ÒPI: Polnischer Folk-Horror beschwört einen uralten Dämon aus der Kaschubei
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🕯️ Manche Familiengeheimnisse sollten begraben bleiben
📰 Was ist los?
Der polnische Folk-Horrorfilm ÒPI von Marta Giec hat mit Raven Banner Entertainment einen internationalen Vertrieb gefunden. Die Geschichte folgt einer jungen Frau, deren Familienleben durch die Ankunft zweier Verwandter und das Erwachen alter kaschubischer Glaubensvorstellungen aus den Fugen gerät. Am 19. Oktober feiert der Film seine Nordamerika-Premiere in Brooklyn.
🐛 Was denken wir?
Die kaschubische Mythologie macht diesen Film besonders interessant. Ein fast unbekannter Wiedergängerglaube, historische Hexenverfolgungen und eine Familie voller verdrängter Geheimnisse ergeben eine ausgesprochen reizvolle Grundlage für Folk-Horror. Vor allem gefällt uns, dass der Film seine übernatürlichen Schrecken unmittelbar mit menschlichen Konflikten verknüpft.
Eine junge Frau will endlich ihr Elternhaus verlassen. Doch kurz vor ihrem 18. Geburtstag tauchen zwei Verwandte auf, von denen sie bislang kaum etwas wusste. Mit ihnen kehren Familiengeheimnisse zurück, die tief in den alten Glaubensvorstellungen der polnischen Kaschubei verwurzelt sind. Und zwischen Albträumen, verdrängter Gewalt und uralten Ritualen erwacht etwas, das besser vergessen geblieben wäre.

Mit ÒPI präsentiert Regisseurin Marta Giec einen psychologischen Folk-Horrorfilm, der eine selten behandelte europäische Mythologie ins Zentrum rückt. Der kanadische Genrevertrieb Raven Banner Entertainment hat sich jetzt die weltweiten Vertriebsrechte gesichert. Am 19. Oktober 2026 feiert der Film beim Brooklyn Horror Film Festival seine nordamerikanische Premiere.
🌲 Die Kaschubei hat ihre eigenen Dämonen
Die Kaschubei im Norden Polens besitzt eine jahrhundertealte Tradition von Geistergeschichten, Aberglauben und übernatürlichen Wesen. In ÒPI bilden diese Überlieferungen das Fundament einer Geschichte, in der sich familiäre Traumata und dämonische Vorstellungen zunehmend miteinander verbinden.
Besonders wichtig ist dabei der titelgebende Òpi, ein Wiedergänger aus der kaschubischen Volksüberlieferung. Der Film greift die Vorstellung auf, dass bestimmte Menschen nach ihrem Tod als ruhelose Geister zurückkehren können. Dabei spielen alte Rituale und über Generationen weitergegebene Ängste eine zentrale Rolle.
Regisseurin Marta Giec fand ihre Inspiration auch in der Geschichte ihrer eigenen Heimat. Bei ihrer Beschäftigung mit der regionalen Dämonologie stieß sie auf Verbindungen zwischen historischen Hexenverfolgungen und den alten Vorstellungen über Wiedergänger. Diese Verbindung aus tatsächlicher Vergangenheit und übernatürlichem Glauben prägt die Geschichte von ÒPI.
🎬 ÒPI – Offizieller Teaser
Alte kaschubische Dämonen, düstere Familiengeheimnisse und verstörende Albträume: Der erste Teaser zum polnischen Folk-Horrorfilm ÒPI.
🕯️ Drei Generationen und ein verfluchtes Familienerbe
Im Mittelpunkt steht die fast 18-jährige Trina, gespielt von Wiktoria Kruszczyńska. Sie lebt in einem bedrückenden Elternhaus und möchte sich endlich aus der Kontrolle ihrer Mutter befreien. Ihre Fluchtpläne geraten jedoch durcheinander, als überraschend Tante Helena und die gelähmte Großmutter Regina eintreffen.
Mit den beiden Frauen verändert sich die Atmosphäre des Hauses. Lange verschwiegene Familienereignisse drängen an die Oberfläche, während Trina zunehmend verstörende Albträume erlebt. Gleichzeitig beginnen sich die Grenzen zwischen alltäglichen Ereignissen und übernatürlichen Erscheinungen aufzulösen.
Dabei geht es auch um Gewalt, religiöse Vorstellungen und Traumata, die innerhalb einer Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die alten kaschubischen Glaubensvorstellungen verleihen diesen Konflikten eine zusätzliche, bedrohliche Dimension.
👹 Wenn aus alten Überlieferungen Wirklichkeit wird
ÒPI verbindet klassische Motive des Folk-Horrors mit einer ausgesprochen persönlichen Geschichte. Der Film konzentriert sich auf ein enges familiäres Umfeld, dessen Geheimnisse allmählich eine Verbindung zu uralten Ritualen erkennen lassen.
Besonders reizvoll ist die Entscheidung, den kaschubischen Wiedergängerglauben in den Mittelpunkt zu stellen. Die Region verfügt über einen reichen Schatz an unheimlichen Überlieferungen, der im internationalen Genrekino bislang vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erhalten hat.
Der erste Teaser setzt bereits auf eine beklemmende, teilweise blutige Atmosphäre. Dabei deutet er an, wie sich die scheinbar vertraute Umgebung eines Familienhauses allmählich in einen Ort verwandelt, an dem alte Mächte ihren Einfluss zurückfordern.
🎬 Ein polnisches Debüt geht international auf Reisen
ÒPI ist das Spielfilmdebüt von Marta Giec, die das Drehbuch gemeinsam mit Dominika Kłoczewiak verfasste. Produziert wurde der Film von Platige Films, unter anderem mit Unterstützung des Polnischen Filminstituts.
Zur Besetzung gehören neben Wiktoria Kruszczyńska auch Gabriela Muskała, Magdalena Boczarska und Iwona Bielska. Die Geschichte stellt damit mehrere Generationen von Frauen in den Mittelpunkt, deren Beziehungen von Geheimnissen, Abhängigkeiten und alten Ängsten geprägt sind.
Nach seiner Weltpremiere im September beim Polnischen Filmfestival in Gdynia erreicht der rund 96 Minuten lange Horrorfilm nun das internationale Genrepublikum. Am 19. Oktober läuft ÒPI beim Brooklyn Horror Film Festival, das vom 15. bis 22. Oktober stattfindet.
Für Polen ist ein regulärer Kinostart im ersten Quartal 2027 vorgesehen. Ein deutscher Veröffentlichungstermin wurde bislang nicht bekanntgegeben.
Mit dem internationalen Rechteverkauf an Raven Banner Entertainment stehen die Chancen jedenfalls gut, dass diese düstere Reise in die kaschubische Mythologie künftig auch außerhalb Polens ein größeres Publikum erreicht.




