Anime-Look aus, Drachen los: Nodusfall zeigt HoYoverse von einer völlig neuen Seite

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

HoYoverse öffnet uns eine völlig neue Fantasywelt

📰 Was ist los?
HoYoverse hat Nodusfall angekündigt, ein neues kooperatives Fantasy-Actionspiel auf Basis der Unreal Engine 5. Als Weavers kämpfen Spieler in Gruppen gegen korrumpierte Wesen aus unterschiedlichen mythologischen Traditionen und erbeuten dabei Ressourcen für neue Skills und Waffen.

🐛 Was denken wir?
Der interessante Teil ist nicht allein der ungewöhnlich realistische Look. Die Mischung verschiedener Mythologien, die göttliche Progression und der klare Koop-Fokus geben Nodusfall genügend eigene Ideen, um mehr als nur ein stilistischer Ausflug des Genshin-Studios zu werden.

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🌑 Anime-Look aus, Drachen los: Nodusfall zeigt HoYoverse von einer völlig neuen Seite

Wer bei HoYoverse an kräftige Anime-Farben, stilisierte Figuren und Namen wie Genshin Impact oder Honkai: Star Rail denkt, dürfte beim ersten Blick auf Nodusfall kurz überprüfen, ob im Stream wirklich das richtige Firmenlogo eingeblendet wurde. Statt Cel-Shading eröffnet sich eine düstere, realistisch inszenierte Fantasywelt mit monumentalen Kreaturen, zerbrochenen Götterordnungen und Drachen, deren bloße Anwesenheit bereits wie ein schlechter Tag für jede örtliche Siedlung aussieht.

Ein gewaltiger dunkler Drache steht in einer weiten zerklüfteten Fantasylandschaft zwischen schwarzen Felsen und nebelverhangenen Bergen.
In Nodusfall begegnen sich Mythologien aus verschiedenen Teilen der Welt – und manche davon brauchen ziemlich viel Platz. © COGNOSPHERE / HoYoverse

HoYoverse hat das neue Koop-Actionspiel während der gamescom Opening Night Live erstmals vorgestellt. Nodusfall entsteht mit der Unreal Engine 5 und soll unterschiedliche mythologische Traditionen in einer eigenständigen Welt zusammenführen. Einen Veröffentlichungstermin oder konkrete Plattformen nennt das Studio bislang noch nicht.

Das Grundprinzip steht dagegen schon erstaunlich deutlich fest: Die göttliche Ordnung ist zusammengebrochen, legendäre Wesen wurden verdorben und die Spieler steigen als sogenannte Weavers in diese zerfallene Welt hinab. Ihre Aufgabe besteht darin, gemeinsam gegen die korrumpierten Kreaturen anzutreten, die Ursache des Verfalls zu bekämpfen und sich dabei Stück für Stück selbst göttliche Macht anzueignen.

🐲 Ostasiatische Bestien treffen auf westliche Drachen

HoYoverse bezeichnet Nodusfall ausdrücklich als „Multi-Mythology“-Fantasy. Damit soll keine einzelne Mythologie nacherzählt werden. Stattdessen dienen wiederkehrende Motive aus verschiedenen Überlieferungen als Bausteine für eine neue Welt mit eigenen Landschaften, Kulturen, Geschichten und göttlichen Regeln.

Zu den ausdrücklich genannten Inspirationsquellen gehören wilde Kreaturen aus klassischen ostasiatischen Überlieferungen ebenso wie westliche Drachen. Der erste Trailer macht schnell deutlich, dass diese Wesen nicht nur dekorativ durch die Landschaft laufen: Viele von ihnen erreichen Dimensionen, bei denen eine Begegnung eher wie eine Expedition als wie der nächste gewöhnliche Gegnerkampf wirkt.

Die Welt selbst soll sich mit fortschreitender Reise ebenfalls verändern. Neue Regionen besitzen jeweils eigene Ökosysteme, Kulturen und historische Hintergründe. Damit deutet HoYoverse eine Fantasywelt an, deren verschiedene mythologische Einflüsse nicht einfach nebeneinander in einem Monsterkatalog stehen sollen, sondern tatsächlich unterschiedliche Teile des Kontinents prägen.

🎬 Götter sind gefallen – jetzt kommen die Weavers

Der erste Trailer zu Nodusfall zeigt HoYoverses neue Mythenwelt, die Weavers und einige der gewaltigen Kreaturen, gegen die sie gemeinsam antreten.

