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Assassin’s Creed mit Toby Wallace aus Euphoria
📰 Was ist los?
Netflix hat mit Toby Wallace den ersten Hauptdarsteller für die Live-Action-Serie zu Assassin’s Creed verpflichtet. Gedreht werden soll ab 2026 in Italien. Die Serie übernimmt den Grundkonflikt Assassinen gegen Templer, setzt auf neue Figuren und soll den Schwerpunkt klar auf die historische Vergangenheit legen, während der Gegenwarts-Rahmen deutlich kleiner ausfällt.
🐛 Was denken wir?
Das Setup ist stark, der Marken-Rucksack schwer. Wenn die Serie wieder im Animus-Technoblabla versinkt, wird sie schnell zu einer weiteren Videospiel-Adaption zum Abhaken. Wenn Rom, Verschwörung und Charakter-Drama jedoch sauber zusammenfinden, könnte Assassin’s Creed endlich die Serien-Fassung bekommen, die Fans seit Jahren versprochen wird.
📺 Assassin’s Creed bei Netflix: Euphoria-Star wird Serien-Assassine
Netflix gräbt den Animus wieder aus. Nach Jahren Entwicklungshölle nimmt die Live-Action-Serie zu Assassin’s Creed endlich Gestalt an. Mit Toby Wallace steht der erste Hauptdarsteller fest, die Showrunner sind benannt und die Gerüchteküche flüstert etwas von Rom, Templern und sehr viel Parkour.
🎭 Toby Wallace im Kapuzen-Orden
Netflix und Ubisoft haben bestätigt, dass Toby Wallace eine Co-Hauptrolle in der Assassin’s-Creed-Serie übernimmt. Wallace ist dem Netflix-Publikum unter anderem aus der Serie The Society bekannt und taucht in Filmen wie Babyteeth, The Bikeriders und Eden auf. In Euphoria Staffel 3 soll er ebenfalls eine wiederkehrende Rolle spielen.
Wen er in Assassin’s Creed genau verkörpert, bleibt geheim. Die bisherige Beschreibung deutet auf eine neue Assassinen-Figur hin, eingebettet in den vertrauten Konflikt zwischen Assassinen-Bruderschaft und Templer-Orden.
Ubisoft und Netflix haben bereits klargemacht, dass die Serie das Grundschema der Spiele übernimmt: zwei verfeindete Geheimbünde, Kämpfe um den freien Willen der Menschheit, historische Epochen im Animus-Rahmen. Die Charaktere selbst sollen jedoch neu sein. Für eine Serien-Adaption ist das eher Vorteil als Risiko. Ezio bleibt dort, wo er hingehört, und die Serie muss nicht dauernd mit einem Fan-Liebling konkurrieren.
🏛️ Animus nach Rom: Setting zwischen Gerücht und Plan
Offiziell beschreibt Netflix die Serie als weltumspannenden Thriller, der entscheidende Moment der Geschichte mit Parkour-Action, Intrigen und Identitätsfragen verbindet.
Inoffiziell zeichnen sich ein paar Eckpunkte ab:
- Drehstart ist für 2026 in Italien geplant.
- Branchen-Insider und Fan-Seiten berichten von einem Schwerpunkt im antiken Rom.
- Etwa 75 Prozent der Laufzeit sollen in der Vergangenheit spielen, nur etwa ein Viertel im modernen Gegenwarts-Rahmen.
Das wäre ein ziemlich sinnvoller Zuschnitt. Die Spiele waren immer dann am stärksten, wenn sie historische Schauplätze konsequent ausgespielt und den Animus nur als Sprungbrett genutzt haben. Eine Serie, die Rom in den Vordergrund stellt und den Gegenwartsanteil bewusst klein hält, versteht zumindest die Grundmechanik des Vorbilds.
🎬 Westworld-Erfahrung, Parkour-Auftrag
Als Showrunner und Executive-Producer sind Roberto Patino und David Wiener an Bord.
- Patino hat unter anderem an Westworld, DMZ und Sons of Anarchy gearbeitet.
- Wiener war bei Serien wie Homecoming, Halo und The Killing beteiligt.
Dazu kommt Ubisoft Film and Television als Produktionspartner. Der Netflix-Deal umfasst neben der Live-Action-Serie weitere Assassin’s-Creed-Projekte, etwa Animations-Formate.
Auf dem Papier klingt das nach einer soliden Genre-Kombination. Erfahrung mit komplexen Serien-Welten ist vorhanden, Budget vermutlich auch. Ob am Ende mehr herauskommt als hübsch ausgeleuchtete Dach-Sprünge, entscheidet aber das Drehbuch, nicht die Anzahl der Emmy-Nominierungen im Lebenslauf.
🎮 Verbrannte Erde seit Fassbender
Leicht wird es die Serie nicht haben. Die Marke Assassin’s Creed schleppt einen Kinofilm mit sich herum, der als Warnsignal in jeder Diskussion auftaucht.
Der Film von 2016 mit Michael Fassbender war teuer, prominent besetzt und brachte trotzdem vor allem Kopfschütteln hervor. Kritiken waren überwiegend vernichtend, Rotten-Tomatoes-Werte bewegen sich bis heute im Keller. Die geplante Film-Reihe wurde nach Teil eins wieder eingestampft.
Selbst Fassbender hat später angedeutet, dass der Film seinen Ton verfehlt hat. Zu ernst, zu verkopft, zu wenig Freude an der eigenen Absurdität.
Genau hier setzt die Skepsis der Fanbase an. Ein Teil freut sich über frische Figuren, ein neues Setting und eine Serien-Struktur, die mehr Raum für Weltaufbau bietet. Der andere Teil erwartet bereits die nächste Parkour-Parade mit Templer-Erklärbär im Hintergrund.
🧠 Fantasykosmos-Fazit
Ein Euphoria-Star, Showrunner mit Westworld-Erfahrung, ein mögliches Rom-Setting und ein deutlich reduzierter Gegenwarts-Rahmen. Die neue Assassin’s-Creed-Serie klingt auf dem Papier nach dem besten Versuch seit Jahren, das Franchise sinnvoll in ein Serien-Format zu übersetzen.
Dass Netflix auf neue Figuren setzt, ist dabei eher Stärke als Schwäche. Die Spiele leben nicht nur von ikonischen Assassinen, sondern von der Mischung aus Verschwörungs-Mythos, Schauplatz-Fantasie und leiser Rache-Mechanik. Wenn die Serie das versteht und den Animus als erzählerisches Werkzeug behandelt statt als Dauer-Attraktion, könnte hier tatsächlich ein Fantasy-Actioner entstehen, der mehr ist als Fan-Service.
Toby Wallace bekommt damit einen undankbaren, aber spannenden Auftrag. Er muss zeigen, dass Assassin’s Creed als Serie funktionieren kann, ohne sich hinter Ezio, Altair und Kassandra zu verstecken. Wenn das klappt, reden wir irgendwann von einer wirklich gelungenen Videospiel-Adaption. Wenn nicht, landet auch dieser Leap of Faith neben dem Fassbender-Film im großen Heuhaufen der verpassten Chancen.



