Poppy Playtime verlässt die Kapitelspur: Experiment 82626 setzt auf Koop-Horror

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Barry fährt wieder – diesmal offenbar mit mehreren Fahrgästen

📰 Was ist los?
Mob Entertainment hat die Steam-Seite zu Experiment 82626 veröffentlicht. Der neue Titel gehört offiziell zum Poppy Playtime-Kanon und setzt auf Multiplayer-Koop sowie Proximity Chat. Barry aus Kapitel 2 kehrt im ersten Bildmaterial zurück; ein Termin fehlt noch.

🐛 Was denken wir?
Das Spannende ist weniger die mysteriöse Nummer als die klare Abkehr vom üblichen Kapitelaufbau. Wenn Mob seine Horrorwelt wirklich stärker öffnet und Koop samt Proximity Chat sinnvoll in die Atmosphäre einbaut, könnte Experiment 82626 wesentlich interessanter werden als ein bloßer Multiplayer-Nachschlag. Und Barry sieht schon jetzt so aus, als wüsste er sehr genau, wo die Fahrt endet.

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🧸 Poppy Playtime verlässt die Kapitelspur: Experiment 82626 setzt auf Koop-Horror

Nach fünf regulären Kapiteln scheint Mob Entertainment die nächste Tür der Playtime Company diesmal nicht einfach mit einer großen „6“ zu beschriften. Auf Steam ist überraschend Experiment 82626 aufgetaucht – ein neuer Titel aus dem Poppy Playtime-Kanon, der auf Multiplayer-Koop und Proximity Chat setzt und damit ziemlich deutlich nach einem eigenständigen Projekt innerhalb der Horrorwelt aussieht.

Der grüne Railcar Barry steht frontal auf Gleisen in einem dunklen, engen Tunnel. Zwei große runde Lampen wirken wie Augen, während warmes Licht auf die Metallwände fällt.
Barry steht wieder auf den Schienen – wohin Experiment 82626 mit ihm fährt, hält Mob Entertainment vorerst unter Verschluss. © Mob Entertainment

Viel verrät Mob bislang absichtlich nicht. Der Steam-Eintrag besteht im Wesentlichen aus zwei ominösen Sätzen und einigen Funktionsangaben. „You must earn your place in our future home“ lautet eine der wenigen Botschaften. Dazu kommen Multiplayer-Koop, Kanonzugehörigkeit und räumlich begrenzter Sprachchat. Mehr braucht es offenbar nicht, um einer ganzen Fangemeinde einen neuen Ordner für Verschwörungstheorien anzulegen.

🚂 Barry steht wieder auf den Schienen

Am auffälligsten ist das Bildmaterial. Im offiziellen Steam-Header und im großformatigen Hintergrundmotiv steht Barry frontal auf seinen Gleisen. Der grüne Railcar war bereits in Poppy Playtime: Chapter 2 Teil der Fabrik und wird damit ziemlich unmissverständlich für das neue Projekt zurückgeholt. Gamereactor interpretiert Barry ebenfalls als zentrale Verbindung zum bekannten Universum.

Was Barry diesmal genau transportiert, wohin die Gleise führen und ob er lediglich als wiederkehrendes Objekt oder als wichtiger Bestandteil der Geschichte dient, bleibt offen. Der Steam-Text „What’s the time? We’re nearly home…“ deutet immerhin auf eine Reise beziehungsweise einen Zielort hin. Zusammen mit der Formulierung vom „future home“ wirkt Experiment 82626 deutlich stärker nach einer neuen Situation als nach einem simplen weiteren Gang durch bekannte Fabrikhallen.

Das passt zu einer Aussage, die Mob Entertainment bereits früher gegenüber Gamereactor machte: Die Welt sei größer, als eine einzelne Fabrik sie fassen könne. Der neue Titel könnte nun genau diese Erweiterung liefern.

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🎙️ Proximity Chat macht aus Panik ein Gemeinschaftserlebnis

Spielerisch ist vor allem der Proximity Chat interessant. Stimmen sind dabei typischerweise nur innerhalb einer bestimmten Entfernung hörbar. Wer sich von seiner Gruppe entfernt, verliert also irgendwann den Kontakt – eine Mechanik, die sich für Horror ungefähr so gut eignet wie eine einzelne Taschenlampe für einen Keller voller Monster. Steam bestätigt zusätzlich Online-Koop und führt das Projekt ausdrücklich als Multiplayer-Titel.

