„Be strong enough to be gentle“: Abschied von Peter Cullen, der Stimme von Optimus Prime

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Eine Stimme, die größer wurde als ihre Rolle

📰 Was ist los?
Peter Cullen ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Seit 1984 prägte er Optimus Prime über Animation, Kino, Serien und Spiele hinweg und wurde damit selbst zu einem festen Bestandteil der Transformers-Geschichte.

🐛 Was denken wir?
Cullen hat Optimus Prime nicht nur unverwechselbar klingen lassen, sondern dessen Charakter entscheidend geprägt. Die von seinem Bruder inspirierte Verbindung aus Autorität, Ruhe und Mitgefühl machte aus einem Spielzeugroboter für viele Zuschauer tatsächlich eine Vorstellung davon, wie ein Held klingen sollte.

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🤖 „Be strong enough to be gentle“: Abschied von Peter Cullen, der Stimme von Optimus Prime

Es gibt Figuren, die wechseln ihre Darsteller, ihre Designs und irgendwann sogar ihre komplette Herkunft. Bei Optimus Prime blieb über mehr als vier Jahrzehnte eine Konstante: Sobald diese tiefe, ruhige Stimme erklang, war der Anführer der Autobots wieder da.

Peter Cullen ist tot. Der kanadische Schauspieler und Sprecher starb am 26. August im Alter von 85 Jahren in seinem Haus in Los Angeles. Bekannt wurde sein Tod am Donnerstag. Cullen hinterlässt eine Sprecherkarriere, die weit über Transformers hinausreichte – aber kaum eine Stimme ist derart vollständig mit einer einzelnen Figur verschmolzen wie seine mit Optimus Prime.

Eine große humanoide Robotergestalt steht von hinten an einer einsamen Straße und blickt in einen warmen Sonnenaufgang am Horizont.
Mehr als vier Jahrzehnte lang gab Peter Cullen einem der bekanntesten Science-Fiction-Helden seine Stimme. © Fantasykosmos / eigene KI-Illustration / manuell nachbearbeitet

Seit der ursprünglichen Animationsserie von 1984 war Cullen immer wieder der Mann hinter dem roten Truck. Er spielte Prime im Animationsfilm von 1986, kehrte Jahrzehnte später für Michael Bays Transformers zurück und begleitete den Autobot-Anführer schließlich durch Kino, Fernsehen und Spiele. Aus einer Synchronrolle wurde eine popkulturelle Identität.

🤖 Optimus Prime sollte kein Hollywood-Held sein

Die berühmteste Geschichte über Cullens Optimus beginnt bemerkenswert unspektakulär. Vor seinem Vorsprechen wusste er im Wesentlichen nur, dass er einen Lastwagen spielen sollte, der zugleich ein Held war.

Cullen erzählte später immer wieder von seinem älteren Bruder Larry, der als Marineoffizier im Vietnamkrieg gedient hatte. Als Peter ihm von dem Vorsprechen berichtete, riet Larry ihm, keinen typischen brüllenden Hollywoodhelden daraus zu machen. Ein echter Held müsse ruhig, verlässlich und mitfühlend sein.

Der Satz, der daraus hängen blieb, lautete: „Be strong enough to be gentle.“ Cullen ging ins Studio und orientierte Optimus an seinem Bruder. Nicht an der größten Stimme im Raum, sondern an jemandem, dessen Autorität gerade daher kam, dass er sie nicht ständig beweisen musste. Das wurde zum Kern der Figur.

Optimus Prime konnte selbstverständlich riesige Roboter verprügeln, Schlachten führen und dramatische Reden halten. Aber Cullens Stimme gab ihm etwas, das in einem Zeichentrickprogramm über verwandelbare Spielzeugroboter keineswegs selbstverständlich war: Würde.

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🚛 Aus einem Zeichentrickhelden wurde eine Stimme für Generationen

Die ursprüngliche Transformers-Serie startete 1984 und machte Optimus Prime schnell zum moralischen Mittelpunkt der Autobots. Als die Figur im Kinofilm von 1986 starb, löste das bei jungen Zuschauern eine Reaktion aus, mit der die Verantwortlichen offenbar selbst nicht vollständig gerechnet hatten.

Optimus kehrte zurück. Cullen ebenfalls. Danach vergingen Jahre, in denen andere Versionen der Figur mit anderen Stimmen entstanden. Doch als Transformers 2007 als großes Realfilm-Franchise ins Kino kam, holte man Peter Cullen zurück.

Das war mehr als Nostalgie. Zwischen einem gigantischen computergenerierten Roboter und den Zuschauern musste etwas Vertrautes liegen. Cullens Stimme erfüllte genau diese Aufgabe. Man konnte Optimus völlig neu gestalten, seine Umgebung austauschen und ihn in eine wesentlich lautere Kinowelt stellen, sobald Cullen sprach, blieb die Figur erkennbar.

