Die Hölle hat einen USB-Anschluss: Pony Island 2: Panda Circus bekommt seinen Termin

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Das Earth Prison bekommt einen Öffnungstermin

📰 Was ist los?
Pony Island 2: Panda Circus erscheint am 27. April 2027 für PC. Daniel Mullins Games schickt einen verstorbenen Nomaden durch eine Unterwelt voller Gottheiten und Videospielsysteme, deren Herausforderungen gewonnen oder gezielt manipuliert werden können.

🐛 Was denken wir?
Die interessante Frage ist weniger, welchem Genre das Spiel angehört, als wie weit Mullins seine Systeme diesmal ineinanderschiebt. Mythologie, Live Action, unterschiedliche Spielwelten und Systemmanipulation wirken bereits deutlich größer als im ersten Pony Island und genau diese kontrollierte Unberechenbarkeit ist sein stärkstes Argument.

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🎮 Die Hölle hat einen USB-Anschluss: Pony Island 2: Panda Circus bekommt seinen Termin

Andere Helden beginnen ihre Geschichte mit einer Prophezeiung, einem geerbten Schwert oder wenigstens einem halbwegs funktionierenden Puls. Der Protagonist von Pony Island 2: Panda Circus startet mit einem erheblich grundsätzlicheneren Problem: Er ist bereits tot.

Ein pixelartiger Spielbildschirm aus Pony Island 2: Panda Circus zeigt mehrere überlagerte Inventar- und Statusfenster vor einer düsteren Berglandschaft mit stilisierten Unterweltfiguren.
In Pony Island 2: Panda Circus gehört selbst das Interface zur Welt – und seine Regeln wirken bereits verdächtig verhandelbar. © Daniel Mullins Games

Jetzt steht fest, wann Daniel Mullins diese Jenseitsreise beginnen lässt. Pony Island 2: Panda Circus erscheint am 27. April 2027 für PC über Steam. Der neue Trailer von der gamescom Opening Night Live setzt damit erstmals einen festen Termin für die Fortsetzung des Indie-Kults von 2016, während Mullins nach Inscryption erneut ein Spiel baut, bei dem selbst die Genrebezeichnung irgendwann vorsichtshalber aufgegeben werden sollte.

Diesmal führt die Reise durch eine Unterwelt aus Mythologie, Videospielsystemen und absichtlich beschädigten Regeln. Ein junger Nomade hätte eigentlich die Welt erobern sollen, stirbt jedoch vorzeitig und landet stattdessen im Earth Prison. Wer dort wieder herauswill, muss sich mit den Gottheiten der Unterwelt anlegen – und offenbar gelegentlich ihre Spiele kaputtmachen, statt sie ordentlich zu Ende zu spielen.

🔥 Eine Unterwelt, die sich für einen Spieleentwickler hält

Schon das ursprüngliche Pony Island lebte davon, dass das vermeintliche Spiel und das System dahinter irgendwann nicht mehr sauber voneinander zu trennen waren. Panda Circus greift diese Idee wieder auf, bläst sie aber zu einer wesentlich größeren Reise auf. Daniel Mullins beschreibt das Spiel selbst als phantasmagorischen Trip durch Zeit, Mythen, Göttlichkeit und Videospiele.

Entsprechend wild wechseln die Formen. Frühere Bilder und Entwicklerupdates zeigen klassische Pixelwelten, düstere dreidimensionale Räume, Reiseabschnitte, manipulierte Menüs und Systeme, bei denen die Benutzeroberfläche selbst wieder zum Rätsel wird. Mullins hat die Spielvielfalt inzwischen eher mit The Hex und Inscryption verglichen als mit dem deutlich kompakteren ersten Pony Island.

Trotzdem hängt das Chaos an einer klaren Idee: Die Unterweltgötter besitzen ihre eigenen Spiele und Regeln. Um seine Seele zurückzubekommen, muss der Nomade diese Herausforderungen bestehen, austricksen oder gleich auseinandernehmen. Als Hilfsmittel nennt die offizielle Beschreibung lediglich sein Reittier, seinen Verstand und einen USB-Stick. Viel mehr sollte ein vernünftiger Verstorbener vermutlich ohnehin nicht mit ins Jenseits nehmen.

