historisches. Statt eine einzelne Heldengruppe über immer neue Abenteuer zu schicken, verändert sich die Welt selbst über Generationen hinweg.

🚪 Zwei neue Türen in dieselbe Welt

Interessant ist außerdem, dass sowohl der Einzelroman als auch die Mortal Divine-Trilogie als mögliche Einstiegspunkte für neue Leser funktionieren sollen.

Das ist bei einer zehnteiligen Welt ziemlich wichtig. Wer 2028 zum ersten Mal auf Xander Holt trifft, soll offenbar nicht zwingend mehrere tausend Seiten Vorgeschichte benötigen, bevor überhaupt das erste Luftschiff abheben darf.

Gleichzeitig dürfte für langjährige Leser genügend historischer Untergrund vorhanden sein. Gerade der Zeitsprung lädt dazu ein, alte Ereignisse, Namen und Folgen wieder auftauchen zu lassen, ohne dass die neue Handlung vollständig von ihnen abhängig sein muss.

🐺 Der Wolf wird älter

Richard Swan hat damit etwas Interessanteres vor als einfach vier weitere Romane im selben Setting. Die Welt altert. Technik verändert sie. Kriege verändern ihre Form. Und am Ende wartet bereits das angekündigte Finale.

Der Schritt in ein viktorianisches Gaslamp-Zeitalter wirkt dafür ausgesprochen passend. Eine Fantasywelt wird besonders spannend, wenn sie nicht jahrhundertelang auf demselben technologischen und politischen Stand eingefroren bleibt.

2028 beginnt deshalb gewissermaßen die nächste historische Phase des Empire of the Wolf. Und wenn Xander Holt tatsächlich mitten zwischen Luftkrieg und okkulter Verschwörung landet, dürfte dieses Jahrhundert kaum friedlicher werden als das vorige.

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