Nolans Odyssee-Trailer ist da: Homer im IMAX-Format

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Die Odyssee: Nolan lässt uns endlich gucken

📰 Was ist los?
Universal hat den ersten Trailer zu Die Odyssee veröffentlicht, Nolans Verfilmung des Homer-Epos mit Matt Damon als Odysseus, Anne Hathaway als Penelope und Tom Holland als Telemachos. Der Film wurde komplett auf IMAX-70-mm-Kameras gedreht und kommt in Deutschland am 16. Juli 2026 ins Kino.

🐛 Was denken wir?
Das sieht nach „größter Film 2026“ aus und nach einem Ego, das problemlos mit den höchsten Wellenbergen mithalten kann. Wenn Nolan nicht in Pathos ertrinkt, könnte das der seltene Fall sein, in dem Marketing-Superlative ausnahmsweise mit der Realität korrelieren.

⚓ Nolans Odyssee-Trailer ist da: Homer im IMAX-Format

Der erste Online-Trailer zu Christopher Nolans Die Odyssee ist da und fühlt sich an, als hätte jemand Homer den Oppenheimer-Filter übergezogen: schwer, schön, laut und natürlich verdammt überzeugt von sich selbst.

🏛 Vom exklusiven Prolog zum Massen-Trailer

Monatelang war Die Odyssee eher ein Gerücht mit IMAX-Vorspiel: Teaser und sechsminütiger Prolog mit Trojanischem Pferd liefen exklusiv im Kino, als Belohnung für Leute, die sich ohnehin schon 70-mm-Vorstellungen von anderen Filmen gaben.

Jetzt ist der Debüttrailer im Netz und man merkt, dass Nolan die Bühne gewechselt hat, ohne seine Gewohnheiten abzulegen. Statt kryptischer Andeutungen zeigt der Trailer eine erstaunlich klare Linienführung: Troja als Auftakt, dann die Irrfahrt, zuhause die Freier, dazwischen alles, was im Schulunterricht noch halbwegs hängen blieb.

Marketingseitig ist das clever: Wer das Epos nie gelesen hat, versteht trotzdem sofort, worum es geht. Und wer den Text liebt, bekommt genug ikonische Bilder, um zumindest neugierig zu werden.


🌊 Zyklopen, Sirenen, Pattinson: Wie viel Fantasy steckt drin?

Im Trailer fährt Nolan die gesamte Mythen-Ahnentafel auf: Zyklopen, Sirenen, Skylla und Charybdis, Kirke, die Männer in Schweine verwandelt und darüber die Götter, allen voran Athene, gespielt von Zendaya.

Das Interessante: Das Ganze kommt weniger als bunte Hochglanz-Fantasy und eher wie ein Kriegsfilm mit Mythologie-Overlay daher. Die Kreaturen sind massiv, aber nie cartoonhaft; die Inseln sehen nach echten Drehorten aus, nicht nach grünen Teppichen mit Texturpack. Man spürt, dass hier eine Kamera wirklich irgendwo herumgetragen wurde und nicht nur Studio-Luft geschnitten hat.

Der Star-Cast wirkt dabei fast schon überzeichnet: Matt Damon, Anne Hathaway, Tom Holland, Robert Pattinson, Zendaya, Charlize Theron, Lupita Nyong’o und mehr, als hätte jemand eine A-Liste in den Ägäis-Sturm geworfen und geschaut, wer am längsten schwimmt.

Kurz gesagt: Ja, das ist Fantasy. Aber es ist diese Sorte Fantasy, die so tut, als sei sie eigentlich „ernste, schwere Literatur mit ein bisschen Meeresrauschen drumherum“.


🎥 250-Millionen-Epos und Ticket-Orakel

Mit geschätzten 250 Millionen Dollar Budget und vollständig auf neuen IMAX-70-mm-Kameras gedreht, ist Die Odyssee Nolans bisher teuerster Film. Dazu kommen Drehorte quer über den Globus – Marokko, Griechenland, Italien, Schottland, Island – also alles, was nach „antikes Küstenreich“ oder „göttlicher Sturm“ aussieht.

Noch absurder: IMAX-70-mm-Tickets wurden bereits ein Jahr vor Kinostart verkauft, einige Vorstellungen waren innerhalb von Stunden ausverkauft. Das ist weniger „Film“ als Ritualhandlung: Wer da im Saal sitzt, will nicht einfach Unterhaltung nebst Popcorn, sondern Initiation.

Die Frage dahinter: Kann ein Film in dieser Größenordnung noch überraschen oder sehen wir einfach zwei Stunden lang das teuerste Schulbuch-Cover der Welt?

🎬 Offizieller Trailer

Der erste Trailer zu Die Odyssee – Christopher Nolans IMAX-Verfilmung des Homer-Epos. Bereitgestellt vom offiziellen Universal Pictures-Channel auf YouTube:


🧭 Fazit: Zwischen Sehnsucht und Größenwahn

Der Trailer verspricht genau das, was auf der Nolan-Packung steht: ein mythisches Action-Epos, das Homers Stoff mit der Wucht von Dunkirk und der Bildbesessenheit von Oppenheimer kreuzt. Wenn der Film es schafft, zwischen Schreien, Wellen und Götterblitzen so etwas wie richtige Figuren zu etablieren, könnte Die Odyssee der seltene Fall werden, in dem Schulkanon und Popkultur sich tatsächlich auf Augenhöhe treffen.

Ein Scheitern wäre allerdings spektakulär: Dann hätten wir das definitive Denkmal dafür, wie man 250 Millionen in den Poseidon-Tempel kippt, um am Ende doch nur hübsche Schaumkronen zu filmen.

Für den Moment bleibt: Dieser Trailer hat massives Gewicht und macht Lust auf großes Leinwand-Fantasy-Kino im kommenden Jahr.

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