🌑 Die Dreadnodi haben aus Legenden Monster gemacht

Verantwortlich für den gegenwärtigen Zustand der Welt sind die geheimnisvollen Dreadnodi. Mit ihrem Auftauchen breitete sich eine Verderbnis über das Land aus, die legendäre Kreaturen verformte und die bestehende Ordnung zusammenbrechen ließ.

Die Weavers besitzen dabei selbst eine Verbindung zum Göttlichen. Sie wurden durch göttliche Macht geformt und mit einer Aufgabe betraut, die unmittelbar über das Schicksal der Welt entscheidet. Im Laufe ihrer Reise sollen sie die Dreadnodi an der Wurzel bekämpfen und die verbliebene Göttlichkeit ihrer Gegner an sich bringen.

Damit baut Nodusfall seine Progression direkt in die Mythologie der Welt ein. Mächtige Wesen sind nicht lediglich große Hindernisse vor der nächsten Schatztruhe. Ihr Sturz liefert Ressourcen, mit denen neue Fähigkeiten und Waffen freigeschaltet werden. Je tiefer die Gruppe in die zerstörte göttliche Ordnung eindringt, desto mehr von deren Macht wandert also in die eigenen Builds.

⚔️ Gemeinsam Druck machen, bis selbst Götter Schwächen zeigen

Beim Kampfsystem liegt der Schwerpunkt ausdrücklich auf Kooperation. Spieler stellen Gruppen zusammen und wählen unterschiedliche Styles sowie Skill-Kombinationen, um ihre Rollen an Gegner und Mannschaft anzupassen. Eine starre Zusammenstellung gibt HoYoverse bislang nicht vor; verschiedene Kombinationen sollen taktisch unterschiedliche Ansätze ermöglichen.

Besonders interessant klingt die beschriebene Dynamik größerer Kämpfe. Die Gruppe soll einen Gegner gemeinsam unter konstanten Druck setzen, seine Reaktionen lesen und den Moment abpassen, in dem eine Schwachstelle sichtbar wird. Erst dann folgt der entscheidende Angriff. Das deutet eher auf koordinierte Jagden gegen mächtige Einzelgegner als auf bloßes gemeinsames Abräumen großer Monstergruppen hin.

Welche Gruppengröße Nodusfall offiziell unterstützt und wie frei Styles, Waffen und Charaktere miteinander kombiniert werden können, hat HoYoverse noch nicht vollständig aufgeschlüsselt. Ebenso offen bleibt, wie das Spiel vertrieben und monetarisiert wird. Gerade bei einem neuen HoYoverse-Projekt dürfte diese Frage in den kommenden Monaten beinahe so aufmerksam beobachtet werden wie jeder neue Drache.

🏔️ HoYoverse verlässt sichtbar die eigene Komfortzone

Schon visuell ist Nodusfall ein bemerkenswerter Schritt. Genshin Impact, Honkai: Star Rail und Zenless Zone Zero besitzen trotz großer Unterschiede eine klar erkennbare stilisierte Handschrift. Das neue Spiel schlägt dagegen bewusst in Richtung realistischer Dark Fantasy aus.

Rüstung, Haut, Felslandschaften und Kreaturen werden erheblich naturalistischer dargestellt. Gleichzeitig bleibt das Design groß und mythologisch: riesige Drachen stehen zwischen zerklüfteten Bergketten, fremdartige göttliche Wesen erscheinen beinahe körperlos und über der Welt hängen Strukturen, die eher nach kosmischer Katastrophe als nach gewöhnlichem Wetter aussehen.

Das ist mehr als ein neuer Grafikfilter auf dem bekannten HoYoverse-Baukasten. Nodusfall soll eine eigenständige Welt mit einem anderen Ton, einem anderen visuellen Vokabular und einem deutlich stärkeren Fokus auf gemeinschaftliche Kämpfe etablieren.

Einen Termin kennen wir noch nicht, auch die Plattformliste fehlt. Die Vorregistrierung läuft jedoch bereits, und nach dieser Enthüllung dürfte HoYoverse genügend Menschen gefunden haben, die wissen wollen, was passiert, wenn ein Studio voller Anime-Erfahrung plötzlich beschließt, westliche Drachen gegen zerbrochene Götter antreten zu lassen.