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Isekai-Heldin statt Villainess
📰 Was ist los?
Die Light-Novel-Reihe „Bad End Mokuzen no Heroine ni Tensei shita Watashi…“ von Kotoko bekommt eine Anime-Adaption. Studio, Format und Starttermin sind noch nicht bekannt. Die Geschichte startete als Webnovel, umfasst inzwischen neun Light-Novel-Bände plus Side-Story und eine laufende Manga-Reihe, die im Westen u. a. von Tokyopop veröffentlicht wird.
🐛 Was denken wir?
Der Titel klingt wie ein halber Plot in einem Atemzug – aber die Mischung aus F-Rang-Heldin, Magie-Akademie und Otome-Hard-Mode könnte als Anime gut funktionieren. Wenn die Produktion nicht im 08/15-Isekai-Fließband landet, ist hier genug Stoff für eine charmante, leicht meta-hafte RomCom mit Fantasy-Anstrich.
💘 Otome-Isekai-Heldenrolle: „I Was Reincarnated as the Heroine“ bekommt Anime
Eine Protagonistin, die von einem Otome-Game-Regal erschlagen wird und als gemobbte F-Rang-Heldin in ihrem eigenen Dating-Sim aufwacht. Natürlich bekommt so etwas früher oder später eine Anime-Adaption. Jetzt ist es so weit: „I Was Reincarnated as the Heroine on the Verge of a Bad Ending, and I’m Determined to Fall in Love!“ wurde offiziell als Anime-Projekt angekündigt.
📺 Anime-Projekt ohne Termin, aber mit klarer Vorlage
Bestätigt ist bisher nur das „Anime Project“ selbst: Weder Studio noch Format (TV-Serie, Film, OVA) oder Starttermin wurden genannt. TO BOOKS und mehrere News-Seiten melden die Adaption übereinstimmend, Details will man „zu einem späteren Zeitpunkt“ nachreichen, also klassischer Zustand nach dem bekannten Motto „existiert auf dem Whiteboard, noch nicht im Programmheft“.
Die Vorlage bringt wahrlich genug Material mit:
- Start als Webnovel auf Shōsetsuka ni Narō im April 2021
- seit Januar 2022 als Light Novel bei TO BOOKS, aktuell neun Bände plus Side-Story
- ab Juni 2022 eine Manga-Adaption auf der Corona-EX-Plattform, inzwischen in mehrere Bände gesammelt und im Westen u. a. bei Tokyopop auf Englisch erhältlich
Das heißt: Stoff ist da, Leserschaft ist da, englische Ausgabe ist da, nur das Produktionsteam fehlt noch in der Gleichung.
🎮 Dating-Sim-Fan wird zur F-Rang-Heldin
Inhaltlich spielt die Reihe fast alle klassischen Otome-Isekai-Karten, aber aus der Heldinnen- statt Bösewichtinnen-Perspektive:
- Eine überarbeitete Büroangestellte wird von ihrem eigenen Gameschrank begraben und wacht als Reine Waynewright in einem Fantasy-Dating-Sim wieder auf.
- Reine ist dort offiziell die Protagonistin, in der Praxis aber: F-Rang an der Heartfelt Academy, schwache Magie, ständiges Mobbing, kaum Freunde.
- Um das drohende Bad Ending zu umgehen, beschließt sie, sich nicht einfach in die Route treiben zu lassen, sondern ihren Wert durch Lernen, Training und Social Skills selbst hochzuziehen, einschließlich der Option, sich tatsächlich zu verlieben statt nur den Scriptpfad abzusitzen.
Typisch Otome: mehrere potenzielle Love-Interests, Academy-Ranking, Magie-Unterricht. Weniger typisch: Ein „Cheat-Bruder“, der als überbegabter S-Rang-Beschützer Reines Selbstbestimmungsversuche eher konterkariert als unterstützt.
📚 Von Narō zum Bücherregal: Warum diese Reihe im Westen auffällt
Im Westen ist der Titel vor allem über die Manga-Ausgabe präsent, die Tokyopop nach und nach auf Englisch veröffentlicht – mitsamt dem vollen englischen Titel, der schon beim Lesen den halben Plot referiert.
Inhaltlich zielt die Reihe ziemlich direkt auf die Schnittmenge aus:
- Otome-Isekai,
- Schul-Fantasy mit Magie-Akademie,
- Reverse-Harem-Romance,
also genau die Ecke, in der schon Serien wie My Next Life as a Villainess oder Endo and Kobayashi Live! unterwegs waren, hier aber mit einer Protagonistin, die nicht zur „rehabilitierten Antagonistin“ gemacht wird, sondern versucht, endlich die eigene Geschichte aus der Hauptrolle heraus zu retten.
Für eine Anime-Adaption ist das strategisch clever: Die Light Novel läuft stabil, der Manga hat im Ausland bereits Fuß gefasst, und das Setting ist visuell dankbar (Uniformen, Magie, Schulbälle, bunte UI-Gags aus der Spielwelt).
🧵 Unser Fazit: Kein Villainess-Meme, sondern Otome-„Hard Mode“
Aus Sicht des Fantasykosmos wirkt das Ganze wie die logische zweite Welle nach den Villainess-Anime: Wenn die Bösewichte rehabilitiert sind, ist die eigentliche Heldin dran, allerdings nicht als strahlende Mary Sue, sondern als F-Rang-Schadensbegrenzungsexpertin.
Ob der Anime am Ende mehr wird als ein netter Genre-Baustein, hängt an zwei Dingen:
- Inszenierung – ob das Spielbrett wirklich verspielt wirkt oder nur als Kulisse dient.
- Charakterarbeit – ob Reine und ihr „Cheat-Bruder“ über Running Gags hinauskommen und eine glaubhafte Beziehungsebene entwickeln.
Das Potenzial ist da: Wenn die Adaption den Charme der Vorlage trifft, könnte „I Was Reincarnated as the Heroine“ der nächste Beweis werden, dass Otome-Isekai auch ohne Weltuntergang und Dämonenfürsten gut funktionieren, solange jemand wirklich versucht, dem eigenen Bad Ending davonzulaufen.



