Mehr Muskeln waren offenbar keine Lösung: Necromunda gibt House Goliath jetzt Sumpfkrocs

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

House Goliath erweitert die Personalabteilung um Reptilien

📰 Was ist los?
Games Workshop zeigt die nächste Goliath-Welle für Necromunda. Die Forge Bosses & Sumpkrocs bringen sechs neue Miniaturen einschließlich Forge Tyrant und zweier Sumpkrocs. Gleichzeitig erweitert Underhive Journal: Goliath – The House of Chains die Gang um zusätzliche Archetypen, Territorien, Nebenjobs, Taktiken und Kampagnenmaterial.

🐛 Was denken wir?
Das gefällt mir besser als ein weiterer bloßer Figurenbausatz. Die Bosse geben der Gang mehr Führungspersönlichkeiten, das Journal erweitert die Kampagne – und zwei Sumpfkrocs besitzen exakt jene Form von vollkommen unnötiger Übertreibung, wegen der Necromunda so gut funktioniert. Bei Goliath war „noch mehr Muskeln“ irgendwann tatsächlich schwer zu verkaufen. Ein Krokodil löst dieses Marketingproblem erstaunlich elegant.

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🐊 Mehr Muskeln waren offenbar keine Lösung: Necromunda gibt House Goliath jetzt Sumpfkrocs

House Goliath gehört in Necromunda ohnehin zu jenen Fraktionen, deren diplomatische Grundausstattung weitgehend aus Muskeln, schweren Waffen und der Fähigkeit besteht, Möbel ohne Werkzeug auseinanderzunehmen. Games Workshop hält dieses Konzept offenbar trotzdem noch für ausbaufähig. Die nächste Welle der neuen Necromunda-Edition bringt den Goliaths deshalb frische Führungskräfte, neues Regelmaterial und zwei Sumpkrocs mit.

Drei schwer gezeichnete Goliath-Krieger mit Narben, Metallimplantaten, Atemmasken und auffälligen Irokesen stehen vor einem rot-orangefarbenen Hintergrund.
House Goliath bekommt neue Bosse, neues Regelmaterial und mit den Sumpkrocs gleich noch zwei ausgesprochen bissige Verstärkungen.
© Games Workshop Limited

Im Zentrum stehen die Goliath Forge Bosses & Sumpkrocs, ein neuer sechsteiliger Bausatz für die brutalen Industriegangs der Unterwelt. Dazu erscheint Underhive Journal: Goliath – The House of Chains mit weiteren Regeln, Archetypen, Territorien und Kampagnenoptionen. Wer bei House Goliath bislang also vor allem „große Männer mit großen Hämmern“ gesehen hat, darf das Bild nun um „große Männer mit großen Hämmern und gefährliche Reptilien“ erweitern.

🔨 Der Forge Tyrant bekommt Verstärkung aus der Chefetage

Der neue Bausatz konzentriert sich auf die obere Nahrungskette der Gang. Mit dabei ist unter anderem ein Forge Tyrant, flankiert von weiteren Bossen und Spezialisten. Insgesamt umfasst das Set sechs Miniaturen und soll Goliath-Spielern neue Möglichkeiten geben, die Führung ihrer Gang auf dem Tisch darzustellen.

Das passt zur Fraktion. Goliaths leben von körperlicher Dominanz, industrieller Härte und einer Hierarchie, bei der Führung vermutlich deutlich häufiger durch Armdrücken als durch Betriebsversammlungen geklärt wird. Neue Bossmodelle sind deshalb weit mehr als bloße optische Varianten: Sie geben einer Gang zusätzliche Persönlichkeit und lassen die obersten Ränge endlich stärker nach den Leuten aussehen, die tatsächlich über einen Haufen genetisch hochgerüsteter Schläger herrschen.

Die Miniaturen setzen erwartungsgemäß auf schwere Rüstungen, massive Körper und Waffen, die in anderen Häusern wahrscheinlich unter „stationäre Einrichtung“ geführt würden.

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🐊 Zwei Sumpkrocs lösen Probleme auf sehr unmittelbare Weise

Die eigentlichen Stars des Sets könnten trotzdem die beiden Sumpkrocs werden. Die reptilienartigen Bestien gehören zum neuen Bausatz und geben House Goliath eine Form tierischer Unterstützung, die erstaunlich gut zu einer Gang passt, deren Lösungsansatz selten auf Feinmotorik angewiesen ist.

In den Tiefen von Necromunda sind exotische Kreaturen ohnehin keine Seltenheit. Zwischen Giftmüll, Sumpfgebieten, Industrieabfällen und mutierter Fauna entwickelt sich vieles, was an der Oberfläche wahrscheinlich schon aus hygienischen Gründen keine Aufenthaltsgenehmigung bekäme. Dass Goliath aus diesem Angebot ausgerechnet ein paar massive Krokodilwesen auswählt, wirkt fast zwangsläufig.

Andere Häuser beschäftigen Spione, Scharfschützen oder technisch hochentwickelte Spezialisten.

House Goliath bringt ein Krokodil mit.

Man kann der Fraktion jedenfalls nicht vorwerfen, ihre Markenidentität zu verwässern.

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📖 The House of Chains baut die Gang auch regeltechnisch aus

Parallel erscheint Underhive Journal: Goliath – The House of Chains. Der Band erweitert die Fraktion um zusätzliche Archetypen, Territorien, Nebenjobs und Gang-Taktiken und liefert weiteres Material für langfristige Kampagnen.

Gerade dieser Teil macht die Ankündigung interessanter als einen gewöhnlichen Miniaturenrelease. Die neue Necromunda-Edition soll ihre großen Häuser schrittweise mit eigenem Material ausbauen, und Goliath bekommt nun einen deutlich breiteren Werkzeugkasten für die Kampagne.

Neue Territorien können beeinflussen, wie sich eine Gang zwischen den Gefechten entwickelt. Nebenjobs und Archetypen erweitern die Möglichkeiten, einzelne Kämpfer stärker zu charakterisieren, während zusätzliche Gang-Taktiken unmittelbar auf dem Spielfeld greifen.

Das klingt trocken, bis man sich erinnert, dass bei Necromunda selbst ein scheinbar harmloser Nebenjob irgendwann darin enden kann, dass jemand mit einer Kettensäge durch einen Chemikalientank fällt.

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⛓️ House Goliath bekommt wieder mehr eigenes Profil

Die neue Welle fügt sich in den umfassenderen Neustart von Necromunda ein. Games Workshop baut die großen Häuser Stück für Stück neu aus und ergänzt sie um aktuelle Modelle sowie eigenes Regelmaterial.

Für Goliath ist das besonders sinnvoll. Die Fraktion besitzt schon lange eine sehr klare visuelle Identität, aber genau deshalb braucht sie mehr als immer neue Varianten desselben muskulösen Gangmitglieds. Forge Bosses, unterschiedliche Archetypen und die Sumpkrocs erweitern dieses Bild, ohne den Kern aufzuweichen.

Der besteht weiterhin aus Gewalt, Industrie und Menschen, bei denen selbst das Frühstück vermutlich zusätzliche Stärke verleiht.

Die Sumpfkrocs ergänzen lediglich einen entscheidenden Punkt:

Falls der Gegner nach dem ersten Schlag noch steht, kann man ihn jetzt immerhin verfüttern.

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