Erst der Bunker, dann der Hubschrauber: Not Quite Dead will mehr als den nächsten Zombie-Wald
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Die Apokalypse hat inzwischen Flugverkehr
📰 Was ist los?
Not Quite Dead: Open World Survival startet am 1. September auf Steam in den Early Access. Das Soloentwickler-Projekt bietet bereits die vollständige Karte, Basenbau, Looting, Crafting, Quests, Händler, Online-Koop sowie Fahrzeuge bis hin zu Booten und Hubschraubern; Zombies, Banditen und Strahlungszonen sorgen für zusätzliche Gefahren. Deutsche Texte sind vorhanden.
🐛 Was denken wir?
Noch ein Open-World-Zombiespiel wäre allein keine Meldung wert. Interessanter ist, wie viel Voidecho Studio bereits zum ersten Early-Access-Tag hineinpackt. Ob all diese Systeme auch sauber zusammenspielen, muss sich erst zeigen, aber für ein Solo-Projekt ist das Startpaket erstaunlich ambitioniert.
Bei Zombie-Survival-Spielen genügt inzwischen ein Blick auf Steam, um festzustellen, dass die eigentliche Apokalypse längst im Veröffentlichungsplan stattgefunden hat. Verlassene Städte, Holzfälleräxte, Konservendosen und irgendein Haus, das erst nach acht Stunden Ressourcenabbau halbwegs bewohnbar wird, gehören praktisch zur Grundausstattung des Genres. Not Quite Dead: Open World Survival versucht deshalb gar nicht erst, so zu tun, als hätte noch niemand diese Zutaten kombiniert.

© Voidecho Studio
Das Soloentwickler-Projekt von Voidecho Studio startet am 1. September 2026 auf Steam in den Early Access. Zum Prüfzeitpunkt am Morgen ist der Build noch nicht freigeschaltet, Steam führt den Start aber weiterhin für heute. Interessanter als der bloße Termin ist ohnehin der Umfang, mit dem das Spiel in die Entwicklungsphase geht: Die vollständige Karte, der zentrale Survival-Loop, Quests, Händler, Crafting, Ressourcensuche und unterschiedliche Fahrzeuge sind bereits enthalten.
🌍 Die komplette Welt soll schon zum Start offenstehen
Die Karte besteht aus verlassenen Städten und Dörfern, Wäldern, Industrieanlagen, Bunkern und besonders gefährlichen Gebieten mit besserer Beute. Dabei setzt Not Quite Dead stark auf das bekannte Risiko-Prinzip: Je weiter man sich aus vergleichsweise sicheren Bereichen hinauswagt, desto interessanter werden Waffen, Ressourcen und seltene Gegenstände – aber auch die Gegner unangenehmer.
🧟 So sieht die offene Zombie-Welt aus
Der Trailer zu Not Quite Dead: Open World Survival zeigt Erkundung, Looting, Kämpfe, Fahrzeuge und die offene Welt des Soloentwickler-Projekts, das am 1. September in den Early Access startet.
Das ist zunächst genretypisch, wirkt aber für einen Early-Access-Start immerhin bemerkenswert komplett. Voidecho Studio spricht ausdrücklich davon, dass bereits die gesamte Karte erkundet werden kann und der grundlegende Spielkreislauf aus Kämpfen, Looting, Crafting und Ressourcensuche vollständig funktioniert. Quests, Händler und Harvesting-Systeme sind ebenfalls schon integriert.
Die eigene Basis dient dabei als Rückzugsort und Lager. Dort können Beute gesichert und Ausrüstung hergestellt werden, bevor die nächste Expedition in schlechtere Gegenden beginnt. Gerade dieser Wechsel zwischen „noch fünf Minuten weiter plündern“ und „lieber mit dem Zeug lebend zurückkommen“ ist vermutlich das, woran sich auch Not Quite Dead messen lassen muss.
🚗 Fahrzeuge hören nicht beim rostigen Kombi auf
Etwas interessanter wird die Sache bei der Mobilität. Fahrzeuge dienen nicht nur dazu, große Strecken schneller zurückzulegen und mehr Beute mitzunehmen. Steam bestätigt ausdrücklich, dass die aktuelle Early-Access-Fassung bereits Boote und Hubschrauber umfasst. Treibstoff bleibt knapp und soll deshalb selbst Teil der Risikoabwägung sein.
Das hebt das Spiel zumindest ein Stück weit von jenen Survival-Titeln ab, in denen der technische Fortschritt irgendwann bei einem reparierten Pickup endet. Wenn Hubschrauber tatsächlich sinnvoll in Erkundung und Loot-Routen eingebunden werden, kann die vollständige Welt deutlich stärker miteinander verzahnt werden.
