Project Sirius wird wieder kleiner: CD Projekt kürzt beim Witcher-Mehrspielerprojekt

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Bei Sirius wird erneut umgebaut

📰 Was ist los?
CD Projekt bestätigt neun Entlassungen bei Project Sirius. Weitere neun Beschäftigte verlassen das Team und können sich intern auf andere Projekte bewerben. Die Mannschaft schrumpft damit von 83 auf 65 Personen.

🐛 Was denken wir?
Bei einem Projekt, das 2023 bereits komplett neu aufgesetzt wurde, ist ein weiterer größerer Personalabbau relevant. Gleichzeitig gibt es derzeit keinen Beleg dafür, dass Sirius vor dem Aus steht: Das Team war erst im Frühjahr gewachsen, bekam einen neuen Lead Writer und soll zuletzt Fortschritte gemacht haben.

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⚔️ Project Sirius wird wieder kleiner: CD Projekt kürzt beim Witcher-Mehrspielerprojekt

Beim ungewöhnlichsten der derzeit angekündigten Witcher-Spiele wird das Entwicklerteam erneut deutlich kleiner. CD Projekt Red hat Personalabbau bei Project Sirius bestätigt, dem in Boston mitentwickelten Multiplayerprojekt im Witcher-Universum.

Der Empfangsbereich eines Spieleentwicklers mit großem CD-PROJEKT-Schriftzug, rotem Boden, Bildschirmen und einer Fantasyfigur am rechten Bildrand.
Bei CD Projekt wird das Team von Project Sirius erneut umgebaut: Von zuletzt 83 Beschäftigten bleiben 65 im Projekt.
Bildnachweis: CD Projekt, bereitgestellt über Game Developer.

Neun Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz, weitere neun werden aus dem Sirius-Team genommen und können sich innerhalb des Unternehmens auf andere Projekte bewerben. Vier der Entlassungen betreffen den Standort Boston, fünf Warschau. Damit sinkt die Teamgröße nach Angaben von CD Projekt von 83 auf 65 Personen.

🐺 Ein Team, das gerade erst wieder gewachsen war

Die Entwicklung ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Richtung zuletzt genau andersherum verlief. In der offiziellen Quartalspräsentation von CD Projekt waren für Ende Februar 2026 noch 71 Beschäftigte bei Project Sirius ausgewiesen. Zum 30. April waren es bereits 83. Innerhalb von zwei Monaten hatte das Unternehmen das Team also deutlich vergrößert.

Nun folgt die Gegenbewegung. CD Projekt erklärte gegenüber Kotaku und Game Developer, die Größe des Sirius-Teams sei an die Anforderungen des Projekts in seiner derzeitigen Entwicklungsphase angepasst worden. Über konkrete Änderungen am Spiel selbst äußerte sich das Unternehmen nicht.

Das lässt mehrere Interpretationen zu, aber derzeit keine sichere. Eine kleinere Mannschaft kann mit einer veränderten Produktionsphase zusammenhängen, ebenso mit einem neuen Zuschnitt des Projekts. Dass sich aus den Kürzungen bereits eine Einstellung oder ein grundsätzliches Scheitern ableiten ließe, geben die bekannten Informationen nicht her.

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🔄 Project Sirius hat bereits einen Neustart hinter sich

Bei Project Sirius ist dieser Hinweis besonders wichtig, denn die Entwicklung verlief schon einmal erheblich unruhiger. CD Projekt kündigte das Spiel 2022 als ungewöhnlichen Witcher-Ableger an, der Einzelspieler- und Multiplayer-Gameplay verbinden sollte und ein breiteres Publikum ansprechen sollte als die bisherigen Spiele des Studios. Damals lag die Entwicklung bei The Molasses Flood, den Machern von The Flame in the Flood.

Im Frühjahr 2023 zog CD Projekt dann die Reißleine. Das bisherige Konzept wurde überarbeitet, Teile der Entwicklungskosten wurden abgeschrieben und anschließend ein neuer Rahmen für das Spiel definiert. Im Zuge dieser Umstrukturierung verloren 29 Entwickler ihre Stellen.

Das Projekt überlebte diesen Neustart. The Molasses Flood ging 2025 vollständig in CD Projekt Red auf, und CDPR bezeichnete Sirius im selben Jahr weiterhin ausdrücklich als Multiplayer-Spiel im Witcher-Universum. Executive Producer Kendra Mattozzi erklärte damals, das Team arbeite seit Jahren standortübergreifend zwischen Boston und Warschau an dem Projekt.

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✍️ Im Frühjahr kam noch ein neuer Lead Writer

Auch die jüngere Entwicklung passt nicht sauber zu einem Projekt, das still abgewickelt wird. Im Mai wechselte Kwan Perng als Lead Writer zu Project Sirius. Perng arbeitete zuvor unter anderem an Destiny 2: The Final Shape und erklärte bei seinem Einstieg, er beschäftige sich intensiv mit der dunklen und vielseitigen Welt von The Witcher.

Kotaku berichtet zudem unter Berufung auf eigene Quellen, dass Sirius nach Änderungen im Frühjahr zuletzt vergleichsweise gut vorangekommen sei. Das steht neben den aktuellen Kürzungen und macht die Lage schwerer einzuordnen: CD Projekt reduziert eine Mannschaft, die erst wenige Monate zuvor gewachsen war und gleichzeitig prominente Verstärkung für die erzählerische Leitung bekommen hatte.

Für Beobachter bleibt damit vor allem eine unbequeme Zwischenbilanz. Project Sirius lebt, wird aktiv entwickelt und hat inzwischen seinen zweiten größeren personellen Einschnitt hinter sich.

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🎮 Vom eigentlichen Spiel wissen wir noch immer erstaunlich wenig

Fast vier Jahre nach der ersten Ankündigung fehlt weiterhin eine echte Vorstellung des Spiels. Es gibt keinen offiziellen Titel, keine Plattformen, keinen Veröffentlichungstermin und kein Gameplay. Selbst die ursprüngliche Beschreibung als Kombination aus Einzelspieler und kooperativem Multiplayer stammt noch aus der Zeit vor der grundlegenden Neuaufstellung von 2023. CD Projekt selbst bezeichnete Sirius zuletzt nur noch allgemein als Multiplayer-Spiel im Witcher-Universum.

Genau deshalb sollte man die neuen Zahlen ernst nehmen, ohne ihnen mehr Bedeutung aufzubürden, als sie besitzen. Von 83 auf 65 Entwickler innerhalb weniger Monate ist ein spürbarer Einschnitt. Ob dahinter eine normale Verkleinerung nach einem Produktionsschritt oder eine weitere grundlegende Veränderung steckt, hat CD Projekt bislang nicht erklärt.

Nach der Vorgeschichte von Project Sirius dürfte deshalb vor allem eine Frage wieder lauter werden: Wann zeigt CD Projekt endlich, was aus diesem Witcher-Experiment geworden ist?

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