Red Riding Hood: A Detective Story – Wenn Rotkäppchen statt der Großmutter Leichen findet

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der Wolf kann erst mal aufatmen

📰 Was ist los?
Aito Aoyagis Red Riding Hood: A Detective Story bekommt 2027 eine TV-Anime-Serie. Rotkäppchen löst darin Verbrechen in einer Welt aus bekannten Märchen, Pinocchio begleitet sie als Assistent. Yume Miyamoto und Akira Sekine sprechen das Duo, BENTEN Film produziert. Ein erster Teaser ist bereits veröffentlicht.

🐛 Was denken wir?
Das Konzept ist fast verdächtig naheliegend: Märchen sind voller Mordversuche, vergifteter Lebensmittel, verschwundener Kinder und fragwürdiger Herrscher, eigentlich hätten sie schon vor Jahrhunderten eine vernünftige Ermittlerin gebraucht. Entscheidend wird sein, ob der Anime seine Fälle wirklich als Mystery ernst nimmt. Wenn das klappt, hat Rotkäppchen hier deutlich mehr zu tun als nur zu prüfen, warum Großmutters Zähne heute so auffällig groß aussehen.

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🧺 Red Riding Hood: A Detective Story – Wenn Rotkäppchen statt der Großmutter Leichen findet

Der Wald, die Großmutter und der Wolf haben offenbar nicht genügend Beschäftigung geboten. Rotkäppchen wechselt ins Ermittlungsfach. Aito Aoyagis Märchen-Mystery Red Riding Hood: A Detective Story bekommt 2027 erstmals eine TV-Anime-Serie. Und wer bei Rotkäppchen noch reflexartig an Kuchen, Korb und einen ausgesprochen schlechten Besuch bei der Oma denkt, sollte sich umstellen: Hier liegen auf dem Reiseweg regelmäßig Leichen herum.

Rotkäppchen lächelt mit einer Hand vor dem Mund und trägt eine rot-violette Kapuze. Links sitzt Pinocchio in einem geflochtenen Korb, während um beide verschiedene Märchengegenstände schweben.
Rotkäppchen übernimmt 2027 selbst die Ermittlungen und Pinocchio scheint als Assistent bereits eine ausgesprochen ungewöhnliche Reisehaltung gefunden zu haben.
© Aito Aoyagi / Futabasha / Red Riding Hood Production Committee

Die heute angekündigte Serie verbindet bekannte Märchenwelten mit klassischen Mordfällen. Rotkäppchen reist aus einem zunächst nicht näher erklärten Grund durch diese Welt, stolpert zuverlässig über Verbrechen und löst sie mit Neugier, Beobachtungsgabe und ziemlich wenig Geduld für schlecht geplante Straftaten. An ihrer Seite steht Pinocchio, der im neuen Teaser bereits als ziemlich eigenwilliger Assistent eingeführt wird.

🔎 Der Wolf wäre hier vermutlich nur der erste Verdächtige

Das Grundkonzept ist simpel und ziemlich ergiebig: Märchen besitzen ohnehin Könige, Hexen, verzauberte Gegenstände, sprechende Tiere, Flüche und Familienverhältnisse, bei denen jede Mordkommission nach fünf Minuten zusätzliche Aktenordner beantragen würde. Red Riding Hood: A Detective Story behandelt diese Welt deshalb konsequent wie ein gewaltiges Kriminalrevier.

Rotkäppchen gerät auf ihrer Reise immer wieder in neue Fälle und versucht herauszufinden, was tatsächlich geschehen ist. Dabei sollen gerade die Regeln der jeweiligen Märchenwelt Teil der Rätsel werden. Magie und bekannte Motive liefern also keine bloße Dekoration für gewöhnliche Mordfälle, sondern können selbst Bestandteil der Tricks sein.

Schon der Teaser bringt den Ton ziemlich gut auf den Punkt. Rotkäppchen konfrontiert einen Täter sinngemäß mit der Frage, warum dessen Verbrechensplan eigentlich derart schlampig sei. Das ist eine angenehm andere Version der Figur. Kein hilfloses Mädchen auf dem Weg durch den Wald, sondern jemand, der einem Mörder anschließend noch fachliche Kritik an der Ausführung liefert.

🎬 Rotkäppchen eröffnet die Märchen-Mordkommission

Der erste offizielle Teaser zu Red Riding Hood: A Detective Story stellt Rotkäppchen und Pinocchio vor und zeigt bereits, wie aus bekannten Märchen ein ziemlich eigenwilliges Kriminalrevier wird. Wer einen Mord plant, sollte ihn wenigstens ordentlich planen – Rotkäppchen kontrolliert nach.