Ob das bereits zum Start technisch sauber funktioniert, ist natürlich eine andere Frage. Early Access und Soloentwicklung sind genau die Kombination, bei der ein funktionierender Rotor im Trailer noch lange nicht garantiert, dass er am Dienstagabend nicht plötzlich durch ein Krankenhausdach verschwindet.
☢️ Zombies sind nicht die einzige schlechte Nachricht
Die Welt wird außerdem nicht ausschließlich von Infizierten bevölkert. Neben unterschiedlichen Zombievarianten tauchen bereits Banditen als dynamische Bedrohung auf, zusätzlich gibt es Strahlungszonen und erste Progressionssysteme. Damit versucht Not Quite Dead, den Gefahrenmix breiter anzulegen als eine reine Untotenjagd.
Voidecho Studio nennt SurrounDead, DayZ und Miscreated ausdrücklich als Vorbilder. Gerade der DayZ-Einfluss ist im Aufbau offensichtlich: Erkundung, knappe Ressourcen, Risiko gegen Belohnung und eine Welt, in der eine erfolgreiche Rückkehr oft wichtiger ist als der nächste Abschuss.
Online-Koop ist ebenfalls direkt vorgesehen. Wer keine Lust darauf hat, Lebensmittel, Munition und Benzin allein zu horten, kann die offene Welt also gemeinsam angehen. Daneben funktioniert das Spiel auch im Einzelspieler.
🔧 Ein bis zwei Jahre soll noch gebaut werden
Der Early Access ist ausdrücklich nicht als kurzer Übergang gedacht. Voidecho Studio plant derzeit mit ein bis zwei Jahren, in denen bestehende Systeme verbessert und weitere Inhalte ergänzt werden sollen. Zu den geplanten Erweiterungen gehören tiefere Charakteranpassung, Waffenmodifikationen, menschliche NPCs und komplexere Fortschrittssysteme mit Skill Trees.
Zusätzlich stehen dynamische Events wie Airdrops, Bosse und Konvois, ein ausgebautes Crafting-System, mehr Waffen und Ausrüstung sowie neue Biome und Kartenerweiterungen auf der Roadmap. Die heutige Fassung soll also ausdrücklich die Grundlage sein und nicht bereits das fertige Survival-Spiel darstellen.
Interessant ist dabei die Preisstrategie: Laut Entwickler gibt es derzeit keinen Plan, den Preis nach dem Early Access anzuheben. Für Käufer ist das angenehm, für ein Solo-Projekt mit noch ein bis zwei Jahren geplanter Entwicklung allerdings durchaus ambitioniert.
🇩🇪 Deutsche Texte sind zum Start dabei
Sprachlich ist der Zugang erfreulich unkompliziert. Steam bestätigt deutsche Benutzeroberfläche und deutsche Untertitel. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht; gesprochen wird vollständig auf Englisch. Insgesamt unterstützt das Spiel derzeit zwölf Sprachen.
Technisch fällt der Titel ebenfalls vergleichsweise genügsam aus. Als Mindestanforderung nennt Steam einen i5-Prozessor, 8 GB RAM, eine Grafikkarte mit 2 GB Speicher und rund 10 GB freien Festplattenspeicher. Die Angaben sollen während der Entwicklung allerdings noch überarbeitet werden.
🧟 Noch ein Zombie-Spiel – aber wenigstens eines mit ehrgeizigem Startpaket
Not Quite Dead muss ein Problem lösen, das der Entwickler selbst nicht beeinflussen kann: Es erscheint in einem Genre, in dem fast jede einzelne Funktion bereits hundertmal auf einer Steam-Seite gestanden hat. Offene Welt, Looting, Crafting, Basenbau, Fahrzeuge und Koop sind längst keine Verkaufsargumente mehr, nur weil sie vorhanden sind.
Der interessante Teil steckt deshalb im Umfang und in der Herkunft des Projekts. Ein einzelner Entwickler geht mit kompletter Karte, Händlern, Quests, Banditen, Strahlungsgebieten sowie Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen in den Early Access und plant anschließend noch bis zu zwei Jahre Weiterentwicklung.
Das muss nicht automatisch gut werden. Aber es ist zumindest deutlich mehr als ein Wald, drei Zombies und das Versprechen, dass irgendwann vielleicht noch eine Schrotflinte kommt.
Und wenn die Flucht vor der Horde bereits mit dem Hubschrauber möglich ist, hat man wenigstens ein überzeugendes Endziel für die Benzinsuche.