🎬 Das Jenseits hat jetzt einen Termin

Der neue Trailer bestätigt den 27. April 2027 und zeigt weitere Ausschnitte aus Daniel Mullins‘ bizarrer Mischung aus Mythologie, Videospielen und Unterwelt.

👹 King Yan führt offenbar eine ziemlich spezielle Behörde

Zu den zentralen Gestalten gehört King Yan, angelehnt an den Herrscher der Unterwelt aus chinesischen Überlieferungen. Gespielt wird er in den Live-Action-Sequenzen von SungWon Cho. Bereits das bisherige Material lässt erkennen, dass Panda Circus seine mythologischen Figuren nicht mit feierlicher Ehrfurcht behandelt, sondern sie mitten in Mullins’ digitale Bürokratie und Meta-Humor stellt.

Die offiziellen Entwicklungsupdates haben diese Welt in den vergangenen Monaten Stück für Stück weiter geöffnet. Dort tauchten unter anderem ein Strafmaß von 999 Jahren, das mysteriöse Rostam’s Lariat, ein ebenso mysteriöser USB-Stick und ein ausdrücklich nicht zu fütterndes infernalisches Schlangenwesen auf. Wer daraus bereits eine saubere Handlung rekonstruieren kann, hat vermutlich entweder hervorragende analytische Fähigkeiten oder zu lange Inscryption gespielt.

Gerade diese Mischung aus konkreter Mythologie und bewusst instabiler Spielrealität macht Pony Island 2 für unseren Weird-Horror-Bereich so interessant. Das Jenseits ist hier kein gotischer Friedhof und keine traditionelle Höllenlandschaft. Es sieht eher so aus, als hätten mehrere Gottheiten beschlossen, ihre eigene Spieleplattform zu betreiben und den Kundendienst vollständig einzusparen.

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🕹️ Gewinnen ist nur eine Möglichkeit

Die vielleicht wichtigste Formulierung der offiziellen Spielbeschreibung lautet deshalb sinngemäß, dass man die Spiele der Unterweltgötter besiegen oder brechen kann. Darin steckt ziemlich genau die Designphilosophie, für die Daniel Mullins spätestens seit Inscryption bekannt ist: Die Mechanik selbst darf Teil der Geschichte werden, und irgendwann ist nicht mehr sicher, ob eine Regel tatsächlich befolgt oder manipuliert werden soll.

Auch die Entwicklerupdates deuten wieder auf Programmier- und Systemrätsel hin. Menüs besitzen unerwartete Funktionen, Gegenstände landen dort, wo sie eigentlich nicht hingehören, und selbst vermeintlich technische Oberflächen können Teil der Welt sein. Gleichzeitig existieren klassische Abenteuerabschnitte und offenbar deutlich umfangreichere Reise- und Rollenspielelemente.

Damit dürfte Panda Circus wesentlich größer ausfallen als sein Vorgänger. Der erste Teil konnte seine Überraschungen noch in einem relativ kompakten Rahmen verstecken. Die Fortsetzung versucht daraus eine ganze Unterwelt zu bauen, die ständig ihre Spielform wechseln kann.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🐼 Am 27. April wissen wir endlich, warum da ein Panda im Titel steht

Trotz seines Namens versichert Daniel Mullins Games seit der ersten Ankündigung ausdrücklich, dass Pony Island 2: Panda Circus kein Spiel über Ponys ist. Was der Panda und der Zirkus langfristig mit der Earth Prison, King Yan und den übrigen Unterweltgöttern zu tun haben, bleibt dagegen weiterhin genau so verdächtig offen, wie man es bei diesem Entwickler erwarten würde.

Immerhin besitzt dieses Durcheinander nun ein Datum. Am 27. April 2027 erscheint das Spiel auf Steam; weitere Plattformen sind bislang nicht angekündigt.

Bis dahin kann man sich auf die Reise vorbereiten. Pferd satteln, USB-Stick einpacken, Testament schreiben.

Den letzten Punkt hat der Held allerdings bereits verpasst.

Nichts als die Wahrheit. Schmaler Banner für den Arkanen Moosverhetzer. Ein Moosling mit Blatthelm, der wütend eine Propagangazeitung liest.