28 Jahre später ist der Familienfluch immer noch nicht erledigt: Practical Magic 2 startet heute
🧐 Im Fantasykosmos suchen

Die Owens-Familie hat wieder Ärger mit ihrem Erbe
📰 Was ist los?
Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern startet heute in Deutschland. Sandra Bullock und Nicole Kidman kehren als Sally und Gillian Owens zurück und müssen erneut gegen den generationsalten Liebesfluch ihrer Familie antreten. Regie führt Susanne Bier.
🐛 Was denken wir?
28 Jahre sind eine gewaltige Pause, aber bei einem Familienfluch fast schon passend. Entscheidend wird sein, ob der Film die Wärme und den schrägen Charme des Originals wiederfindet. Die ersten Kritiken sind gemischt, doch bei Practical Magic war das schon beim ersten Mal keine Garantie gegen späteren Kultstatus.
Manche Familienprobleme lassen sich aussitzen. Andere brauchen Jahrzehnte, mehrere Generationen und offenbar immer noch eine beträchtliche Menge Hexerei. Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern startet heute, am 10. September 2026, regulär in den deutschen Kinos. Sandra Bullock und Nicole Kidman kehren als Sally und Gillian Owens zurück, fast drei Jahrzehnte nach dem ersten Film von 1998. Regie führt diesmal Susanne Bier, die bereits mit beiden Hauptdarstellerinnen gearbeitet hat.

© Warner Bros. Pictures / Alcon Entertainment / DiNovi Pictures / Fortis Films / Blossom Films
Die Ausgangslage ist dabei erstaunlich konsequent: Der uralte Liebesfluch, der seit Generationen auf der Owens-Familie liegt, ist keineswegs verschwunden. Inzwischen droht er auch Sallys Töchtern zum Verhängnis zu werden, und die Schwestern müssen noch einmal versuchen, das düstere Erbe ihrer Familie endgültig zu brechen.
🔮 Der Fluch ist wieder da – diesmal für die nächste Generation
Der erste Practical Magic lebte davon, dass Hexerei nie nur als hübsche Dekoration behandelt wurde. Magie war familiäres Erbe, Belastung, Trost und Ursache für sehr schlechte Entscheidungen zugleich.
Die Fortsetzung greift genau das wieder auf. Sally und Gillian sind älter geworden, ihre Familie ist gewachsen, aber das zentrale Problem hat sich offenbar nicht beeindrucken lassen. Der Fluch richtet sich nun auch gegen die nächste Generation und zwingt beide Schwestern erneut dazu, sich mit jener dunklen Kraft auseinanderzusetzen, die ihr Leben seit Jahrzehnten bestimmt.
Das gibt der Fortsetzung zumindest einen natürlichen Grund zu existieren. Sie muss nicht künstlich so tun, als wäre alles plötzlich wieder exakt wie 1998. Die Geschichte kann zeigen, was aus den Owens-Schwestern geworden ist und was passiert, wenn ein über Generationen weitergereichtes Problem irgendwann bei den eigenen Kindern ankommt. Familiäre Altlasten sind lästig. Magische familiäre Altlasten besitzen lediglich bessere Spezialeffekte.
🎬 Der Fluch kehrt im offiziellen Trailer zurück
Der offizielle Trailer zeigt Sally und Gillian wieder gemeinsam, diesmal mit einer neuen Generation der Owens-Familie im Zentrum. Vieles wirkt vertraut: das alte Haus, familiäre Magie, Romantik und die zunehmende Gewissheit, dass der Liebesfluch noch lange nicht erledigt ist.
🧙 Sandra Bullock und Nicole Kidman kehren zurück
Der entscheidende Nostalgiefaktor liegt natürlich bei Sandra Bullock und Nicole Kidman. Beide übernehmen erneut ihre alten Rollen und gehören diesmal auch zu den Produzenten des Films. Zurück sind außerdem Dianne Wiest und Stockard Channing. Neu beziehungsweise prominent erweitert wird die Besetzung unter anderem durch Joey King, Maisie Williams, Lee Pace, Xolo Maridueña und Solly McLeod.
Gerade diese Mischung aus alter und neuer Generation ist wichtig. Die Fortsetzung verkauft sich nicht nur über Nostalgie, sondern über den Gedanken, dass die Familiengeschichte weitergeschrieben wurde. Wer bei den Owens geboren wird, erbt offenbar mehrere Dinge: Charme, Magie und Probleme, die nicht verjähren.