🤥 Pinocchio wird zum denkbar verdächtigen Assistenten

Mit Pinocchio bekommt Rotkäppchen einen Begleiter, dessen berühmteste Eigenschaft für Detektivarbeit ausgesprochen problematisch klingt: Er lügt.

Die Vorlage macht daraus allerdings keinen simplen Running Gag. Pinocchio reist mit Rotkäppchen, lernt während der gemeinsamen Fälle dazu und entwickelt sich im Verlauf der Geschichten weiter. Sprecherin Akira Sekine hat bei der Ankündigung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gerade sein Wachstum und die entstehende Bindung zwischen beiden Figuren eine wichtige Rolle spielen.

Das Duo besitzt ohnehin Potenzial. Eine Detektivin, die Wahrheit sucht, und ein Begleiter, dessen komplette Popkulturkarriere auf nachweisbarer Unwahrheit beruht, ist fast schon zu passend.

Immerhin besitzt er ein eingebautes Lügendetektor-System. Es zeigt nur leider ausschließlich bei ihm selbst an.

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🎬 BENTEN Film übernimmt die neue Märchenwelt

Die Animation entsteht bei BENTEN Film. Itsuro Kawasaki führt Regie und schreibt zugleich das Drehbuch. Das ist bei einem Mystery-Stoff durchaus interessant, weil Inszenierung und Konstruktion der Fälle besonders eng miteinander verzahnt werden müssen.

Kawasaki hat bei der Ankündigung selbst darauf hingewiesen, dass gerade die Übertragung der Tricks in Animation eine Herausforderung darstellt. Bei Kriminalgeschichten reicht es schließlich nicht, eine Szene einfach hübsch aussehen zu lassen. Räume, Gegenstände und Bewegungen müssen so inszeniert sein, dass eine spätere Auflösung tatsächlich funktioniert und der Zuschauer theoretisch eine Chance hatte, selbst auf die Lösung zu kommen.

Die Charakterdesigns stammen von Manami Minakata und Yuko Yahiro, während Izumi Hoki und Hiroshi Kato die künstlerische Leitung übernehmen. Das erste Visual setzt bereits deutlich auf den Gegensatz aus Märchen und Mordfall: Rotkäppchen lächelt beinahe vergnügt in die Kamera, während um sie herum Gegenstände wie Messer, Trank, Buch und eine körperlich etwas ungünstige Pinocchio-Situation verteilt sind.

Märchenstunde sieht jedenfalls anders aus.

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🎙️ Yume Miyamoto setzt die rote Kapuze auf

Yume Miyamoto übernimmt die Hauptrolle. Sie beschreibt Rotkäppchen als Figur, die sich deutlich von jener Version unterscheidet, die praktisch jeder aus der Kindheit kennt. Genau das dürfte für die Serie entscheidend werden. Der Name allein sorgt natürlich sofort für Wiedererkennung. Interessant wird der Anime aber erst dann, wenn er aus diesen weltbekannten Figuren eigenständige Charaktere baut, statt nur ständig mit bekannten Märchenreferenzen zu winken.

Neben Rotkäppchen und Pinocchio dürfte der Stoff dafür reichlich Material liefern. Die Romanreihe benutzt zahlreiche klassische Geschichten als Bühne für neue Fälle und spielt bewusst damit, was Zuschauer bereits über diese Märchen zu wissen glauben. Das ist für Mystery fast ideal: Jeder bringt Vorwissen mit. Und genau dieses Vorwissen kann man wunderbar gegen ihn verwenden.

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🎞️ Netflix war schon da – der Anime beginnt trotzdem neu

Ganz unbekannt ist Aoyagis Stoff außerhalb Japans inzwischen nicht mehr. 2023 erschien bei Netflix die Realverfilmung Once Upon a Crime mit Kanna Hashimoto als Rotkäppchen. Dort geriet sie gemeinsam mit Cinderella in einen Mordfall.

Die neue Anime-Serie ist allerdings keine Zeichentrickfassung dieses Films. Sie greift direkt auf die Romanreihe zurück und kann damit wesentlich mehr von Rotkäppchens Reisen und Fällen erzählen.

Das Serienformat dürfte dem Konzept sogar besser liegen. Ein Märchen, ein neuer Schauplatz, ein Verbrechen und eine Ermittlerin, die wieder irgendwo auftaucht, wo gerade jemand äußerst verdächtig tot herumliegt – daraus lässt sich sehr bequem episodischer Stoff bauen, während größere Figurenentwicklungen im Hintergrund weiterlaufen.

Ein genauer Starttermin für 2027 fehlt bislang. Die Ermittlungen haben also begonnen.

Nur der Sendetermin besitzt bislang noch kein wasserdichtes Alibi.

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