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Diese Beziehung hat jetzt einen Kinotermin
📰 Was ist los?
Paramount startet Parker Finns Possession am 11. Juni 2027. Margaret Qualley und Callum Turner führen die Besetzung an, unterstützt von Paul Dano, Diego Calva, Madeline Brewer, Emory Cohen und Nicholas Alexander Chavez. Die Produktion läuft bereits.
🐛 Was denken wir?
Einen gewöhnlichen Horrorklassiker neu aufzulegen ist schwierig genug. Possession lebt jedoch gerade davon, dass es sich nicht ordentlich erklären, sortieren oder beruhigen lässt. Wenn Finn diesen Kontrollverlust bewahrt und trotzdem einen eigenen Film daraus macht, wird die Sache sehr interessant.
💔 Die schlimmste Ehekrise des Horrorkinos kehrt zurück: Possession startet im Juni 2027
Wer bei einer Ehekrise normalerweise an getrennte Schlafzimmer, schwierige Gespräche und die Aufteilung des Hausrats denkt, hat Possession vermutlich noch nicht gesehen.
Andrzej Żuławskis Film von 1981 beginnt mit einer zerbrechenden Beziehung und arbeitet sich von dort in Regionen vor, für die Scheidungsanwälte gewöhnlich keine Formulare bereithalten. Nun steht fest, wann Parker Finn seine Neuverfilmung ins Kino bringt: Paramount startet Possession am 11. Juni 2027. Margaret Qualley und Callum Turner übernehmen die beiden zentralen Rollen, die Dreharbeiten laufen bereits. In der Tat, für einen sommerlichen Kinotermin ist das schon eine ziemlich fiebrige Wahl.
🪞 Possession ist ungefähr der undankbarste Film, den man remaken kann
Das Original folgt Mark, der nach West-Berlin zu seiner Familie zurückkehrt und von seiner Frau Anna mit dem Wunsch nach Scheidung empfangen wird. Ihr Verhalten wird zunehmend verstörend, Marks Misstrauen wächst und aus dem Beziehungsdrama entwickelt sich ein Horrorfilm, der sich immer weiter von normaler Realität entfernt.
Nur beschreibt das kaum, was Possession tatsächlich ausmacht. Żuławski verknüpft Eifersucht, Trennung, Identitätsverlust, Sexualität, politische Teilung und übernatürlichen Horror so eng miteinander, dass sich der Film bis heute einer bequemen Schublade verweigert. Isabelle Adjanis körperlich extreme Darstellung von Anna gehört zu den berühmtesten Horrorperformances ihrer Zeit und brachte ihr 1981 den Darstellerinnenpreis in Cannes ein.
Ein Remake muss deshalb mehr leisten, als Handlung und Monster auf einen modernen Stand zu bringen. Das Monster war bei Possession ohnehin nie das größte Problem im Raum.
🎬 Margaret Qualley und Callum Turner führen eine ziemlich starke Besetzung an
Margaret Qualley tritt in die zentrale Frauenrolle ein, Callum Turner spielt ihren Gegenpart. Dazu kommen Paul Dano, Diego Calva, Madeline Brewer, Emory Cohen und Nicholas Alexander Chavez. Welche Rollen alle Neuzugänge genau übernehmen, hält Paramount bislang teilweise noch zurück.

Hinter dem Film steht ebenfalls einiges an Gewicht. Parker Finn schreibt und inszeniert und produziert über Bad Feeling. Robert Pattinson gehört über seine Produktionsfirma ebenfalls zum Produzententeam, hinzu kommen Jonathan Fass sowie Roy Lee und Andrew Childs von Vertigo Entertainment.
Die Produktion ist längst über die Planungsphase hinaus. Im Juli wurde bereits in New Jersey gedreht; Qualley war dort bei Außenaufnahmen in einer sichtbar wenig entspannten Szene zu sehen. Bei Possession wäre ein entspannter Drehtag allerdings fast schon verdächtig.
🎬 Possession: Der Wahnsinn von 1981
Der offizielle Metrograph-Trailer zur 4K-Restauration zeigt, warum Żuławskis Film bis heute zu den eigenwilligsten Albträumen des Horrorkinos gehört.
😬 Nach Smile sucht Parker Finn offenbar die schwierigere Gesichtshälfte des Horrors
Für Finn wird Possession der erste Kinofilm nach seinen beiden Smile-Filmen. Die machten aus einem einfachen, sofort verständlichen Horrorbild eine erfolgreiche Reihe und spielten zusammen rund 345 Millionen Dollar ein.
Possession funktioniert fast gegenteilig. Hier ist nichts besonders sauber lesbar. Figuren widersprechen sich, Gefühle werden körperlich, Metaphern entwickeln plötzlich eine sehr unangenehme materielle Existenz und selbst nach dem Abspann lässt sich noch darüber streiten, was genau eigentlich passiert ist.
Genau deshalb ist Finns Wahl interessant. Nach zwei Filmen mit klar definiertem übernatürlichem Mechanismus greift er sich einen Horrorklassiker, dessen Wirkung gerade aus Kontrollverlust entsteht. Das ist entweder sehr mutig oder eine ziemlich aufwändige Methode, sich im Internet anschreien zu lassen.
📅 Am 11. Juni 2027 wird der Vergleich unvermeidlich
Der neue Starttermin setzt das Remake mitten in den Sommerkino-Kalender. Paramount plant eine breite Veröffentlichung am 11. Juni 2027. Am selben Wochenende soll in den USA auch Universals How to Train Your Dragon 2 starten.
Bis dahin fehlen noch die entscheidenden Hinweise darauf, wie Finn den Stoff tatsächlich interpretiert. Paramount hat weder Trailer noch offizielles Szenenmaterial veröffentlicht. Auch die Frage, wie viel vom West-Berliner Kontext, der politischen Atmosphäre und der radikalen Form des Originals erhalten bleibt, ist offen.
Gerade deshalb wird Possession einer dieser Remakes sein, bei denen der erste Trailer nicht nur zeigen muss, ob der Film gut aussieht.
Er muss erklären, warum dieser Film überhaupt noch einmal gemacht werden musste.
Immerhin steht der Termin jetzt fest. Für die Ehe dürfte es da längst zu spät sein.





