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Der Kaninchenbau hat jetzt Extraktionsregeln
📰 Was ist los?
Project Rabbit ist ein kommendes PC-Action-RPG von NovaFlare. Das Spiel kombiniert laut Steam Soulslike-Kämpfe, Extraction-Mechaniken, Dark Fantasy, PvE, PvP, Einzelspiel, Online-Koop und Multiplayer. Die offizielle Beschreibung nennt ausdrücklich eine düstere Alice-im-Wunderland-Neuinterpretation als Grundlage.
🐛 Was denken wir?
Das ist ein hübsch finsterer Genre-Mix. Alice im Wunderland war ohnehin nie so harmlos, wie bunte Teetassen es später gern behauptet haben. Wenn man diesen Stoff mit Soulslike-Druck und Extraction-Risiko kombiniert, bekommt das Kaninchenloch plötzlich Zähne.
🐇 Project Rabbit: Alice im Wunderland bekommt ein düsteres Extraction-Soulslike
NovaFlare schickt Lewis Carrolls Kaninchenloch offenbar direkt in die Hardcore-RPG-Hölle
Project Rabbit klingt nach einem Spiel, bei dem das weiße Kaninchen nicht nervös auf die Uhr schaut, sondern vermutlich mit blutiger Klinge hinter einer Nebelwand wartet.
Das koreanische Studio NovaFlare hat sein neues PC-Spiel Project Rabbit vorgestellt. Auf Steam wird der Titel als Extraction-Soulslike-Action-RPG beschrieben, inspiriert von einer düsteren Neuinterpretation von Alice im Wunderland. Ein Release-Fenster gibt es bislang noch nicht.
📺 Reveal Trailer
Project Rabbit zeigt ein düsteres Alice-im-Wunderland-Action-RPG zwischen Soulslike-Kämpfen, Extraction-Risiko und Dark-Fantasy-Kaninchenloch.
Damit landet der nächste Märchenstoff im finsteren Genre-Fleischwolf. Nach Pinocchio als Soulslike war es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis auch das Kaninchenloch nicht mehr nach Wunderland, sondern nach Ausdauerleiste, Beuteverlust und Bossarena riecht.

⚔️ Soulslike trifft auf schiere Beutepanik
Der Begriff Extraction-Soulslike ist hier der eigentliche Haken. Das bedeutet nicht nur: schwere Gegner, präzises Timing, Ausweichen, Sterben, Lernen. Es bedeutet auch: Beute sammeln, Risiko abwägen, lebend wieder rauskommen. Project Rabbit will also offenbar zwei Formen von Stress miteinander verheiraten: die körperliche Spannung eines Soulslike-Kampfes und die nervöse Frage, ob man mit seiner Ausrüstung lieber weiter vordringt oder endlich verschwindet, bevor alles verloren ist.
Auf Steam ist von High-Risk-Extraction-Mechaniken, tiefem Soulslike-Kampf und strategischem Looting die Rede. Dazu kommen Online-Koop, PvP und plattformübergreifender Multiplayer. Das klingt nach Wunderland für Menschen, die beim Wort „Teeparty“ zuerst an Friendly Fire denken.
🧙 Alice, aber als East-meets-West-Dark-Fantasy
Spannend ist auch die visuelle und erzählerische Richtung. NovaFlare beschreibt Project Rabbit als East-meets-West-Dark-Fantasy, die eine bekannte Webtoon-IP einbindet. Gematsu fasst das Spiel ebenfalls als Action-RPG zusammen, das Alice im Wunderland durch eine düstere, östlich-westlich gemischte Fantasy-Linse neu denkt.
Das ist ein kluger Ansatz, wenn er trägt. Denn eine bloß dunkle Alice-Version wäre inzwischen nicht mehr besonders neu. Ein Kaninchen mit Dolch, eine kaputte Königin, ein böser Hutmacher – das kennt man als ästhetischen Reflex. Interessanter wird es, wenn Project Rabbit wirklich eine eigene Welt daraus baut: mit fremden Schreinen, verfallenen Festungen, bizarren Kreaturen, harten Kämpfen und einem Wunderland, das nicht nur verrückt ist, sondern gefährlich strukturiert.
🪓 Wunderland war nie ein sicherer Ort
Noch ist Project Rabbit vor allem ein Versprechen: starke Prämisse, düsterer Look, harte Mechaniken, aber kein Termin. Genau deshalb sollte man die Erwartung nicht gleich bis zur Decke ziehen. Trotzdem ist der Ansatz auffällig genug. Alice im Wunderland eignet sich für Dark Fantasy fast zu gut: verzerrte Logik, Identitätsverlust, absurde Regeln, groteske Figuren, Räume, die sich gegen den Menschen wenden. Ein Soulslike muss diesen Stoff nicht einmal brutal verbiegen. Es muss ihn nur ernst genug nehmen.
Wenn NovaFlare daraus mehr macht als nur „Alice, aber böser“, könnte Project Rabbit ein interessanter Nischentreffer werden.
Ins Kaninchenloch zu kriechen, war schließlich immer schon eine schlechte Idee. Jetzt gibt es offenbar auch noch Loot-Verlust dazu.