Das deutet auf ein Spiel hin, bei dem Zusammenarbeit eine wesentlich größere Rolle spielt als in den regulären Poppy Playtime-Kapiteln. Die Store-Tags nennen außerdem Survival Horror, First-Person, Exploration, Puzzle und Stealth. Welche dieser Begriffe von Mob selbst gesetzt wurden und welche aus der Steam-Community stammen, lässt sich anhand des Store-Eintrags allerdings nicht vollständig auseinanderhalten.

Ein Koop-Spiel wäre für die Marke grundsätzlich kein völliges Neuland. Mob veröffentlichte bereits PROJECT: PLAYTIME als Multiplayer-Ableger. Experiment 82626 wird auf Steam jedoch als separates neues Produkt geführt und betont ausdrücklich seine Zugehörigkeit zum Kanon. Im Entwicklerkatalog steht es neben den fünf Hauptkapiteln und PROJECT: PLAYTIME als eigener Eintrag.

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🧪 Die Nummer dürfte kaum zufällig gewählt sein

Auch der Titel macht natürlich genau das, was ein Poppy Playtime-Titel tun soll: Er klingt wie eine Aktennummer, die in einem vernünftig geführten Unternehmen niemals hätte existieren dürfen.

Welche Bedeutung 82626 besitzt, wurde noch nicht erklärt. Der Name lässt sich als Versuchsnummer lesen, doch Mob hat bislang weder eine Figur noch eine Kreatur offiziell als „Experiment 82626“ vorgestellt. Wer daraus bereits Identitäten, Daten oder Beziehungen zur größeren Mythologie ableitet, bewegt sich derzeit im Bereich der Fan-Theorie.

Sicher ist lediglich, dass der Titel eng mit der bestehenden Welt verbunden ist. Steam schreibt ausdrücklich „Poppy Playtime canon“. Das ist eine kleine Formulierung mit ziemlich großer Wirkung: Die Ereignisse sollen also Bestandteil derselben Geschichte sein und nicht bloß ein loses Multiplayer-Experiment neben dem eigentlichen Franchise.

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🏭 Chapter 6 ist damit keineswegs vom Tisch

Dass Experiment 82626 offenbar kein gewöhnliches sechstes Kapitel ist, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass Chapter 6 gestrichen wurde. Gamereactor verweist auf frühere Hinweise, nach denen Mob auch an der Fortsetzung der Hauptreihe arbeitet und sein Universum zugleich um weitere Projekte erweitern möchte.

Das ist momentan die sauberste Lesart: Poppy Playtime dürfte sich künftig auf mehrere Stränge verteilen. Die Hauptgeschichte kann weitergehen, während Experiment 82626 einen anderen Teil des Kanons mit Koop-Mechaniken untersucht.

Für Mob wäre das ein logischer Schritt. Die Marke ist längst groß genug, um ihre Horrorwelt jenseits der linearen Kapitelstruktur zu nutzen. Und Proximity Chat liefert dabei ausgerechnet jene Neuerung, die man sich für einen gemeinsamen Besuch in der Playtime Company wünscht.

Künftig hört man wenigstens live, wenn der Freund im Nachbarraum feststellt, warum dort vorher niemand hingehen wollte.

Schwarzweiße Luxus-Werbeparodie im Stil einer edlen Uhrenkampagne: Ein ernst blickender Ork mit markanten Stoßzähnen und elegantem schwarzen Sakko sitzt in halb seitlicher Pose vor dunklem Hintergrund. Auf seinem Handgelenk trägt er eine metallische Luxus-Uhr. Über dem Bild stehen groß der Markenname „VORGHAN VULTOR“ und darunter „MIMIKRON“. Rechts unten ist die Uhr noch einmal als Produktabbildung zu sehen: ein silbernes Modell mit dunklem Zifferblatt, zahnartigen Stundenmarkierungen und einem unheimlichen Auge im unteren Bereich. Die Szene wirkt auf den ersten Blick hochwertig und seriös, entfaltet aber auf den zweiten Blick ihren absurden Fantasy-Humor.