Du hast das Buch gelesen. Jetzt stirbt die Welt. – „Omniscient Reader“ bringt die Meta-Apokalypse ins Kino

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🧠 Du hast das Buch gelesen. Jetzt stirbt die Welt. – „Omniscient Reader“ bringt die Meta-Apokalypse ins Kino

Ein Bürohengst mit Leseratte-Vergangenheit weiß plötzlich, was als Nächstes passiert – weil er den Webroman gelesen hat. Und nein, das ist kein Meme, das ist die Prämisse des neuen Fantasy-Thrillers Omniscient Reader: The Prophecy. Südkorea liefert mal wieder das, was Hollywood sich nicht traut: Endzeit mit Hirn – und vermutlich einem Schwertstreich pro Gedankengang.


📖 Handlung? Meta. Ausgang? Katastrophal.

Kim Dok-ja ist ein gesichtsloser Bürokrieger mit exakt einem Hobby: Er liest einen Online-Roman mit dem Titel Drei Wege, um eine Apokalypse zu überleben. Niemand sonst liest ihn. Nur er.
Dann beginnt die Welt, sich genau nach diesem Text aufzulösen. Und plötzlich ist Dok-ja der einzige Mensch mit einem Drehbuch in der Apokalypse.

Klingt absurd? Ist es. Und genau deshalb funktioniert es.


💥 Zwischen Streaming-Blockbuster und Existenzkrise

Der Film basiert auf dem Webroman Omniscient Reader’s Viewpoint, der weltweit Milliarden(!) Klicks sammelte – vermutlich, weil er wie eine Mischung aus The Matrix, Re:Zero und einer besonders bösartigen Leserunde klingt. Jetzt wird daraus ein Big-Budget-Film mit Stars aus der K‑Drama-Welt: Lee Min-ho, Ahn Hyo-seop, Jisoo Kim und Nana ballern sich durch den Genre-Mix, während irgendwo eine Gottheit in Tabellenform mit den Schultern zuckt.

Regie führt Kim Byung-woo (The Attack), der hier Fantasy, Sci-Fi und Endzeit-Kitsch zu einem stylischen Story-Schneeball verdichtet. Und der rollt richtig gut.


🧪 Kommentar: Wenn Lesegewohnheiten töten könnten

Was, wenn du der Einzige wärst, der weiß, wie die Welt endet – und keiner glaubt dir, weil du die letzten drei Jahre Webnovels statt Nachrichten gelesen hast?

Das ist nicht nur der Kern von Omniscient Reader, sondern auch eine wunderbar fiese Parabel auf unsere Informationsgesellschaft. Wer vorbereitet ist, gilt als Freak. Wer Ahnung hat, ist verdächtig. Und am Ende müssen wieder hübsche Menschen mit Schwertern alles retten. So wie immer – nur eben mit koreanischem Budget, besserer Kameraarbeit und einem echten Konzept dahinter.


🧟 Fantasykosmos-Fazit

Omniscient Reader wirkt wie der klügere Cousin von Train to Busan – weniger Zombies, mehr Bedeutungsebene. Wer auf Apokalypsen stehrt, die wirklich etwas zu erzählen haben, bekommt hier mehr als nur Monster und CGI: eine Hauptfigur, die weiß, was passiert – und trotzdem nicht auf das vorbereitet ist, was dann geschieht.
Und das, liebe Leserinnen und Leser, ist vielleicht die ehrlichste Fantasy-Geschichte seit Jahren.


🎬 Wann und wo?

Kinostart in Deutschland: 11. September 2025
Vorab läuft der Film beim Fantasy Filmfest in Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt und Köln. Trailer gibt’s jetzt schon, auf Netflix landet das vermutlich nächstes Jahr – aber dann kennt eh schon jeder die Spoiler.

Verfluchter Grußkartenbriefkasten in Grabsteinform, umrankt von Dornenranken, mit skelettierter Hand, die eine „Cursed Greeting“-Karte übergibt – ein Rabe fliegt im Mondlicht darüber hinweg.