Pokémon trifft ESA – Londons Science Museum startet Weltraumroute
🧐 Im Fantasykosmos suchen

Pikachu war schon da oben
📰 Was ist los?
Am 2. Oktober startet im Londoner Science Museum der kostenlose Pokémon Space Trail. Gemeinsam mit ESA und The Pokémon Company verbindet er Pokémon wie Pikachu, Lunatone und Arceus mit echter europäischer Raumfahrtforschung.
🐛 Was denken wir?
Das funktioniert erstaunlich gut, weil die Kooperation mehr ist als bloße Dekoration. Mondmissionen, ISS, Raumfahrttechnik und Pokémon-Lore greifen tatsächlich ineinander. Genau so darf Fankultur Wissenschaft neugierig machen.
Pikachu war dieses Jahr tatsächlich im All. Jetzt zieht Pokémon auch ins Museum ein. Am 2. Oktober startet im Londoner Science Museum der neue Pokémon Space Trail. Die kostenlose Route entstand gemeinsam mit der European Space Agency und The Pokémon Company International und verbindet bekannte Pokémon mit echter Weltraumforschung.

Das klingt zunächst nach ziemlich offensichtlichem Fanservice. Tatsächlich steckt aber ein erstaunlich ernst gemeinter Vermittlungsansatz dahinter.
🌌 Pikachu, Lunatone und Arceus zwischen echter Raumfahrt
Der Trail führt durch mehrere Galerien des Museums und arbeitet mit großformatigen Installationen. Zu sehen sind unter anderem Pikachu, Lunatone und Arceus, die jeweils mit realen Themen der Raumfahrt verbunden werden.
In der Space Gallery geht es beispielsweise darum, wie NASA und ESA mit Artemis zum Mond zurückkehren. Parallel greift die Ausstellung auf, welche Rolle der Mond im Pokémon-Universum spielt – von Lunatone bis zu Entwicklungen, die an Mondlicht gekoppelt sind.
🚀 Astronaut Pikachu war wirklich auf der ISS
Der vielleicht schönste Haken ist kein Marketingtrick. Ein Astronaut-Pikachu-Plüschtier reiste tatsächlich mit der ESA-Astronautin Sophie Adenot zur Internationalen Raumstation. Dort verbrachte es 67 Tage im Orbit und umrundete die Erde ungefähr 1.040 Mal.
Damit bekommt der Trail ein ziemlich charmantes reales Fundament. Pikachu wird hier nicht einfach vor eine Rakete gestellt, sondern war tatsächlich Teil einer ESA-Mission.
🧭 Der Rundgang beginnt in der Energy Hall
Besucher können sich in der Energy Hall einen kostenlosen Trail-Guide holen und von dort aus durch die Ausstellung ziehen. Die einzelnen Stationen verbinden Pokémon-Motive mit echten Raumfahrtfragen. Es geht um Raketenstarts, Leben auf der ISS, Mondmissionen, europäische Forschung und die Erforschung des Sonnensystems.
Genau darin liegt die Stärke des Konzepts: Pokémon dient als Einstiegspunkt, die eigentliche Reise führt aber mitten in reale Wissenschaft.
🎮 Selbst alte Pokémon-Spiele gehören dazu
Auch die Power Up Gallery wird eingebunden. Dort stehen ohnehin mehr als 160 funktionierende Konsolen und Spiele bereit. Für den Trail können Besucher unter anderem Pokémon Snap auf dem Nintendo 64, Pokémon Battle Revolution auf der Wii und aktuelle Titel ausprobieren.
Das passt erstaunlich gut, weil sich dadurch drei Jahrzehnte Pokémon-Kultur mit echter Raumfahrttechnik im selben Museum begegnen.
🌕 Der Mond funktioniert in beiden Welten
Gerade die Verbindung über den Mond ist clever. Für die ESA ist er Ziel neuer bemannter Missionen, Testfeld für Technologien und möglicher Ausgangspunkt zukünftiger Weltraumforschung.
Im Pokémon-Kosmos gehört er seit jeher zu Mythologie, Entwicklung und Kreaturendesign. Lunatone ist dafür das offensichtlichste Beispiel, aber längst nicht das einzige.
📱 Pokémon GO geht ebenfalls ins All
Die Kooperation endet nicht an der Museumstür. Zwischen 4. Oktober 2026 und 30. April 2027 gibt es an teilnehmenden Museen und ESA-Standorten spezielle Inhalte in Pokémon GO.
Dazu gehören Astronaut Pikachu, zeitlich begrenzte Forschungsaufgaben, besondere Begegnungen und Raids. Teilweise erhalten gefangene Pokémon sogar spezielle Standort-Hintergründe, die an den jeweiligen Museumsbesuch erinnern.
🛰️ London ist nur eine Station einer größeren Europareise
Der Pokémon Space Trail gehört zu einer größeren ESA-Kooperation, die durch mehrere europäische Standorte wandert. Neben London sind unter anderem Paris, Rom, Noordwijk, Darmstadt, Madrid, Harwell, Toulouse, Valencia, Nürnberg, Libin und Lucca Teil des Programms.
Damit wird aus dem Londoner Museumsevent eine ziemlich große europäische Science-Fiction- und Popkultur-Aktion.
🛍️ Natürlich gibt es auch Astronaut Pikachu zum Mitnehmen
Im Science Museum entsteht zusätzlich ein eigener Shop mit Pokémon- und ESA-Merchandise. Dort gibt es unter anderem ein limitiertes Astronaut-Pikachu-Plüschtier, Kleidung, Schreibwaren, Sammelartikel und Produkte aus dem Pokémon Trading Card Game.
Für einzelne Artikel gelten Mengenbegrenzungen. Das dürfte vermutlich der einzige Teil des Projekts sein, bei dem wissenschaftliche Neugier sehr schnell in finanziellen Kontrollverlust umschlagen kann.
🌙 Im November gehört das Museum abends den Erwachsenen
Am 26. November folgt außerdem ein spezieller Erwachsenenabend. Beim Pokémon-ESA-Late öffnet das Museum nach Feierabend mit Vorträgen, Workshops, Wissenschaftsformaten, Spielen und Musik.
Geplant ist außerdem eine IMAX-Vorführung von Pokémon Detective Pikachu. Damit wird der Trail nicht bloß Familienprogramm, sondern bekommt auch eine eigene Fankultur-Schiene.
🧪 Popkultur als Eintrittstor zur Wissenschaft
Genau deshalb passt das Projekt so gut zu uns. Pokémon wird hier nicht bloß auf ein Museum geklebt. Die Figuren dienen als Brücke zu echten Themen: Mondforschung, Raumfahrttechnik, Astronautentraining, Orbitmechanik und europäische Wissenschaft.
Das ist Popkulturvermittlung in ihrer besten Form: Man kommt wegen Pikachu und geht vielleicht mit einer neuen Frage über Raumfahrt wieder nach Hause. Und Astronaut Pikachu kann immerhin behaupten, die Erde häufiger umrundet zu haben als die meisten Menschen da jemals tun werden.





