Wraeclast ist bereit: Path of Exile 2 startet im Dezember als kostenlose Vollversion
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Path of Exile 2 bekommt endlich seine Version 1.0
📰 Was ist los?
Grinding Gear Games veröffentlicht Path of Exile 2 am 11. Dezember 2026 als kostenlose Vollversion für PS5, Xbox Series X|S und PC. Gleichzeitig endet der seit Dezember 2024 laufende Early Access; mit dem Duelist wurde zudem eine weitere Klasse für den vollständigen Release vorgestellt.
🐛 Was denken wir?
Der Termin ist wichtiger als ein gewöhnliches Versionsupdate. Erst mit 1.0 werden Kampagne, Klassenaufgebot und Endgame zu jenem Gesamtpaket zusammengeführt, auf das Grinding Gear Games seit Jahren hinarbeitet und gleichzeitig öffnet sich das Spiel erstmals ohne kostenpflichtigen Early-Access-Zugang für alle.
🔥 Wraeclast ist bereit: Path of Exile 2 startet im Dezember als kostenlose Vollversion
Wraeclast hat lange genug getestet. Nach ziemlich genau zwei Jahren Early Access setzt Grinding Gear Games nun den Termin, auf den die Action-RPG-Community seit dem Start im Dezember 2024 wartet: Path of Exile 2 erscheint am 11. Dezember 2026 als Version 1.0 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC.

Mit dem vollständigen Release fällt zugleich die bisherige Zugangshürde. Während der Early Access über kostenpflichtige Supporter-Pakete zugänglich war, wird Path of Exile 2 mit Version 1.0 wie angekündigt vollständig Free-to-play. Neue Spieler können damit ab Dezember kostenlos nach Wraeclast zurückkehren, während bestehende Charakterbauer endlich den Punkt erreichen, an dem vor dem Spiel keine Early-Access-Klammer mehr steht.
Die Bekanntgabe während der gamescom Opening Night Live bestand allerdings nicht nur aus einem Datum. Mit dem Duelist zeigte Grinding Gear Games zugleich eine weitere Klasse der Vollversion und erinnerte daran, dass der Schritt zu 1.0 erheblich mehr bedeutet als das Austauschen einer Versionsnummer.
⚔️ Der Duelist zieht für Version 1.0 sein Schwert
Im neuen Trailer präsentiert sich der Duelist als offensiv ausgerichteter Nahkämpfer, der genau jene Lücke weiter schließt, die seit Beginn des Early Access im Klassenaufgebot sichtbar war. Grinding Gear Games bezeichnet ihn selbst als lange erwarteten Neuzugang und stellt ihn bewusst ins Zentrum der Release-Ankündigung.
Für die vollständige Fassung nennt das Studio weiterhin zwölf Charakterklassen, jeweils mit drei Ascendancy-Spezialisierungen. Das ergibt insgesamt 36 Möglichkeiten, die grundlegenden Archetypen später deutlich stärker in eine bestimmte Richtung zu entwickeln. Dabei bleibt Path of Exile 2 seiner vielleicht wichtigsten Tradition treu: Eine Klasse definiert den Ausgangspunkt eines Builds, soll den Spieler aber möglichst wenig daran hindern, anschließend etwas erheblich Seltsameres daraus zu bauen.
Dazu passt das riesige passive Skillnetz mit rund 1.500 Knoten und Dual Specialization. Bestimmte passive Punkte können zwei unterschiedlichen Spezialisierungen zugewiesen werden und automatisch wechseln, sobald beispielsweise eine andere Waffe oder ein anderer Fähigkeitstyp benutzt wird. Wer sich gern länger mit einem Buildplan beschäftigt als andere Menschen mit ihrer Steuererklärung, dürfte auch in Version 1.0 ausreichend Beschäftigung finden.
🎬 Der Duelist führt Path of Exile 2 in Version 1.0
Der offizielle Release-Trailer bestätigt den 11. Dezember und zeigt mit dem Duelist gleichzeitig eine weitere Klasse der Vollversion.
💎 240 Skills sind erst der Anfang des Build-Problems
Auch das überarbeitete Gem-System gehört zu den großen Säulen des Nachfolgers. Für die Vollversion nennt Grinding Gear Games 240 aktive Skill Gems und 200 Support Gems. Unterstützungssteine werden direkt in die jeweiligen Skills eingesetzt, wodurch das alte Problem komplizierter Ausrüstungsverlinkungen reduziert wird, ohne die Kombination verschiedener Fähigkeiten und Modifikatoren aufzugeben.
