Onimusha: Way of the Sword ist da – Capcom entfesselt die Genma über Kyoto
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Kyoto hat wieder ein Genma-Problem
📰 Was ist los?
Onimusha: Way of the Sword ist heute für PS5, Xbox Series X|S, Switch 2 und PC erschienen. Miyamoto Musashi kämpft sich mit Oni Gauntlet und Schwert durch ein von Malice verzerrtes Kyoto voller Genma.
🐛 Was denken wir?
Das ist einer der wichtigsten Dark-Fantasy-Releases des Monats. Entscheidend wird jetzt sein, ob Capcom aus der starken Schwertkampfidee über viele Stunden genug Variation herausholt. Setting und Grundton passen jedenfalls hervorragend.
Oh ja, es hat lange genug gedauert. Onimusha: Way of the Sword ist heute erschienen und bringt Capcoms Dämonen-Samurai-Reihe zurück in die Gegenwart. Schauplatz ist ein von Malice verzerrtes Kyoto der frühen Edo-Zeit, in dem Tempel, Straßen und historische Orte von Genma heimgesucht werden. Mittendrin steht Miyamoto Musashi mit einem Oni Gauntlet, einem Schwert und offenbar keinerlei Interesse daran, die Sache diplomatisch zu lösen.

Für die Reihe ist das mehr als nur ein weiterer Teil. Way of the Sword soll nach langer Pause wieder jene Mischung herstellen, mit der Onimusha ursprünglich auffiel: historische Figuren, japanische Schauplätze und übernatürlicher Horror, verbunden mit direkter, harter Schwertkampf-Action.
⚔️ Musashi bekommt keinen ruhigen Kyoto-Besuch
Der neue Protagonist ist keine erfundene namenlose Samurai-Figur, sondern Miyamoto Musashi. Capcom setzt ihn in ein Kyoto, das durch Malice vollständig entstellt wurde. Straßen und Schreine werden von Genma durchzogen, historische Orte verwandeln sich in Kampfarenen, und die Grenze zwischen menschlicher Welt und Unterwelt ist längst beschädigt.
Der Oni Gauntlet bleibt dabei das zentrale übernatürliche Element. Musashi kann damit die Seelen besiegter Genma absorbieren und deren Energie nutzen. Damit verbindet das Spiel seine Swordplay-Mechanik erneut direkt mit jener Dämonenfantasy, die Onimusha schon immer von gewöhnlicher Samurai-Action getrennt hat.
Capcom beschreibt die Geschichte ausdrücklich als Dark Fantasy, in der Musashi während seiner blutigen Kämpfe auch nach dem eigenen Grund zum Kämpfen sucht. Eine kleine Sinnkrise ist vermutlich unvermeidbar, wenn der Arbeitstag regelmäßig mit drei Meter großen Höllenwesen beginnt.
🎬 Onimusha zieht heute wieder das Schwert
Der offizielle Launch-Trailer zu Onimusha: Way of the Sword zeigt Miyamoto Musashi, das von Malice verdrehte Kyoto, Genma-Gegner und die brutale Swordplay-Action zum heutigen Release.
👹 Genma bleiben mehr als bloße Kanonenfutter-Dämonen
Die Gegner stammen erneut aus der Unterwelt und reichen von gewöhnlichen Genma bis zu deutlich größeren Bosskreaturen. In den vergangenen Monaten hat Capcom immer wieder neue Gegner und Schauplätze vorgestellt, darunter Oeyama, Shuten Doji und später die Genma-Brüder Ifuu und Burai.
Der sechste Trailer zeigte zusätzlich Musashis Oni Awakening, also eine stärker übernatürliche Form, mit der seine Kräfte noch einmal deutlich eskalieren. Das passt zu Capcoms erklärtem Fokus: Way of the Sword soll sich stark über das Gefühl der Duelle definieren. Stahl trifft auf Stahl, Angriffe werden pariert, Konter geöffnet und Kämpfe bewusst physischer inszeniert. Damit steht die Reihe diesmal deutlich näher an moderner Swordplay-Action als an einem nostalgischen Remaster ihrer alten Systeme.
🏯 Kyoto wird zur Dark-Fantasy-Kulisse
Einer der stärksten Aspekte bleibt das historische Setting. Kyoto dient nicht einfach als dekorative japanische Stadt, sondern als konkrete Bühne mit real inspirierten Tempeln, Schreinen und Straßen. Gleichzeitig verändert Malice diese Orte und macht aus historischen Schauplätzen verdrehte, übernatürliche Räume.
Genau diese Mischung ist der eigentliche Onimusha-Reiz. Die Welt wirkt vertraut genug, um historisch geerdet zu bleiben, und gleichzeitig falsch genug, um jederzeit in Horror umzuschlagen. Ein wunderschöner Tempel bleibt eben nur so lange idyllisch, bis irgendwo im Innenhof der erste Genma aus dem Boden steigt.
🩸 Capcom setzt voll auf Swordplay
Capcom bezeichnet Way of the Sword ausdrücklich als Swordplay-Action. Das Kampfsystem lebt von direkten Duellen, präzisem Timing, starken Kontern und Oni-Kräften. Der Oni Gauntlet erweitert Musashis Möglichkeiten zusätzlich und macht aus erfolgreichen Kämpfen zugleich Ressourcenquelle und Machtaufbau.
Gerade darin liegt auch die modernste Seite des Spiels. Onimusha war historisch nie reine Character Action und auch kein klassisches Soulslike. Way of the Sword scheint bewusst dazwischen zu stehen und sich eine eigene Position über Gewicht, Timing und spektakuläre, aber kontrollierte Schwertkämpfe zu suchen. Ob das über die gesamte Spielzeit trägt, wird nun interessant. Die Demo hatte bereits gezeigt, wohin Capcom will. Seit heute muss niemand mehr anhand von Ausschnitten beurteilen, ob das funktioniert.
🎮 Jetzt auf vier Plattformen
Onimusha: Way of the Sword ist ab heute für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC erhältlich. Die PC-Version gibt es unter anderem über Steam; Capcom führt den heutigen Launch offiziell.
Der Veröffentlichungstermin selbst hatte noch eine kleine Vorgeschichte. Ursprünglich sollte das Spiel erst am 25. September erscheinen. Anfang Juli zog Capcom den Termin jedoch auf den 4. September vor.
Das kommt nicht allzu oft vor. Spiele werden normalerweise verschoben. Capcom hat Onimusha einfach drei Wochen früher auf uns losgelassen.
🗡️ Jetzt zeigt sich, ob die Rückkehr wirklich trägt
Nach den vielen Trailern, Demos und Präsentationen beginnt heute der interessante Teil. Onimusha ist kein Name, der nur wegen Nostalgie funktioniert. Die Reihe muss sich in einer Gegenwart behaupten, in der Samurai-Action längst von zahlreichen anderen Spielen besetzt wird.
Way of the Sword versucht deshalb gar nicht erst, nur alte Systeme nachzubauen. Es setzt auf historische Fantasy, Dämonenhorror und sehr körperliche Schwertkämpfe.
Das ist zumindest ein deutliches Profil. Und wenn man schon nach über 20 Jahren zurückkehrt, darf man ruhig mit einem Oni Gauntlet die Tür eintreten.

