Jede Karte ist eine Wunde: Noctiria schickt uns im September in seine kranke Stadt
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In dieser Stadt ist selbst das Deck psychisch angeschlagen
📰 Was ist los?
Noctiria hat heute einen neuen offiziellen Trailer bekommen. Der Horror-Roguelite-Deckbuilder von Doesn’t Matter Games erscheint am 18. September 2026 und bietet sechs Figuren, Deckbuilding, permanente Fortschritte sowie ein mit zahlreichen Spielsystemen verbundenes Sanity-System. Eine kostenlose Demo ist bereits auf Steam verfügbar.
🐛 Was denken wir?
Der interessante Punkt ist die Verzahnung der Systeme. Psyche, Rastplätze, Händler, Routenwahl und Deckaufbau greifen offenbar ineinander, statt nur nebeneinander zu existieren. Wenn das funktioniert, könnte aus dem nächsten Karten-Roguelite tatsächlich ein ziemlich eigenständiger kleiner Horrortrip werden.
🃏 Jede Karte ist eine Wunde: Noctiria schickt uns im September in seine kranke Stadt
Andere Städte werben mit Sehenswürdigkeiten, Restaurants und einem möglichst gut ausgebauten Nahverkehr. Die Stadt Noctiria setzt auf Nebel, Verfall, psychischen Zusammenbruch und die Aussicht, dass selbst eine Ruhepause schlechte Folgen haben kann.
Am 18. September 2026 dürfen wir trotzdem hinein.

Das italienische Indie-Studio Doesn’t Matter Games hat heute einen neuen offiziellen Trailer zu seinem Horror-Roguelite-Deckbuilder veröffentlicht und stimmt damit auf den inzwischen feststehenden PC-Start ein. Wer vorher überprüfen möchte, ob eine zerfallende Stadt der Neunziger und strategische Kartenkämpfe eine gesunde Freizeitbeschäftigung ergeben, kann weiterhin die kostenlose Demo auf Steam ausprobieren.
🌫️ Die Stadt selbst scheint ein ernsthaftes Problem zu haben
Noctiria spielt in einer verrottenden urbanen Welt, die ausdrücklich von den 1990er Jahren inspiriert ist. Nebel, verfallene Straßen und kranke Stadtviertel bilden dabei mehr als atmosphärische Dekoration. Jeder Akt führt über handgebaute Karten mit verzweigten Wegen, auf denen Kämpfe, Elitegegner, Bosse, Händler, Rastplätze, Schätze und unbekannte Ereignisse warten.
Welche Route man nimmt, gehört bereits zur Strategie. Ein sicher wirkender Weg kann zu wenig Ausrüstung liefern, während ein gefährlicher Umweg möglicherweise genau jene Karte bereithält, die ein Deck noch braucht.
Und selbst wer sich zwischendurch ausruht, sollte offenbar misstrauisch bleiben.
🎬 Noctiria öffnet die Tore zur kranken Stadt
Der neue offizielle Trailer zu Noctiria zeigt die zerfallende Stadt, Kartenkämpfe und einige der Schrecken, die ab dem 18. September warten:
🧠 Die Psyche hängt direkt am Spielsystem
Eine zentrale Rolle spielt die Korruption beziehungsweise geistige Stabilität der Figuren. Sie beeinflusst Ruhephasen, Begegnungen und sogar die Spielökonomie. Eine stärkere Heilung kann neue Risiken auslösen, Händler können höhere Preise verlangen und irgendwann kann eine psychiatrische Behandlung wichtiger werden als das nächste Kartenupgrade.
Das klingt angenehm unangenehm, weil psychischer Horror dadurch direkt in die Roguelite-Mechanik eingebaut wird. Die mentale Verfassung soll kein Balken sein, den man gelegentlich mit einem Gegenstand wieder auffüllt. Entscheidungen verändern, wie die Stadt auf den jeweiligen Run reagiert.
Noctiria heilt also den Körper und stellt anschließend die Rechnung an die Psyche.
🃏 Sechs Figuren spielen sechs unterschiedliche Albträume
Zur Auswahl stehen sechs Figuren beziehungsweise Archetypen: Shadow, Mist, Void, Parasite, Abyss und Reflection. Jede startet mit einem eigenen Deck und eigenen Mechaniken. Entsprechend lassen sich aggressive Builds, langsame Statusstrategien, defensive Varianten oder komplizierte Kombos aufbauen.
Besonders stark setzt das Kampfsystem auf miteinander reagierende Statuseffekte. Gift, Verbrennung, Verwesung, Lähmung, Rost und weitere Zustände können kombiniert, ausgelöst oder für spätere Kettenreaktionen vorbereitet werden. Gleichzeitig zeigen Gegner ihre nächsten Absichten an, sodass der Kampf stärker um Planung als um bloßes Kartenziehen kreist.
Bis zu vier Relikte dürfen ebenfalls mitgenommen werden. Diese können unter anderem heilen, Mana erzeugen, Karten nachziehen oder sämtliche Gegner treffen – verschwinden allerdings nach der Benutzung.
Die klassische Roguelite-Frage lautet damit wieder: Jetzt benutzen oder für den Boss aufheben? Und anschließend mit vier unbenutzten Relikten sterben.
☠️ Der Tod nimmt wenigstens nicht alles mit
Zwischen den Runs bleibt ein Teil des Fortschritts erhalten. Neue Figuren und Karten werden freigeschaltet, Charakterwerte steigen und Karten lassen sich dauerhaft über mehrere Stufen verbessern. Das Startdeck kann dadurch nach und nach stärker werden, während neue Möglichkeiten für spätere Abstiege hinzukommen.
Steam führt Noctiria als Einzelspieler-Titel für den 18. September. Deutsche Menüs und Untertitel sind bereits bestätigt; die Demo kann aktuell heruntergeladen werden.
Das Spiel selbst formuliert sein Ziel übrigens erstaunlich treffend: Man soll versuchen, Noctiria zu verlassen, bevor Noctiria aus einem selbst herauskommt.
Für eine Fremdenverkehrsbroschüre wäre das vermutlich noch ausbaufähig.





