Fantasy begann nicht in Westeros: Ramayana zieht mit Göttern, Dämonen und bis zu 500 Millionen Dollar ins Kino

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Rama zielt jetzt auf die Weltkinos

📰 Was ist los?
Der neue englische Trailer zu Ramayana zeigt Nitesh Tiwaris zweiteiliges Mythologie-Epos für das internationale Publikum. Teil eins startet am 6. November 2026, Teil zwei folgt 2027; für beide Filme werden je nach Quelle rund 420 bis zu 500 Millionen Dollar Gesamtbudget genannt.

🐛 Was denken wir?
Das Spannende liegt hier tiefer als im großen Budget. Ramayana bringt eine der bedeutendsten nichtwestlichen Erzähltraditionen in Blockbuster-Dimensionen und könnte der internationalen Fantasy damit Bilder liefern, die eben nicht wieder aus dem üblichen europäischen Fundus stammen. Jetzt muss nur noch der Film größer sein als seine Rechnung.

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🌏 Fantasy begann nicht in Westeros: Ramayana zieht mit Göttern, Dämonen und bis zu 500 Millionen Dollar ins Kino

Nein, nein. Hollywood besitzt gewiss kein Monopol mehr auf filmischen Größenwahn. Der neue englischsprachige Trailer zu Ramayana erinnert daran mit Göttern, Dämonen, kosmischen Schlachten und einem Gesamtbudget, bei dem selbst manche westliche Blockbuster-Produktion kurz den Taschenrechner sucht. Am 6. November 2026 soll der erste Teil weltweit ins Kino kommen.

Rama steht links mit blau leuchtender Haut und einem gebogenen Bogen dem rot und orange leuchtenden Ravana vor einem kosmischen Hintergrund gegenüber.
Rama und Ravana stehen sich bereits im Promomotiv wie zwei kosmische Gegenpole gegenüber, der neue Ramayana-Trailer denkt erkennbar in sehr großen Bildern.
© Prime Focus Studios / Monster Mind Creations / Sony Pictures Entertainment

Wer bei epischer Fantasy reflexartig nach Mittelerde, Westeros oder dem nächsten westlichen Franchise greift, bekommt im November eine ziemlich alte Korrektur der Landkarte. Ramayana erzählt von Göttern, Dämonen, Verbannung, Liebe und Krieg seit Jahrtausenden. Nitesh Tiwaris Kinofassung gibt dieser Geschichte jetzt allerdings eine Produktionsrechnung, die entschieden aus dem 21. Jahrhundert stammt.

Der neue englischsprachige Trailer bringt das zweiteilige Filmprojekt noch einmal ausdrücklich vor ein internationales Publikum. Teil eins startet nach aktuellem Stand am 6. November 2026 weltweit im Kino, Teil zwei soll 2027 folgen. Hinter dem Projekt stehen Prime Focus Studios, DNEG und Monster Mind Creations, die internationale Distribution übernimmt Sony Pictures. Gedreht wurde für IMAX, Hans Zimmer und A.R. Rahman liefern gemeinsam die Musik.

Das klingt bereits nach einer Produktion, bei der selbst der Abspann vermutlich ein eigenes Reisebudget beantragen musste.

🏹 Rama spannt den Bogen, Ravana gleich den ganzen Himmel

Im Zentrum steht Ranbir Kapoor als Rama, Prinz von Ayodhya und Inkarnation Vishnus. Sai Pallavi spielt Sita, Yash übernimmt Ravana, den Herrscher von Lanka und großen Gegenspieler der Geschichte. Sunny Deol tritt als Hanuman auf, Ravie Dubey als Ramas Bruder Lakshmana. Der Trailer setzt diese Figuren in eine Welt aus Palästen, Wäldern, Schlachtfeldern, übernatürlichen Erscheinungen und gewaltigen Landschaftsbildern.

Dabei fällt vor allem auf, wie stark die Produktion ihre mythologischen Figuren visuell vergrößert. Rama und Ravana erscheinen stellenweise beinahe als kosmische Gegenpole. Blaues und goldenes Licht stehen gegen Feuer, Dunkelheit und monumentale Masse. Der Film will seine Figuren erkennbar größer wirken lassen als gewöhnliche Menschen, ohne sie vollständig in digitale Effektwesen aufzulösen.

