Nicholas Sparks trifft M. Night Shyamalan: Remain wird zur übernatürlichen Liebesgeschichte

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Diese Romanze hat ein Geisterproblem

📰 Was ist los?
Warner Bros. hat den ersten Trailer zu Remain veröffentlicht. Jake Gyllenhaal und Phoebe Dynevor spielen die Hauptrollen in einer übernatürlichen Liebesgeschichte, die M. Night Shyamalan und Nicholas Sparks gemeinsam entwickelt haben.

🐛 Was denken wir?
Die Kombination klingt zunächst wie ein Experiment, das jemand nach drei Gläsern Wein vorgeschlagen hat. Genau deshalb ist sie spannend: Sparks liefert emotionale Fallhöhe, Shyamalan sorgt dafür, dass wir irgendwann jeder romantischen Szene misstrauen.

Es gibt Kombinationen, die wirken sofort logisch. Knoblauch und Vampire. Schwerter und Fantasy. Nicholas Sparks und M. Night Shyamalan gehören zunächst eher nicht in diese Kategorie.

Jake Gyllenhaal steht im Profil vor einer hellen, schemenhaften Gestalt beziehungsweise Spiegelung hinter einem Vorhang.
In Remain beginnt die Liebesgeschichte dort, wo Gewissheit bereits langsam aus dem Bild verschwindet. © Warner Bros. Pictures / Blinding Edge Pictures

Genau deshalb ist Remain interessant. Warner Bros. hat den ersten Trailer zum neuen Film von M. Night Shyamalan veröffentlicht, dessen Geschichte gemeinsam mit Bestsellerautor Nicholas Sparks entwickelt wurde. Jake Gyllenhaal und Phoebe Dynevor spielen die Hauptrollen in einer Geschichte, die zunächst sehr nach klassischem Sparks-Romantikdrama aussieht und anschließend zunehmend in übernatürliche Mystery abrutscht.

In den USA startet der Film am 5. Februar 2027. Für Deutschland wird derzeit der 4. Februar geführt.

🌊 Tate sucht Ruhe und findet Wren

Gyllenhaal spielt Tate, einen New Yorker Architekten, der nach einer schweren persönlichen Krise einen Neuanfang sucht. Er zieht nach Cape Cod, wo er ein Hausprojekt übernehmen und Abstand von seinem bisherigen Leben gewinnen will.

Dort begegnet er Wren, gespielt von Phoebe Dynevor. Die beiden kommen sich näher, und für einige Momente sieht Remain tatsächlich so aus, als hätte Sparks einfach wieder zwei Menschen in eine hübsche Küstenlandschaft gestellt und beschlossen, ihnen das Leben emotional schwerzumachen.

Dann beginnt Shyamalan. Der Trailer verschiebt seinen Ton zunehmend. Seltsame Wahrnehmungen, Geistererscheinungen und tödliche Geheimnisse drängen in die Liebesgeschichte hinein. Tate muss schließlich herausfinden, wer Wren wirklich ist und was an diesem Ort vor sich geht.

🎬 Erst Romantik, dann stimmt etwas ganz und gar nicht

Der erste Trailer zu Remain setzt den Tonwechsel sehr sauber: Zunächst wirkt alles wie eine große, melancholische Liebesgeschichte an der Küste. Dann schleichen sich immer mehr verstörende Bilder und übernatürliche Hinweise hinein, bis aus der Nicholas-Sparks-Romanze endgültig eine Shyamalan-Mystery wird.

👻 Eine Liebesgeschichte mit Geisterproblem

Besonders spannend ist, dass die übernatürliche Ebene hier offenbar nicht bloß als später Twist auf eine romantische Handlung geklebt wurde. Die Grundgeschichte wurde von Shyamalan und Sparks gemeinsam entwickelt und von Beginn an für zwei unterschiedliche Medien gedacht.

Shyamalan formte daraus den Film, Sparks schrieb auf Basis derselben Geschichte einen Roman. Dadurch treffen tatsächlich zwei sehr unterschiedliche erzählerische Traditionen aufeinander: große Gefühle, Verlust und zweite Chancen auf der einen Seite; Zweifel an Wahrnehmung, verborgene Wahrheiten und übernatürliche Bedrohung auf der anderen.

Das könnte leicht schiefgehen. Gerade deshalb besitzt die Kombination Reiz. Wenn Remain funktioniert, muss sich der Zuschauer irgendwann gleichzeitig fragen, ob Tate Wren vertrauen kann und ob er sich überhaupt sicher sein darf, dass sie auf dieselbe Art existiert wie er. Für eine Beziehung ist das selbst nach Nicholas-Sparks-Maßstäben ein ganz schön schwieriger Start.

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🎭 Gyllenhaal bekommt wieder einen Mann am Rand

Jake Gyllenhaal spielt Tate als kontrollierten, innerlich beschädigten Mann, der mit Trauer und psychischer Belastung kämpft. Die Küstenstadt soll für ihn eigentlich ein Ort des Neuanfangs sein.

Das passt gut zu Gyllenhaal, der Figuren mit brüchiger Wahrnehmung und zunehmendem Kontrollverlust ohnehin hervorragend kann. Phoebe Dynevor bekommt als Wren dagegen die undankbare Aufgabe, gleichzeitig romantischer Mittelpunkt und möglicherweise das größte Rätsel des Films zu sein. Zur weiteren Besetzung gehören unter anderem Ashley Walters, Julie Hagerty und Jay O. Sanders.

Die eigentliche Spannung dürfte dabei weniger aus klassischem Horror entstehen als aus der Frage, wie lange man der romantischen Oberfläche trauen kann.

💔 Sparks liefert die Gefühle, Shyamalan die Unsicherheit

Die Marketingidee hinter Remain ist fast schon unverschämt einfach: Man lässt zwei Namen aufeinanderprallen, die für völlig unterschiedliche Erwartungen stehen.

Bei Sparks wartet man auf große Geständnisse, verletzte Herzen und mindestens einen emotional problematischen Sonnenuntergang. Bei Shyamalan wartet man darauf, dass irgendetwas im Bild plötzlich bedeutet, dass man die vergangenen 90 Minuten komplett falsch verstanden hat.

Der erste Trailer spielt genau mit diesem Gegensatz. Die romantische Ausgangslage wird nicht versteckt, sondern bewusst aufgebaut, damit die übernatürliche Ebene stärker dagegen schneiden kann.

Das ist wahrscheinlich die klügste Methode, diese ungewöhnliche Zusammenarbeit zu verkaufen. Wer bei Remain am Ende eine fette Gänsehaut bekommt, muss nur noch herausfinden, ob wegen der Liebesgeschichte oder weil hinter ihm plötzlich jemand steht.

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