Mehr Monster, mehr Fleisch, mehr Regeln: Die Ogor Mawtribes fressen sich durch Age of Sigmar

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Die Schlundstämme bekommen eine sehr große Portion

📰 Was ist los?
Games Workshop bündelt die große neue Welle für die Ogor Mawtribes: Morga the Mighty auf ihrem Glutthorn, Redd the Maw, Grell Firefist, neue Kerntruppen, Jäger, Kavallerie, Monster sowie reguläres und kompaktes Battletome gehören zum Paket. Viele Modelle wurden bereits in den vergangenen Wochen enthüllt; die aktuelle Sonntagsvorschau macht nun die breite Veröffentlichungswelle komplett.

🐛 Was denken wir?
Der Umfang ist schon bemerkenswert. Vor allem die Mischung gefällt mir: Games Workshop ersetzt nicht nur sichtbar gealterte Kerneinheiten, sondern gibt den Ogors mit Mawseekers, neuen Helden, Jägern und Monsterkavallerie viel mehr Charakter. Aus „groß, hungrig, haut fest zu“ wird endlich eine ganze Fraktion. Der Hunger bleibt natürlich. Man soll Traditionen nicht leichtfertig abschaffen.

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🍖 Mehr Monster, mehr Fleisch, mehr Regeln: Die Ogor Mawtribes fressen sich durch Age of Sigmar

Bei den Ogor Mawtribes war Hunger schon immer ein solides Fundament für Außenpolitik, Religion und Tagesplanung. Games Workshop hält das inzwischen offenbar trotzdem für ausbaufähig. Nach mehreren Modellenthüllungen der vergangenen Wochen steht nun die große neue Welle für Warhammer Age of Sigmar praktisch vollständig auf dem Tisch: neue Helden, frische Kerneinheiten, Monster, Kavallerie, Jäger, ein Regiment of Renown und zwei Ausgaben des neuen Battletomes.

Eine große Horde schwer bewaffneter Ogors zieht durch eine verschneite Landschaft. Im Zentrum reitet ein Ogor auf einem mächtigen gehörnten Tier, während weitere Krieger mit Waffen und Bannern durch den Schnee marschieren.
Die Ogor Mawtribes rollen mit neuen Helden, Monstern und Truppen durch die Reiche – die Speisekarte der Destruction-Fraktion ist 2026 deutlich länger geworden.
© Games Workshop Limited

Die Sonntagsvorschau bündelt damit erstmals nahezu den kompletten Umbau der Fraktion. Das zuvor separat veröffentlichte Army Set hatte bereits Tyrant, Gluttons, Ironguts, Maulbeast Cavalry und eine Sonderausgabe des Battletomes zusammengebracht. Jetzt folgt der Rest der Mahlzeit.

🦏 Morga the Mighty löst das Führungsproblem durch schiere Masse

An der Spitze steht Morga the Mighty, Overtyrant der Meatfist und laut Hintergrund eine der mächtigsten Ogor-Kriegsherren überhaupt. Sie zieht auf ihrem persönlichen Glutthorn Grutta in die Schlacht, einem Tier, das ungefähr so aussieht, als hätte ein Nashorn sämtliche Punkte seines Charakterbogens in schlechte Laune investiert.

Der mehrteilige Plastikbausatz lässt sich alternativ als gewöhnlicher Tyrant on Glutthorn bauen. Für das Reittier stehen gepanzerte und ungepanzerte Varianten zur Verfügung. Spieler bekommen damit ein echtes Zentrum für die Armee, das optisch wie spielerisch die neue Richtung der Fraktion zusammenfasst: größer, wuchtiger und wesentlich abwechslungsreicher als eine weitere Reihe hungriger Infanteristen mit Fleischklopfer.

Morga passt außerdem hervorragend zu den neuen Armeeregeln. Die Ogors erhalten mit Eat ’Em Alive einen Mechanismus, über den sie im Verlauf einer Schlacht dauerhafte Vorteile aus besiegten Gegnern ziehen können. Morga darf davon sogar mehrere Effekte gleichzeitig stapeln. Bei anderen Völkern heißt das taktische Anpassungsfähigkeit. Bei den Ogors heißt es Mittagessen.

🎬 Die Ogor Mawtribes bekommen ihre große Frischzellenkur

Das offizielle Preview-Video zeigt die neue Generation der Ogor Mawtribes mit frischen Kerneinheiten, Monsterkavallerie, Redd the Maw und jeder Menge schwer bewaffneter Argumente. Wer bislang dachte, Hunger sei bereits ein vollständiges Armeekonzept, bekommt hier mehrere Ergänzungsvorschläge.

🥘 Redd the Maw bringt seinen eigenen Kochtopf mit

Noch auffälliger fällt Redd the Maw aus. Der High Slaughtermaster zieht einen gewaltigen Kessel hinter sich her und gilt unter seinen Leuten als jemand, der dem Gulping God tatsächlich begegnet sein soll. Seine Gebräue versetzen andere Ogors in einen blutigen Kampfrausch, während Redd gleichzeitig die Gut Magic der Fraktion kanalisiert.

Dazu kommt Grell Firefist, eine weitgereiste Söldnerin mit einer Kanone, deren Lösungsansatz für taktische Probleme bemerkenswert geradlinig ausfällt. Ihr Geschütz kann ganze Infanterieeinheiten zerlegen; spielerisch besitzt sie außerdem Möglichkeiten, gegnerische Befehle zu stören.