Gerade das dürfte eine der schwierigsten Aufgaben der Verfilmung werden. Für ein internationales Publikum muss Ramayana unmittelbar funktionieren. Für Millionen Menschen trägt der Stoff gleichzeitig religiöse, kulturelle und familiäre Bedeutung. Zwischen Blockbuster-Ikonografie und Ehrfurcht liegt hier ein ziemlich schmaler Pfad. Ein schicker Feuerball kann vieles lösen. Jahrtausende kultureller Überlieferung gehören eher nicht dazu.

🎬 Ramayana entfesselt den Götterkrieg im offiziellen Trailer

Der englische Trailer zu Ramayana zeigt Rama, Sita und Ravana zwischen Palästen, Schlachten und gewaltiger Mythologie – mit genau jener Größenordnung, für die man beim Budget offenbar ebenfalls göttlichen Beistand eingeplant hat.

💰 Zwei Filme, bis zu 500 Millionen Dollar und sehr wenig Kleingeld

Auch finanziell bleibt Ramayana weit außerhalb gewöhnlicher indischer Kinodimensionen. GameStar beziffert das Gesamtbudget der beiden Teile auf rund 40 Milliarden Rupien, umgerechnet etwa 420 Millionen US-Dollar. Reuters berichtete bereits im April von einem Budget von bis zu 500 Millionen Dollar für die zweiteilige Produktion. Damit bewegt sich das Projekt in einer Größenordnung, die selbst im internationalen Blockbusterkino Aufmerksamkeit erzwingt.

Ein beträchtlicher Teil dieses Aufwands steckt offensichtlich in der technischen Umsetzung. DNEG verantwortet die visuellen Effekte, der Film wurde für IMAX konzipiert. Hinzu kommen internationale Spezialisten für Action, Produktionsdesign und Musik. Hans Zimmer und A.R. Rahman arbeiten hier erstmals gemeinsam an einer Filmmusik.

Das Budget allein macht natürlich noch kein großes Fantasy-Epos. Es sorgt lediglich dafür, dass ein Scheitern ebenfalls in IMAX betrachtet werden kann.

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🌏 Die eigentliche Wette heißt Weltpublikum

Fast interessanter als die reine Summe ist deshalb die internationale Strategie. Die Produktion beschreibt Ramayana ausdrücklich als Stoff für ein weltweites Publikum. Der Trailer wurde zunächst in mehreren indischen Sprachen veröffentlicht, die neue englische Version trägt das Projekt nun noch offensiver nach außen. Sony Pictures übernimmt die internationale Distribution.

Dahinter steckt eine ungewöhnlich große Wette. Westliches Fantasykino greift seit Jahrzehnten bevorzugt auf europäische Mythologie, mittelalterliche Bildwelten oder deren literarische Nachfahren zurück. Ramayana bringt ein völlig anderes mythologisches Vokabular mit und muss dafür keinen neuen Weltenbau erfinden. Die Welt, ihre Figuren und ihre Motive haben längst eine jahrtausendelange kulturelle Geschichte.

Gerade deshalb wäre es schade, wenn sich die internationale Vermarktung darauf beschränkte, daraus einen indischen Verwandten von Der Herr der Ringe zu machen. Produzent Namit Malhotra hat diesen Vergleich zwar selbst als eine Orientierung für die Verbindung von Fantasy und menschlichem Drama herangezogen. Das spannendere Versprechen liegt jedoch darin, dass Ramayana seine eigene Bildsprache in die Sphäre der globalen Blockbuster trägt.

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🔥 Ein Fantasy-Epos, das schon Weltliteratur war, bevor jemand Franchise sagte

Die zugrunde liegende Geschichte zählt zu den großen Sanskrit-Epen des alten Indien. Rama wird für 14 Jahre aus Ayodhya verbannt und zieht mit Sita und Lakshmana in die Wälder. Ravanas Entführung Sitas führt schließlich zum Krieg gegen Lanka, bei dem Hanuman und weitere Verbündete Rama unterstützen. Die Tradition des Ramayana reicht über viele Jahrhunderte und zahlreiche regionale Fassungen hinweg weit über eine einzelne literarische Version hinaus.

Das gibt Tiwaris Film einen Vorteil, um den viele moderne Fantasy-Franchises ihn beneiden dürften: Der Stoff braucht keine künstlich aufgeblasene Vorgeschichte, damit die Welt groß erscheint. Die Geschichte hat längst Generationen überdauert. Die Herausforderung besteht darin, diese Größe auf der Leinwand sichtbar zu machen, ohne sie unter digitalem Spektakel zu begraben.

Am 6. November beginnt der erste Teil dieses Versuchs. Der Götterkrieg kann dann endlich ins Kino.

Die Buchhaltung wird es gewiss angespannt verfolgen.

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