🎬 Susanne Bier übernimmt die Regie
Regie führt Susanne Bier, die mit großen emotionalen Stoffen ebenso vertraut ist wie mit düsteren Spannungsfilmen. Das passt durchaus zu Practical Magic. Die Reihe funktioniert am besten dort, wo Romantik, Familie, Verlust, Humor und Übernatürliches gleichzeitig nebeneinander existieren dürfen. Zu viel Zucker würde den Stoff harmlos machen, zu viel Horror würde wiederum genau jene Wärme zerstören, die den ersten Film über Jahre zum Kulttitel gemacht hat.
Bier bekommt damit eine ziemlich heikle Balanceaufgabe. Ein bisschen Hexenromantik. Und ein bisschen Familiendrama. Und möglichst kein Gefühl, dass hier nur ein Kulttitel noch einmal geöffnet wurde, weil 28 Jahre später irgendwo jemand eine ausreichend große Zielgruppe entdeckt hat.
🌹 Das Book of Magic liefert die literarische Grundlage
Warner Bros. nennt Alice Hoffmans Roman The Book of Magic als literarische Grundlage. Das Drehbuch stammt von Akiva Goldsman, Georgia Pritchett und Kelly Marcel. Das ist insofern interessant, weil die Fortsetzung damit auf bestehendem Material aus Hoffmans Owens-Welt aufbaut, statt die Geschichte vollständig frei fortzuschreiben.
Trotzdem ist klar, dass der Film seine eigene Struktur entwickeln muss. Zwei Stunden zehn Minuten Laufzeit sind genug Raum, um mehrere Generationen, Fluchgeschichte und familiäre Konflikte zu verbinden. Die Frage ist nur, ob das Ganze dabei tatsächlich fließt. Genau hier setzen die ersten Kritiken bereits Zweifel.
📰 Erste Kritiken fallen gemischt aus
Die ersten internationalen Besprechungen sind inzwischen da und zeichnen kein einheitliches Bild. Variety kritisiert die Fortsetzung deutlich und beschreibt sie als überlang und vorhersehbar. Der Film wiederhole zu viele Elemente des Originals und zeige dabei unfreiwillig, weshalb der erste Teil schon damals nicht jeden überzeugt habe.
Das ist gerade bei so einer späten Fortsetzung nicht überraschend. Practical Magic hat seinen heutigen Kultstatus schließlich nicht allein durch damalige Kritikerliebe bekommen, sondern durch ein Publikum, das über Jahre immer wieder zu dieser Mischung aus Hexerei, Schwesternschaft und Herbststimmung zurückgekehrt ist. Genau deshalb wird spannend, ob Teil zwei dieselbe langfristige Wirkung entwickeln kann.
Ein Film kann bei Kritikern stolpern und trotzdem zum nächsten Dauerbrenner für verregnete Oktoberabende werden. Die Owens-Schwestern kennen schließlich selbst genug Dinge, die beim ersten Versuch nicht funktionieren.
🍂 Practical Magic war längst größer als sein damaliger Kinostart
Der erste Film von 1998 war lange Zeit ein merkwürdiger Mischfall. Romantik, schwarzer Humor, Hexenfantasy und Familiendrama passten nie ganz sauber in eine einzige Schublade. Gerade das wurde später zur Stärke.
Über die Jahre entwickelte Practical Magic einen enormen Kultstatus, besonders rund um Herbst und Halloween. Für viele Zuschauer gehört der Film inzwischen zu jener Sorte Werk, die jedes Jahr wieder hervorgeholt wird, sobald draußen Blätter fallen und irgendwo Zimt in der Luft liegt.
Die Fortsetzung startet deshalb unter komplett anderen Bedingungen als das Original. 1998 musste der Film erst beweisen, was er überhaupt sein wollte. 2026 muss Teil zwei beweisen, dass er die Erinnerung an den ersten nicht beschädigt. Das ist vermutlich die gefährlichere Form von Magie.
🎟️ Heute startet der Film regulär in Deutschland
In Deutschland läuft Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern ab heute regulär im Kino. Filmstarts listet bereits mehrere hundert Vorführungen und bestätigt den 10. September als Starttermin.
Für Fantasykosmos ist das damit ein sauberer Tagesaufmacher: große Besetzung, etablierte Hexenmarke, klarer Fantasykern und ein tatsächlicher heutiger Kinostart. Und nach 28 Jahren bleibt die wichtigste Erkenntnis erstaunlich stabil: Wenn ein Fluch generationsübergreifend wirksam ist, reicht ein normaler Familienrat ganz gewiss nicht aus.





