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Tausend Rätsel bekommen endlich einen Kalendereintrag
📰 Was ist los?
Order of the Sinking Star erscheint am 8. Oktober 2026 für PC, PlayStation 5 und Nintendo Switch 2. Das fast zehn Jahre entwickelte Puzzle-Fantasyspiel von Jonathan Blow und Thekla umfasst vier Welten und mehr als 1.000 handgebaute Rätsel.
🐛 Was denken wir?
Schon die Größenordnung klingt leicht wahnsinnig, interessant wird aber vor allem das Zusammenprallen der unterschiedlichen Rätselsysteme. Und ein Spiel mit Jonathan Blow, tausend Denkaufgaben und einem sprechenden Boot hat zumindest hervorragende Chancen, irgendwann persönlich beleidigend zu wirken.
🚤 Königin, Dieb, Zauberer und ein sprechendes Boot: Jonathan Blows 1.000-Rätsel-Fantasy hat einen Termin
Jonathan Blow baut Spiele gern in Dimensionen, bei denen sich irgendwann die Frage stellt, ob der Mann eigentlich Rätsel entwirft oder heimlich versucht, einen neuen Zweig der Mathematik zu gründen.
Bei Order of the Sinking Star dürfte diese Grenze endgültig etwas unscharf werden. Das neue Spiel des Braid– und The Witness-Schöpfers erscheint am 8. Oktober 2026 für PC, PlayStation 5 und Nintendo Switch 2. Nach beinahe zehn Jahren Entwicklung hat das gewaltige Puzzle-Abenteuer damit erstmals einen festen Termin.

Und „gewaltig“ ist hier ausnahmsweise keine euphorische Pressefloskel. Thekla verspricht mehr als 1.000 von Hand entworfene Rätsel, verteilt über vier miteinander verbundene magische Welten. Hinzu kommen eine Königin, ein Dieb, ein Krieger, ein Zauberer und – weil das offenbar noch zu gewöhnlich klang – ein sprechendes Boot.
🧩 Tausend Rätsel sind offenbar erst der vernünftige Anfang
Das Grundprinzip klingt zunächst überschaubar. Jede der vier Welten besitzt eigene Regeln, Figuren, Geschichten und Rätselmechaniken. Spieler können zwischen ihnen wechseln, ungelöste Aufgaben liegen lassen und später zurückkehren. Im weiteren Verlauf beginnen diese Welten jedoch miteinander zu kollidieren.
Genau dann wird es Jonathan-Blow-typisch interessant. Mechaniken, die vorher getrennt voneinander funktioniert haben, greifen plötzlich ineinander. Fähigkeiten verschiedener Figuren kombinieren sich, bekannte Rätselregeln verändern ihre Bedeutung und aus mehreren zunächst verständlichen Systemen entsteht ein deutlich komplizierteres Ganzes. Thekla spricht von Dutzenden Mechaniken und mehreren hundert Stunden möglicher Spielzeit.
Wer nach The Witness noch gelegentlich misstrauisch auf Linien, Bäume und Fensterscheiben schaut, sollte den Oktober also vorsichtshalber freihalten.
🎬 Vier Welten kollidieren im neuen Termin-Trailer
Der neue Trailer zu Order of the Sinking Star zeigt weitere Rätsel, Figuren und die magischen Welten, bevor das Spiel am 8. Oktober erscheint:
👑 Vier Welten und eine erstaunlich seltsame Heldentruppe
Auch erzählerisch geht Order of the Sinking Star erheblich weiter als ein reines Rätselbrett. Mehrere spielbare Figuren besitzen eigene Fähigkeiten und Geschichten. Genannt werden eine Königin, ein Dieb, ein Krieger, ein Zauberer und das bereits erwähnte sprechende Boot. Erst wenn sich ihre Wege kreuzen, soll sich auch das größere Geheimnis hinter dem titelgebenden Orden langsam zusammensetzen.
Die Fantasywelt besteht dabei aus Magie, Monstern, gefährlichen Maschinen und sehr unterschiedlichen Regionen. Das offizielle Material zeigt klassische Ritter- und Zauberermotive ebenso wie farbenfrohe, beinahe surreale Landschaften und technische Konstruktionen. Die vier Welten sollen dadurch auch spielerisch deutlich voneinander abgegrenzt bleiben.
Dass ausgerechnet ein Boot zu den spielbaren Helden gehört, lässt immerhin hoffen, dass eines der über tausend Rätsel einfach darin besteht, herauszufinden, warum überhaupt jemand mit dem Boot diskutiert.
🧠 Zehn Jahre in einem Puzzle-Supercollider
Die lange Entwicklungszeit erklärt sich teilweise daraus, wie ungewöhnlich Order of the Sinking Star entstanden ist. Thekla bezeichnet das Projekt selbst als eine Art „Game Design Supercollider“: Verschiedene Puzzle-Ideen und Entwickler wurden zusammengebracht, anschließend wurden ihre Systeme miteinander verschränkt und weiterentwickelt.
Zu den Grundlagen gehören kleinere Puzzle-Projekte wie Skipping Stones to Lonely Homes und Mirror Isles von Alan Hazelden, Sean Barretts Promesst sowie Jonah Ostroffs Heroes of Sokoban. Darüber hinaus steuerten Entwickler hinter Spielen wie Patrick’s Parabox und Miegakure Designideen bei.
Blow selbst beschreibt das Spiel als Versuch, die Grenzen klassischer Puzzle-Abenteuer erheblich weiter hinauszuschieben. Die Entwicklung begann praktisch im Anschluss an The Witness, das 2016 erschien. Fast ein Jahrzehnt später steht nun tatsächlich ein Termin im Kalender.
Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil Order of the Sinking Star über Jahre hinweg eher wie eines jener Projekte wirkte, bei denen Entwickler gelegentlich ein paar hochkomplizierte Mechaniken zeigen und anschließend wieder für zwölf Monate in einem Keller verschwinden. Jetzt dürfen sie im Oktober herauskommen.
🎮 Die Demo bleibt spielbar
Wer vorher ausprobieren möchte, ob tausend Rätsel eher Versprechen oder Drohung sind, kann weiterhin die kostenlose PC-Demo auf Steam spielen. Sie erschien ursprünglich im Juni zum Steam Next Fest und war damit schon lange vor der heutigen Terminmeldung verfügbar. Steam bietet sie aktuell weiterhin zum Download an.
Damit ist der neue Anlass heute erfreulich eindeutig: Order of the Sinking Star existiert schon länger, die Demo ebenfalls – neu ist der 8. Oktober als fester Veröffentlichungstermin.
Und falls man bis dahin alle Rätsel der Demo gelöst hat, kann man sich zumindest schon einmal mental auf die restlichen ungefähr tausend vorbereiten. Und nein, das Boot wird dabei vermutlich nicht helfen.




