Outward 2: Survival-RPG ohne Sicherheitsnetz

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Sommer in Aurai: Der zweite Versuch

📰 Was ist los?
Nine Dots Studio hat zum IGN Fan Fest einen Gameplay-Overview-Trailer zu Outward 2 gezeigt. Das Open-World-Survival-RPG kehrt in die Welt Aurai zurück, setzt auf harte Überlebensmechaniken, Jahreszeitenwechsel und drei Start-Szenarien mit elf Hintergründen. Der Early Access auf Steam ist für Sommer 2026 geplant.

🐛 Was denken wir?
Outward 2 wirkt wie eine dieser seltenen Fortsetzungen, die ihre Nische nicht aufgeben, sondern ausbauen. Wenn das Team den Jank zähmt, ohne die Radikalität zu opfern, könnte es das eine Survival-RPG werden, das sich traut, seine Spieler tatsächlich ernst zu nehmen.

🧳 Outward 2: Survival-RPG ohne Sicherheitsnetz

Outward 2 verspricht, all das zu liefern, was der jankige Vorgänger wollte, nur dieses Mal mit Plan, Budget und einem Trailer, der ziemlich deutlich sagt: Wer Abenteuer will, soll bitte arbeiten.


🌪 Aurai 2.0: Jahreszeiten, Biome, Hintergrundkoller

Nine Dots Studio hat zum IGN Fan Fest einen neuen „Gameplay Developer Overview“-Trailer rausgehauen und zeigt, worum es im Kern geht: Du bist kein Auserwählter, sondern ein armes Würstchen mit Rucksack, Schlafsack und zu wenig Essen – wieder einmal in der Welt Aurai.

Der Nachfolger zu Outward setzt auf ein paar klare Designentscheidungen:

  • Drei Start-Szenarien und elf Hintergründe bestimmen, wer du bist und vor allem, mit welchem Ballast du losläufst.
  • Vier große Regionen mit eigenem Biom, eigenen Spielmechaniken und einem vollen Vier-Jahreszeiten-Zyklus.
  • Händler und NPCs ziehen mit den Jahreszeiten weiter, statt wie Schaufensterpuppen ewig am gleichen Marktstand zu kleben.

Im Trailer wird der Überlebensloop sauber durchexerziert: Vorräte planen, Wunden versorgen, Wetterschutz organisieren, bevor du auf Abenteuerreise gehst. Kein Questmarker-Sturm, keine Minimap-Überflutung: Du liest Welt und Karte, nicht HUD.

Geplant ist ein Early-Access-Start auf Steam im Sommer 2026, offiziell als drittes Quartal 2026 gelistet.


🥾 Vom Jank zur Vision: Was der Trailer wirklich verrät

Outward 1 war eine dieser seltenen Ausnahmen: technisch halb aus der Zeit gefallen, spielerisch aber so eigen, dass viele es trotz Clipping, hakeligem Kampf und groben Kulissen lieben lernten. „Janky, aber einzigartig“ fasst die Bilanz der letzten Jahre ganz gut zusammen.

Outward 2 versucht nun sichtbar, genau an dieser Stelle anzusetzen:

  • Mehr Lesbarkeit, weniger Krampf: Trefferfeedback, Animationen und Lesbarkeit der Angriffe wirken im neuen Material spürbar klarer, ohne in Souls- oder Ubisoft-Routine zu kippen.
  • Systeme statt Spektakel: Der Trailer spricht permanent über Vorbereitung, Synergien und die Konsequenzen schlechter Planung – kein Wort über „cinematische Setpieces“.
  • Koop bleibt Kern: Auch wenn nicht jede Szene explizit Koop zeigt, ist klar, dass Couch- und Online-Zusammenspiel wieder Teil der Identität ist – genau das, was den ersten Teil trotz aller Schwächen getragen hat.

Die spannende Frage ist weniger, ob Outward 2 „schöner“ wird – das ist es im Trailer ohnehin –, sondern ob Nine Dots es schafft, die ruppige Ehrlichkeit des Vorgängers zu bewahren, ohne noch einmal in die technische Steinzeit abzudriften.


🧂 Zwischen Enshrouded & Co.: Wo Outward 2 im Survival-Sumpf steht

2026 ist nicht gerade arm an Survival-RPGs: Enshrouded, Westlanders und diverse Open-World-Bastelbuden versuchen, denselben Mix aus Crafting, Erkunden und Monsterklatschen zu verkaufen, oft als Themepark mit Level-Skalierung und Komfortfunktionen auf Knopfdruck.

Outward 2 positioniert sich bewusst dagegen:

  • Keine skalierenden Gegner, keine heimliche Mitleids-Balancing-KI – die Welt bleibt gefährlich, egal, wie beleidigt dein Ego ist.
  • Kein Handhalten: Weder Marker-Orgie noch Schnellreiseorgie. Wer den Komfort eines Themeparks will, ist hier offenkundig falsch.
  • Konsequenzen statt Autosave-Kuscheldecke: Scheitern ist Teil der Struktur, nicht ein Fehler, den das Spiel dir wegpoliert.

Das ist mutig – und riskant. Der Trailer wirkt wie ein bewusstes Gegenprogramm zum glatten Open-World-Mainstream: weniger Feuerwerk, mehr „Du hättest einfach einen Mantel einpacken sollen“.

🎬 Gameplay-Overview: Outward 2

Der Gameplay-Overview-Trailer „What It Takes to Survive in Outward 2“ – präsentiert während des IGN Fan Fest 2026. Bereitgestellt vom offiziellen IGN-Channel auf YouTube:


🧾 Unser Fazit: Ausgerechnet Ehrlichkeit als Verkaufsargument

Outward 2 hat ein Problem – und das ist ausnahmsweise ein gutes: Es will kein Everybody-Darling sein. Der Trailer verkauft keine Machtfantasie, sondern den Versuch, ein glaubhaftes Abenteurerleben zu simulieren.

In einem Markt voller „Du bist der Erwählte, hier ist dein Lootregen“-RPGs ist das fast schon subversiv. Die Gefahr liegt woanders:

  • Wird Early Access wieder zum Dauerpolierzustand, in dem Ideen versanden?
  • Oder schafft es Nine Dots, die alte Outward-Formel – gewöhnlicher Mensch, harte Welt, Koop-Chaos – in eine Version zu gießen, die nicht mehr wie ein Mod-Projekt mit Herz, sondern wie ein bewusst kantiges RPG wirkt?

Wenn Outward 2 seine Ideale hält, könnte es 2026 genau das liefern, was dem Genre fehlt: ein Spiel, das dir nichts schuldet, außer einer ehrlichen Welt und der Chance, sie zu überleben, wenn du dich anstrengst.

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