Damit bekommt die Fraktion plötzlich deutlich mehr charaktervolle Einzelmodelle. Früher bestand ein beträchtlicher Teil ihrer optischen Identität aus „großer Ogor“, „größerer Ogor“ und „großer Ogor sitzt auf sehr großem Tier“. Nun entstehen klarere Rollen und eigene Persönlichkeiten.

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🔨 Auch die gewöhnlichen Ogors bekommen endlich frisches Plastik

Der Umbau endet keineswegs bei den großen Helden. Tyrant, Butcher, Ironguts und Gluttons bekommen neue Bausätze beziehungsweise komplett überarbeitete Modelle. Gerade die Gluttons sind wichtig, weil sie das Rückgrat vieler Ogor-Armeen bilden und ihre bisherigen Miniaturen inzwischen deutlich mehr Hobbygeschichte auf dem Buckel hatten als manche komplette Age-of-Sigmar-Fraktion.

Die neuen Kits bringen erheblich mehr Variationsmöglichkeiten mit. Bei den Gluttons stehen unterschiedliche Waffen, Köpfe und kosmetische Teile zur Verfügung, die Ironguts erhalten ebenfalls zahlreiche Optionen. Der neue Tyrant kommt mit mehreren Köpfen, Gut Plates, Waffenpaaren und Bannern.

Hinzu kommen Cleavers, die alternativ als Gutseers gebaut werden können. Letztere fungieren als groteske magische Relaisstationen: Über ihre Verbindung zur Gut Magic können Butchers Zauber durch sie wirken. Das ist ungefähr der Punkt, an dem man feststellt, dass Games Workshop aus „Ogors essen sehr gern“ mittlerweile erstaunlich viele unterschiedliche Spielmechaniken gewonnen hat.

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🐅 Jäger, Sabrefangs und Maulbeasts verbreitern die Fraktion

Besonders stark wächst die wilde Seite der Armee. Neue Hunters with Sabrefangs kombinieren schwere Armbrüste mit zwei Raubkatzen und können dank ihrer Regeln aus ungewöhnlichen Positionen zuschlagen. Der Mantrapper setzt ebenfalls auf Fernkampf und kann mit schweren Kettenbolzen Gegner ausbremsen sowie fliegende Einheiten behindern.

Die Maulbeast Cavalry beziehungsweise Maulbeast Raiders bringen eine weitere neue Reitereinheit. Derselbe Bausatz kann entweder als schwere Kavallerie oder stärker auf die Jagd ausgerichtete Fernkampfvariante zusammengestellt werden.

Dazu kommt Okar’s Torrbad als Regiment of Renown. Die Truppe verbindet einen Huskard on Stonehorn mit einem Thundertusk Beastrider und kann andere Destruction-Armeen verstärken. Die Ogors bekommen damit zugleich neue interne Möglichkeiten und einen Exportartikel für Spieler, denen in ihrer eigenen Armee bislang einfach zwei riesige eisige Monster gefehlt haben.

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📖 Das Battletome macht aus Hunger endlich ein vollständiges Regelwerk

Das neue Battletome: Ogor Mawtribes bildet das Zentrum der Überarbeitung. Es enthält Hintergrundmaterial, Warscrolls, Battle Traits, Zauber und Regeln für die zahlreichen neuen Einheiten. Neben der normalen Hardcover-Ausgabe erscheint eine Gamer’s Edition im kleineren Softcover-Format samt vollständigem Satz Warscroll-Karten.

Der Band erweitert die Armee unter anderem um die Mawseekers und mehrere Armies of Renown. Meatfist Mawtribe, Beastclaw Alfrostun und Mawseeker Gollop bekommen eigene Spielweisen. Die Fraktion wird damit regeltechnisch breiter aufgestellt und hängt weniger ausschließlich an ihrer traditionellen Kombination aus Masse, Angriff und der philosophischen Überzeugung, dass besiegte Gegner grundsätzlich Lebensmittel sind.

16 spezielle Ogor-Würfel runden die Veröffentlichungswelle ab. Games Workshop weist selbst darauf hin, dass diese leichter zu reinigen seien als echte Fingerknöchel. Ein Hinweis, von dem man vor der Lektüre eines Tabletop-Artikels eher selten wusste, dass man ihn benötigen würde.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

📚 Nebenbei bekommt Khorne neue Lektüre

Auch die Black Library nutzt die kommende Runde. Blood of the Godeater von Noah van Nguyen setzt The Godeater’s Son fort und folgt erneut Heldanarr Fall. Nachdem er zwei Kinder in den Ruinen einer zerstörten Siedlung findet, gerät er zwischen rivalisierende Chaos Lords, die Armeen Hammerhals und ausgerechnet Khorne, der traditionell nur eine begrenzte Auswahl an Konfliktlösungsmodellen anbietet.

Daneben erscheinen neue Ausgaben von Galaxy in Flames und False Gods sowie Witch Hunters: The Omnibus. Games Workshop hat außerdem zwei weitere Enthüllungen für Montag angekündigt; bei meinem Check am Montagmorgen waren diese noch nicht veröffentlicht.

Für die Ogor Mawtribes ist das große Bild aber bereits ziemlich klar. Aus einer optisch teilweise gealterten Armee wird innerhalb weniger Wochen eine der umfassender überarbeiteten Destruction-Fraktionen.

Der Hunger ist derselbe geblieben.

Nur die Speisekarte ist plötzlich verdammt lang.

Mystisches Banner mit Elyra, der Sternengöttin: Ihr leuchtendes Gesicht vor einem funkelnden Sternenhimmel, goldener Schriftzug ‚Dein Blick in die Zukunft?‘ und ein glänzender goldener Button ‚Direkt zum Sternenorakel‘.