Er kehrte für Revenge of the Fallen, Dark of the Moon, Age of Extinction, The Last Knight, Bumblebee und schließlich Rise of the Beasts zurück. Parallel sprach er Prime weiterhin in anderen Serien, Spielen und Produktionen. So wurde aus einer Rolle aus den 80ern eine Verbindung zwischen mehreren Fan-Generationen.

🫏 Eeyore bewies, wie weit diese Stimme eigentlich reichte

Dass Cullen nicht einfach nur „die tiefe Optimus-Stimme“ besaß, zeigte eine vollkommen andere Figur.

Über viele Jahre sprach er Eeyore, den melancholischen Esel aus Winnie the Pooh. Wo Optimus Ruhe mit Stärke verband, bestand Eeyore praktisch aus leiser Resignation, verschluckter Traurigkeit und einem Humor, der häufig daraus entstand, dass er vom Leben ohnehin nichts mehr erwartete. Cullen selbst nannte Eeyore neben Optimus immer wieder als eine seiner liebsten Rollen.

Gerade der Kontrast ist bemerkenswert. Auf der einen Seite der mächtige Anführer außerirdischer Roboter, auf der anderen ein kleiner grauer Esel, der regelmäßig seinen Schwanz verliert und sich schon über die Tatsache freut, überhaupt bemerkt zu werden. Beide funktionierten über dieselbe Stärke Cullens: Er konnte Figuren mit seiner Stimme Persönlichkeit geben, ohne sie zu überladen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🚘 KARR durfte dagegen ganz anders klingen

Auch Science-Fiction-Fans begegneten Cullen weit außerhalb von Transformers. In Knight Rider lieh er KARR seine Stimme, dem gefährlichen Gegenstück zu KITT. Damit wurde ausgerechnet der Mann hinter einem der berühmtesten heldenhaften Maschinenwesen auch zur Stimme einer künstlichen Intelligenz, der man besser nicht die Kontrolle über das Fahrzeug überlassen sollte.

Hinzu kamen unzählige weitere Arbeiten für Animation und Fernsehen, von G.I. Joe über Voltron bis zu Chip und Chap – Die Ritter des Rechts. Für den Film Predator steuerte Cullen außerdem vokale Effekte für die außerirdische Kreatur bei.

Seine Filmografie wirkt deshalb rückblickend fast wie eine Reise durch vier Jahrzehnte amerikanischer Genreunterhaltung. Viele Zuschauer hörten Cullen jahrelang, ohne überhaupt zu wissen, dass zwischen mehreren dieser Figuren derselbe Mann stand.

🏆 2023 bekam die Stimme selbst die Bühne

Im Dezember 2023 erhielt Cullen bei den Children’s & Family Emmy Awards einen Lifetime Achievement Award. Das war ein ungewöhnlich passender Moment. Sprecher verbringen einen beträchtlichen Teil ihrer Karriere außerhalb des Bildes. Die Figuren werden berühmt, ihre Stimmen vertraut – der Mensch dahinter bleibt für viele Zuschauer trotzdem unsichtbar.

Bei Cullen hatte sich das längst verändert. Gerade die Transformers-Fankultur machte ihn selbst zu einer bekannten Figur. Auf Conventions traf er Eltern, die mit Optimus Prime aufgewachsen waren und nun gemeinsam mit ihren Kindern vor ihm standen.

Cullen berichtete mehrfach davon, dass solche Begegnungen emotional werden konnten. Nicht nur für die Fans. Es zeigt vielleicht besser als jede Karrierezahl, was seine Arbeit erreicht hatte. Optimus Prime war für viele Menschen nicht einfach eine Figur aus einer Zeichentrickserie. Er verkörperte eine bestimmte Vorstellung davon, wie ein Anführer sein sollte. Und diese Vorstellung steckte zu einem erheblichen Teil in Peter Cullens Stimme.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🕯️ Eine Stimme, die nicht ersetzt werden muss, um weiterzuklingen

Natürlich wird Transformers weitergehen. Optimus Prime wird wieder auftreten, und andere Schauspieler haben die Figur längst in unterschiedlichen Produktionen gespielt. Peter Cullens Optimus wird deshalb trotzdem nicht verschwinden.

Er steckt in der Serie von 1984, im Kinofilm von 1986, in den Blockbustern seit 2007, in Animationsserien und Videospielen. Millionen Menschen kennen diese Stimme inzwischen seit ihrer Kindheit. Andere haben sie erst Jahrzehnte später im Kino kennengelernt.

Die vielleicht schönste Erklärung dafür lieferte Cullen selbst über die Geschichte seines Bruders. Optimus funktionierte für ihn nie deshalb, weil ein Held möglichst laut oder unbezwingbar sein sollte. Er sollte vertrauenswürdig sein. Mitfühlend. Ruhig.

Stark genug, um sanft zu sein.

Peter Cullen wurde 85 Jahre alt.

Optimus Prime wird wieder sprechen. Aber seine eigentliche Stimme gehörte ihm.

Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.