Der Umfang setzt sich bei der Ausrüstung fort. Rund 700 Grundtypen sind vorgesehen, die jeweils ein eigenes Unique Item besitzen sollen. Speere, Armbrüste und Flegel erweitern das klassische Waffenarsenal, während Fallen, Fokus-Gegenstände und überarbeitete Zepter zusätzliche Buildrichtungen ermöglichen.
Gerade hier entscheidet sich, ob die lange Early-Access-Phase ihren eigentlichen Zweck erfüllt hat. Grinding Gear Games hat von Beginn an betont, dass Balance, Wirtschaft und Charakterentwicklung nur gemeinsam mit einer großen Spielerschaft sinnvoll getestet werden können. Die vergangenen zwei Jahre waren deshalb weniger eine verlängerte Demo als ein laufendes Experiment an einem System, dessen einzelne Zahlenkolonnen problemlos kleinere Bücher füllen könnten.
🩸 Sechs Akte und mehr als hundert Bosse warten auf 1.0
Auch die Kampagne wächst bis zur Vollversion weiter. Grinding Gear Games beschreibt für Path of Exile 2 insgesamt sechs Akte, ungefähr 100 unterschiedliche Umgebungen, rund 600 Monstertypen und mehr als 100 Bossbegegnungen. Dabei soll praktisch jedes Kampagnengebiet über einen eigenen Boss verfügen.
Nach dem letzten Akt beginnt traditionell ohnehin erst jener Teil, in dem Path of Exile-Spieler anfangen, von „eigentlich fertig“ zu sprechen und anschließend noch einige hundert Stunden investieren. Das Endgame führt durch ein Netz aus Karten mit eigenen Biomen, Bossen, Crafting-Systemen und speziellen passiven Bäumen, über die sich Risiken und Belohnungen einzelner Aktivitäten weiter verändern lassen.
GGG will bis zum Dezember noch weitere Details zu den Überraschungen der 1.0-Endgame-Struktur veröffentlichen. Der Release-Termin beantwortet damit zunächst die größte offene Frage, beendet aber keineswegs die Informationskampagne. Bis Dezember dürfte das Studio noch einiges darüber erklären müssen, welche Systeme und Inhalte den Sprung aus dem Early Access konkret begleiten.
🌐 Wraeclast bleibt ein ziemlich sozialer Ort
Trotz all der Buildtabellen ist Path of Exile 2 kein ausschließliches Einzelspielerprojekt. Koop wird für bis zu sechs Spieler unterstützt. Auf Konsolen gibt es außerdem Couch-Koop, bei dem zwei Spieler entweder über dasselbe Konto oder mit getrennten Path of Exile-Accounts gemeinsam spielen können.
Crossplay und Cross-Progression sollen Plattformgrenzen zusätzlich weitgehend auflösen. Wer zwischen PC und Konsole wechselt, behält seinen Fortschritt; Gruppen müssen sich nicht nach demselben Gerät richten.
Interessant bleibt außerdem das Verhältnis zum Vorgänger. Path of Exile 2 ersetzt das erste Spiel nicht. Grinding Gear Games will beide Titel parallel weiterentwickeln und mit neuen Erweiterungen versorgen. Bereits gekaufte Mikrotransaktionen sollen zwischen beiden Spielen geteilt werden, sofern der jeweilige Gegenstand in beiden Fassungen verwendet werden kann.
📅 Nach zwei Jahren steht endlich die Eins vor dem Punkt
Als Path of Exile 2 am 6. Dezember 2024 in den Early Access ging, war offen, wie lange dieser Zustand dauern würde. Grinding Gear Games antwortete auf die entsprechende Steam-Frage damals demonstrativ mit „so lange wie nötig“. Jetzt kennen wir die Definition: zwei Jahre und fünf Tage.
Am 11. Dezember endet damit eine der prominentesten Early-Access-Phasen der vergangenen Jahre. Für bestehende Spieler bedeutet das mehr Klassen, mehr Kampagne und ein fertig definiertes Grundgerüst. Für alle anderen verschwindet gleichzeitig der Preis für den Zugang.
Das ist wahrscheinlich der passendste Startpunkt für ein Path of Exile: Die erste wichtige Entscheidung kostet nichts. Alle folgenden werden erheblich komplizierter.






