Order of the Sinking Star lässt vier Puzzle-Welten kollidieren

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Vier Welten sind offenbar erst der Anfang

📰 Was ist los?
Der neue Trailer zu Order of the Sinking Star zeigt erstmals ausführlicher die vier Puzzle-Welten, ihre jeweils eigenen Mechaniken und die Gold Rooms, durch die später ganze Regionen miteinander verschmelzen. Das Spiel erscheint am 8. Oktober für PC, PS5 und Switch 2.

🐛 Was denken wir?
Die eigentliche Idee ist stärker als die bloße Zahl von tausend Rätseln. Vier völlig unterschiedliche Systeme zu bauen ist ambitioniert genug. Sie später paarweise miteinander kollidieren zu lassen, könnte daraus genau jene Sorte Puzzle-Wahnsinn machen, bei der man irgendwann beginnt, auf Papier Pfeile zu zeichnen und ernsthaft über Spiegelabstände nachzudenken.

Vier Welten, vier völlig unterschiedliche Regeln – und irgendwann ist Schluss mit sauberer Trennung. Der neue „Explore the Realm“-Trailer zu Order of the Sinking Star zeigt erstmals ausführlicher, wie Jonathan Blows neues Puzzle-Abenteuer aufgebaut ist. Im Zentrum steht eine große Overworld, von der aus vier eigenständige Regionen erreichbar sind.

Eine isometrische Fantasy-Burg aus Order of the Sinking Star mit mehreren Figuren, farbigen magischen Blöcken und brennenden Türmen über einer dunklen Landschaft.
Vier Welten, vier Regelwerke – und später kracht alles ineinander: Order of the Sinking Star baut seine Fantasy-Welt aus mehr als 1.000 handgemachten Rätseln. © Thekla / Arc Games

Jede besitzt eigene Figuren, eigene Mechaniken und eine eigene kleine Geschichte. Später beginnen diese Welten allerdings miteinander zu verschmelzen – und genau dann werden auch ihre Rätselregeln miteinander kombiniert.

🗺️ Eine Overworld ohne vorgeschriebenen Weg

Die zentrale Welt funktioniert als großer Hub. Von dort führen vier Wege in verschiedene Himmelsrichtungen, und es gibt ausdrücklich keinen einzig richtigen Pfad. Wer an einem Rätsel festhängt, kann umdrehen, eine andere Region erkunden und später zurückkehren.

Mit dem Fortschritt lichtet sich der Nebel auf der Karte, neue Gebiete werden sichtbar und die Verbindungen zwischen den einzelnen Welten werden immer komplexer. Dadurch soll sich die Overworld Stück für Stück von einer überschaubaren Kreuzung in ein großes, miteinander verzahntes Puzzle verwandeln.

🎬 Vier Welten, ein großes Rätsel

Der neue „Explore the Realm“-Trailer zu Order of the Sinking Star zeigt die vier eigenständigen Puzzle-Welten und was passiert, wenn ihre Mechaniken später miteinander kollidieren.

🧙 Im Norden zieht eine Fantasy-Abenteurergruppe um

Der Norden trägt den herrlich albernen Namen The Hearty Heroes of Hauling. Dort arbeitet eine klassische Fantasygruppe aus Krieger, Dieb, Magier, Barde, Kleriker und Druide – allerdings als Umzugsunternehmen.

Jede Figur besitzt eine eigene Fähigkeit. Manche schieben Objekte, andere ziehen sie heran oder teleportieren sich über Hindernisse. Die eigentliche Herausforderung entsteht daraus, diese Aktionen so zu kombinieren, dass ganze Ketten von Bewegungen möglich werden.

Das klingt zunächst wie eine hübsche Genreparodie, ist aber mechanisch ziemlich clever: Die typische Rollenspielgruppe wird hier nicht fürs Kämpfen gebraucht, sondern als wandelnder Werkzeugkasten für Sokoban-artige Rätsel.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🪞 Im Osten wird das Spiegelbild zum Werkzeug

Die Mirror Isles verfolgen eine völlig andere Idee. Ein wohlhabender Händler reist durch ein Archipel, in dem magische Spiegel Personen und Gegenstände augenblicklich mit ihren Spiegelbildern vertauschen.

Entscheidend ist dabei der Abstand zum Spiegel. Wer weiter zurücktritt, kann seine Position weiter hinausprojizieren und dadurch Inseln oder Orte erreichen, die sonst unzugänglich wären. Das Spiegelbild ist also keine Dekoration, sondern ein aktives Bewegungssystem.

💎 Im Westen regiert das Licht

In The Promise zieht ein einzelner Explorer durch unterirdische Höhlensysteme. Große Edelsteine lenken farbige Lichtstrahlen durch die Umgebung und schalten dadurch unterschiedliche Fähigkeiten frei.

Mit den richtigen Strahlen kann die Figur durch Wände gleiten, Felsen zerstören oder Teleporter aktivieren. Das Rätsel besteht darin, mehrere Lichtfarben so miteinander zu kombinieren, dass weit voneinander entfernte Mechanismen gleichzeitig funktionieren.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🌊 Im Süden wird Wasser zum Weg

Die vierte Welt heißt Skipping Stones to Lonely Homes. Hier versucht ein gestrandeter Seemann, sich über Inseln und offene Wasserflächen zu bewegen.

Dafür müssen Flüsse umgeleitet, riesige Steine über das Wasser geschickt und schwimmende Seerosenblätter auf neue Routen gebracht werden. Der Schwerpunkt liegt stärker auf Wegplanung und darauf, vorauszusehen, wo Objekte am Ende ihrer Bewegung landen.

Schon diese vier Systeme wären für sich genommen genug Stoff für mehrere kleinere Puzzle-Spiele.

🌟 Dann kommen die Gold Rooms

Der eigentliche Kniff beginnt später. Sobald Spieler sogenannte Gold Rooms erreichen und lösen, brechen die Grenzen zwischen den Welten auf.

Je zwei Regionen werden miteinander verbunden. Daraus entstehen sechs große Hybridbereiche, in denen nicht nur Figuren und Geschichten aufeinandertreffen, sondern auch die Mechaniken. Lichtstrahlen aus den Höhlen können plötzlich mit den Spiegeln der Mirror Isles kombiniert werden; die Umzugshelden geraten in Puzzle-Systeme des Seemanns.

Damit ändert sich die Struktur des Spiels fundamental. Aus vier separaten Puzzle-Anthologien wird ein System, in dem zuvor getrennte Regeln miteinander reagieren.

Genau dort dürfte sich entscheiden, ob Order of the Sinking Star tatsächlich so groß wird, wie Jonathan Blow und Thekla es derzeit versprechen.

🧠 Mehr als 1.000 Rätsel

Thekla spricht von über 1.000 handgebauten Rätseln, Dutzenden unterschiedlichen Mechaniken und mehreren hundert Stunden möglicher Spielzeit.

Das klingt zunächst beinahe absurd viel. Allerdings steckt in Order of the Sinking Star sichtbar ein Baukasten aus mehreren eigenständigen Puzzle-Spielen, die über Jahre hinweg zusammengeführt wurden. Steam verweist sogar ausdrücklich auf frühere Projekte wie Mirror Isles, Promesst und Heroes of Sokoban, die nun als Grundlage für einzelne Welten dienen.

Der neue Trailer zeigt deshalb weniger vier Kapitel als vier komplette Regelwerke.

Und irgendwann wirft jemand all diese Regeln in denselben Raum und schaut, was noch funktioniert.

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